Diplomarbeit, 2011
52 Seiten, Note: 2,8
1. Einleitung
2. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
2.1 Definition
2.2 Bedeutung von KMU in Deutschland
2.3 Unterschiede zu Großunternehmen
2.4 Stärken und Schwächen
3. Management und seine Aufgaben
4. Prozessmanagement
4.1 Bestimmung von Prozess und Prozessmanagement
4.2 Geschichte und Entwicklung des Prozessmanagement
4.3 Bedeutung des Prozessmanagement für KMU
4.4 Prozessarten
4.5 Prozessidentifikation und -abgrenzung
4.6 Einführung einer Prozessorganisation
4.7 Bedeutung der IT-Landschaft für Prozessmanagement
4.8 Prozessmodellierung
4.8.1 Vorgehensweise zur Prozessmodellierung
4.8.2 Festlegung eines Ordnungsrahmens
4.8.3 Grundsätze der Prozessmodellierung
4.8.4 Ausgewählte Sprachen zur Modellierung von Geschäftsprozessen
4.8.4.1 Grundsätzliche Einteilung der Methoden
4.8.4.2 EPK: Ereignisgesteuerte Prozesskette
4.8.4.3 UML: Unified Modeling Language
4.8.4.4 BPMN: Business Process Modeling Notation
4.9 Prozesscontrolling
4.9.1 Grundsätze des Prozesscontrollings
4.9.2 Erhebung von Prozesskennzahlen
4.9.3 Strategische Prozessplanung mit der Balanced Scorecard
4.9.4 Operative Prozessplanung am Beispiel der Kundenzufriedenheit
5. Zusammenfassung und Zwischenergebnisse
6. Methoden zur Prozessverbesserung und -optimierung
6.1 Steigerung der Prozessleistung durch Total Cycle Time (TCT)
6.2 Steigerung der Prozessleistung durch KAIZEN
6.3 Steigerung der Prozessleistung durch Six Sigma
6.4 Bewertung der Methoden zur Prozessverbesserung
7. Abschließende Betrachtung
8. Fazit
Die Arbeit untersucht die Bedeutung, Chancen und Risiken des Integrierten Prozessmanagements (GPM) speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der strukturellen Unterschiede zu Großunternehmen, Handlungsanweisungen für eine erfolgreiche Einführung und Weiterentwicklung von Prozessmanagementstrukturen zu erarbeiten.
4.4 Prozessarten
Für Binner tragen die Kernprozesse das größte Optimierungspotential innerhalb einer Organisation. Er unterscheidet sie detailliert zum ersten nach der Art der Leistung in Produktions- und Dienstleistungsprozesse, wobei aus einer Produktion ein materielles Produkt und aus einer Dienstleistung ein immaterielles Produkt resultiert. Weiterhin unterscheidet er nach der Art der Ausführung zwischen operativen, also unmittelbar an der Herstellung des Produktes beteiligten, sowie dispositiven Prozessen, die zur Planung und Steuerung notwendig sind. In einem dritten Schritt untergliedert Binner die Kernprozesse weiter in direkte Prozesse, also mit unmittelbarem Bezug auf die Erstellung des Produktes oder die Dienstleistung und indirekte Prozesse, also vorbereitende oder ergänzend durchzuführende Prozesse um die Leistung zu erbringen. In einem vierten und letzten Schritt unterscheidet Binner nach Art der Komplexität zwischen Makro- und Mikroprozessen. Der Gesamtprozess wird als Makroprozess bezeichnet. Dieser Hauptprozess kann in weitere Teilprozesse, die Mikroprozesse, zerlegt werden. Mikroprozesse sind einzelne Aufgaben oder Teilprozesse, die auf dieser Ebene sehr detailliert beschrieben werden.
Die Bedeutung der Prozesse für den Geschäftserfolg veranlasst Binner zur Klassifizierung in Primär- und Sekundärprozesse. Zur Gattung der Primärprozesse, auch Schlüsselprozesse genannt, zählen die kritischen Prozesse, die nachhaltig und langfristig zum Erreichen der unternehmerischen Leistung von Bedeutung sind. Diese tragen maßgeblich zur Kundenzufriedenheit bei. Sekundärprozesse unterstützen die Primärprozesse und tragen zu deren Erfüllung durch Bereitstellung der benötigten Infrastruktur bei. Als Beispiele für diese Infrastruktur nennt Binner Qualifikationen, Informationen und Investitionen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Prozessmanagements in KMU ein und definiert Zielsetzung sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Hier werden Definitionen von KMU erläutert, deren volkswirtschaftliche Bedeutung in Deutschland dargestellt und die strukturellen Unterschiede zu Großunternehmen hervorgehoben.
3. Management und seine Aufgaben: Dieses Kapitel erläutert die Grundfunktionen des Managements, unterteilt in eine personale und eine sachliche Dimension, und setzt diese in den Kontext des Prozessmanagements.
4. Prozessmanagement: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Grundlagen, der Modellierung, den IT-Aspekten und der Steuerung von Geschäftsprozessen.
5. Zusammenfassung und Zwischenergebnisse: Hier werden die bisher erarbeiteten Erkenntnisse über die Relevanz des GPM für KMU und die notwendige Anpassung von Methoden aus Großunternehmen reflektiert.
6. Methoden zur Prozessverbesserung und -optimierung: Dieses Kapitel stellt spezifische Werkzeuge wie Total Cycle Time, KAIZEN und Six Sigma vor und bewertet deren Eignung für KMU.
7. Abschließende Betrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Anwendbarkeit des Prozessmanagements unter Berücksichtigung begrenzter Ressourcen in KMU.
8. Fazit: Abschließende Würdigung des Nutzens von GPM und Ausblick auf künftige Entwicklungen zur Schaffung KMU-spezifischer Anwendungen.
Prozessmanagement, KMU, GPM, Geschäftsprozesse, Prozessmodellierung, Prozesscontrolling, KAIZEN, Six Sigma, Total Cycle Time, Kundenzufriedenheit, Balanced Scorecard, Prozessorganisation, Prozessoptimierung, Unternehmensführung.
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und Anwendung von Integriertem Prozessmanagement (GPM) in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und untersucht, wie diese Betriebe durch Prozessoptimierung Wettbewerbsvorteile erzielen können.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Besonderheiten von KMU, die methodische Modellierung von Geschäftsprozessen, Methoden zur Prozessverbesserung sowie das Prozesscontrolling als Steuerungsinstrument.
Ziel ist es, Strategien und Handlungsanweisungen zu entwickeln, wie KMU Prozessmanagement-Methoden, die meist aus dem Kontext von Großunternehmen stammen, individuell an ihre Bedürfnisse anpassen und effizient nutzen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Methoden des Prozessmanagements, die anschließend kritisch hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit in KMU bewertet und modifiziert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Prozessmanagements, die Darstellung verschiedener Modellierungssprachen, die Analyse von Controlling-Instrumenten und eine detaillierte Vorstellung und Bewertung von Optimierungsmethoden wie TCT, KAIZEN und Six Sigma.
Zentral sind Begriffe wie Prozessmanagement, KMU, Prozessmodellierung, Geschäftsprozessoptimierung, KAIZEN, Six Sigma, Balanced Scorecard und Kundenzufriedenheit.
KAIZEN bietet durch die Einbeziehung aller Mitarbeiter und das Arbeiten in kleinen, kontinuierlichen Verbesserungsschritten eine intuitive und kosteneffiziente Methode, die keine hohen Investitionen in externes Expertenwissen erfordert.
Das Prozesscontrolling wird nicht als separates System, sondern als integrierter Bestandteil des operativen Managements verstanden, wobei insbesondere die Kundenzufriedenheit als strategische Messgröße dient.
Die IT spielt eine kritische Rolle; eine fragmentierte IT-Landschaft mit Insellösungen stellt oft ein Hindernis dar, weshalb eine prozessorientierte Abbildung in der IT als Voraussetzung für den Erfolg des Prozessmanagements gesehen wird.
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