Bachelorarbeit, 2011
55 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Jugendalter
2 Die Bedeutung Sozialer Netzwerke
2.1 Der Mensch: ein soziales Wesen
2.2 Der Individualisierungsprozess nach Beck
2.3 „Strong ties“ vs. „weak ties”
2.4 Das soziale Kapital nach Bourdieu
2.5 Charakteristika sozialer Netzwerke
3 Das Internet: Die Welt ist ein Netzwerk
3.1 Funktionsweise des Internets
3.2 Web 2.0, Massenmedien oder Social Media?
3.3 Warum nutzen Jugendliche das Internet?
4 Soziale Online-Netzwerke (SON’s)
4.1 Funktionsweise SON’s
4.2 SON’s als Instrument der Selbstdarstellung
4.3 Sprachmittel Jugendlicher in SON‘s
5 Chancen und Risiken SON’s für das Jugendalter
5.1 Chancen
5.1.1 Identitätsarbeit
5.1.1.1 Fan-Identitäten
5.1.1.2 Ethnische Identitäten
5.1.1.3 Stigmatisierte Identitäten
5.1.2 Vergrößerung des Freundschaftsradius
5.2 Risiken
5.2.1 Cyper-Grooming
5.2.2 Cyber-Mobbing
5.2.3 Gefährdung der Privatsphäre
6 Jugendarbeit
6.1 Geschichte
6.2 Jugendarbeit: gesetzliche Bestimmungen
6.3 Aufgaben der Jugendarbeit
6.4 Aktuelle Diskurse der Jugendarbeit
6.4.1 Myjuleica.de
6.4.2 Netzcheckers.de und watchyourweb.de
6.4.3 Das Luftballonprojekt: „Der Baum aus 1000 Luftballons…“
7 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von sozialen Online-Netzwerken für Jugendliche und analysiert dabei die Chancen und Risiken dieser digitalen Medien sowie deren Relevanz für die praktische Jugendarbeit. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Jugendliche diese Netzwerke nutzen und inwiefern die Jugendarbeit von diesem digitalen Wandel profitieren kann.
4.2 SON’s als Instrument der Selbstdarstellung
Im Rahmen der Möglichkeiten SON’S stellt sich aus soziologischer Sicht nun auch die Frage, warum Jugendliche bestimmte Funktionen wie z.B. das veröffentlichen von Fotoalben, die Wahl eines bestimmen Nickname und Profilbildes, oder aber eine umfassende Selbstbeschreibung in Anspruch nehmen. In diesen Zusammenhang lassen sich SON’S als „Bühne der Selbstdarstellung“70 begreifen, bei der es darum geht, dass die Darsteller (User) eine glaubwürdige Rolle verkörpern. Die Zuschauer (virtuellen Freunde) sollen dabei den Eindruck bekommen, dass die Rolle die eigentlich nur gespielt wird, auch wirklich die ist, wonach sie aussieht.71 So definieren die User mit der Wahl ihres Nicknames beispielweise ihre Persönlichkeit, Bedürfnisse oder ihre aktuelle Befindlichkeiten. Identifizieren sich die User mit ihren individuellen Besonderheiten wie z.B. körperliche Attribute, besondere Fähigkeiten oder Vorlieben, ist von „personaler Identität“ zu sprechen z.B. „sunnyboy16“. Identifizieren sich die User hingegen mit Merkmalen einer bestimmten sozialen Gruppe, ist von „sozialer Identität“ zu sprechen z.B. „i-love-sido“.72 Diese „glaubwürdige Rolle“ lässt sich durch „impression mannagement“ betreiben. Das bedeutet, dass die User mit allen Mitteln versuchen einen beeindruckenden Eindruck bei ihrem „virtuellen Freunden“ zu hinterlassen.
Einleitung: Einführung in das Thema digitale Jugendkulturen und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
1 Jugendalter: Untersuchung der verschiedenen wissenschaftlichen Definitionen des Jugendalters und deren Wandel.
2 Die Bedeutung Sozialer Netzwerke: Theoretische Herleitung sozialer Netzwerke, Individualisierungsprozesse und Netzwerktheorien (strong vs. weak ties).
3 Das Internet: Die Welt ist ein Netzwerk: Erläuterung der Funktionsweise des Internets und der Entwicklung hin zum Social Media bzw. Web 2.0.
4 Soziale Online-Netzwerke (SON’s): Analyse der Funktionsweise, Selbstdarstellungsmöglichkeiten und spezifischer Sprachmittel innerhalb von Netzwerken.
5 Chancen und Risiken SON’s für das Jugendalter: Detaillierte Betrachtung von Potenzialen der Identitätsarbeit sowie Gefahren wie Cyber-Grooming, Cyber-Mobbing und Datenschutz.
6 Jugendarbeit: Überblick über die Geschichte, rechtliche Rahmenbedingungen und Aufgaben der Jugendarbeit sowie Praxisbeispiele für medienpädagogische Ansätze.
7 Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Ergebnisse und Forderung nach stärkerer medienpädagogischer Begleitung.
Soziale Online-Netzwerke, Jugendalter, Identitätsarbeit, Cyber-Mobbing, Medienpädagogik, Jugendarbeit, Social Media, Web 2.0, Privatsphäre, Cyber-Grooming, Digitale Identität, Soziales Kapital, Vernetzung, Internetnutzung, Selbstdarstellung.
Die Bachelorarbeit behandelt die Rolle von sozialen Online-Netzwerken im Alltag Jugendlicher und untersucht deren Auswirkungen auf Identitätsentwicklung sowie das Gefahrenpotenzial dieser Plattformen.
Die zentralen Felder umfassen soziologische Identitätsarbeit, die Funktionsweise des Internets, spezifische Risiken für Minderjährige sowie die Möglichkeiten moderner Jugendarbeit.
Das Ziel ist es, dem Leser zu vermitteln, warum und wie Jugendliche soziale Online-Netzwerke nutzen und wie die Jugendarbeit diese Entwicklungen konstruktiv für pädagogische Zwecke integrieren kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer Konzepte sowie der Auswertung aktueller Studien und Praxisbeispiele zum Medienumgang von Jugendlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Netzwerktheorien, Individualisierung), die technische Erläuterung von Online-Netzwerken, die kritische Chancen-Risiken-Analyse und die Einordnung in die Jugendarbeit.
Schlüsselbegriffe sind Soziale Online-Netzwerke, Identitätsarbeit, Cyber-Mobbing, Medienpädagogik, Datenschutz und Jugendalter.
Der Begriff beschreibt die bewusste Gestaltung der eigenen Darstellung durch Funktionen wie Nicknames, Profilbilder oder Statusmeldungen, um bei anderen Nutzern eine bestimmte, meist positive Wirkung zu erzielen.
Täter erstellen oft täuschend echte Fake-Profile, um ein Vertrauensverhältnis zu Minderjährigen aufzubauen, Gemeinsamkeiten vorzutäuschen und so an intimes Material zu gelangen, das später zur Erpressung genutzt wird.
Das Projekt dient als Praxisbeispiel, wie medienpädagogische Arbeit über lokale Online-Plattformen gezielt Jugendliche für kulturelle Projekte ansprechen und gewinnen kann.
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