Magisterarbeit, 2011
119 Seiten, Note: 1,0
1. Teil: Die chinesischen Seestreitkräfte in der Vergangenheit
1.1. Historischer Überblick
1.2. „Seemacht“ China?
2. Teil: Die chinesischen Seestreitkräfte heute
2.1. Organisation
2.1.1. Zentrale Militärkommission und Volksbefreiungsarmee (VBA)
2.1.2. Die VBA Marine innerhalb des militärischen Apparates
2.2. Verteidigungsbudget
2.3. Flottenstruktur
2.4. Geografischer Operationsraum
2.4.1. Westpazifik
2.4.2. Südchinesisches Meer
2.4.3. Indischer Ozean
2.4.4. Mittelmeer
2.5. Entwicklungstrends und Bewertung
3. Teil: Ursachen der militärischen Aufrüstung zur See
3.1. Sicherheitspolitische Situation
3.2. Strategie- und Entwicklungskonzept
3.3. Motivation
3.3.1. Taiwanfrage
3.3.2. Energiesicherheit und Ressourcen
3.3.2.1. International Sea Lines of Communication (ISLC)
3.3.2.2. Gebietsansprüche im Ost- und Südchinesischen Meer
3.3.3. Wirtschaft
3.3.4. Prestige und Einfluss
3.4. Eigene Einschätzung
4. Teil: Konsequenzen der militärischen Aufrüstung zur See
4.1. Reaktionen anderer Staaten
4.1.1. USA
4.1.2. Japan
4.1.3. Russland
4.1.4. ASEAN-Staaten
4.1.5. Indien
4.2. Auswirkungen auf bilaterale Beziehungen
4.2.1. China – USA
4.2.2. China – Japan
4.2.3. China – Russland
4.2.4. China – ASEAN-Staaten
4.2.5. China – Indien
4.3. Bewertung
Ergebnisse
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung der chinesischen Kriegsmarine im letzten Jahrzehnt umfassend darzustellen, wobei ein besonderer Fokus auf den Ursachen und Konsequenzen der militärischen Aufrüstung zur See liegt. Hierbei wird untersucht, ob die Volksrepublik primär defensive Ziele verfolgt oder ob militärische Kapazitäten gezielt zur Ressourcen- und Handelssicherung ausgebaut werden.
Die VBA Marine innerhalb des militärischen Apparates
Höchstes Befehlsorgan der Marine der VBA ist der Admiralstab. Neben der Koordination mit den drei Hauptabteilungen für Logistik, Ausrüstung und Politik, sowie den anderen Generalstäben, ist er für die allgemeine Gefechtsbereitschaft der Flotten verantwortlich. Der operative Arm der Marine der VBA teilt sich in drei Flotten: Die Nord-, Ost- und Südflotte mit ihren entsprechenden Hauptquartieren in Qingdao (青岛, Provinz Shandong 山东), Ningbo (宁波, Provinz Zhejiang 浙江) und Zhanjiang (湛江, Provinz Guangdong 广东).
Sie sind jeweils in sieben bis zehn Küstenverteidigungsbereiche unterteilt und diese wiederum in Kommandosektoren. Jede der einzelnen Flotten ist ausgerüstet, um Operationen im nahen Küstenbereich sowie auf Hochsee durchzuführen und verfügt über eigene Marinefliegereinheiten. Die den drei Flotten zugehörigen Hauptquartiere der Marinefliegereinheiten sind mit je zwei Divisionen direkt beim entsprechenden Flottenhauptquartier stationiert. Die Nordflotte liegt im Gelben Meer (Huanghai, 黄海), ihr Küstenverteidigungsbereich beginnt an der nordkoreanischen Grenze und endet bei der Hafenstadt Lianyungang (连云港, Provinz Jiangsu 江苏). Sie ist den Militärregionen Shenyang (沈阳), Beijing (北京) und Jinan (济南) zugeordnet. Der Ostflotte obliegt die Küstenverteidigung vom Süden Lianyungangs bis zur Insel Dongshan (东山岛, Provinz Fujian 福建).
1. Teil: Die chinesischen Seestreitkräfte in der Vergangenheit: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick und analysiert, ob China jemals als "Seemacht" bezeichnet werden konnte, wobei die Entwicklung der Flotten von den Song- bis zu den Ming-Dynastien beleuchtet wird.
2. Teil: Die chinesischen Seestreitkräfte heute: Dieser Teil widmet sich der aktuellen Organisation, dem Verteidigungsbudget, der Flottenstruktur sowie dem geografischen Operationsraum und bewertet die jüngsten Entwicklungstrends.
3. Teil: Ursachen der militärischen Aufrüstung zur See: Hier werden die sicherheitspolitische Situation, das Strategiekonzept und die treibenden Motive wie die Taiwanfrage, Energiesicherheit und wirtschaftliche Interessen analysiert.
4. Teil: Konsequenzen der militärischen Aufrüstung zur See: Das letzte Kapitel untersucht die Reaktionen wichtiger Akteure wie USA, Japan, Russland, ASEAN-Staaten und Indien auf die Aufrüstung sowie die Auswirkungen auf bilaterale Beziehungen.
Volksbefreiungsarmee, VBA Marine, chinesische Seestreitkräfte, Taiwanfrage, Energiesicherheit, Südchinesisches Meer, maritime Strategie, Hochseeflotte, Verteidigungsbudget, Rüstungsindustrie, Geopolitik, regionale Sicherheit, Militärreform, Anti-Access-Strategien, Westpazifik.
Die Arbeit analysiert die Aufrüstung der chinesischen Marine im letzten Jahrzehnt, beleuchtet deren Ursachen und hinterfragt die strategischen Ziele Chinas zur See.
Zu den zentralen Themen gehören die Flottenmodernisierung, die Sicherung der Energiesicherheit, der territoriale Anspruch im Südchinesischen Meer sowie die sicherheitspolitischen Auswirkungen auf die Nachbarstaaten und die USA.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, ob die Aufrüstung der chinesischen Marine rein defensiv motiviert ist oder ob China militärische Mittel aktiv zur Sicherung strategischer Ressourcen und zum Ausbau seines politischen Einflusses einsetzt.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die auf offiziellen Verteidigungsweißbüchern Chinas, Berichten internationaler Organisationen wie IISS und SIPRI sowie umfangreicher US-amerikanischer und chinesischer Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil ist in vier Teile gegliedert, die von der historischen Einordnung der chinesischen Marine über die aktuelle Organisation und Flottenstruktur bis hin zu den Ursachen der Aufrüstung und den Konsequenzen für andere Staaten reichen.
Wichtige Begriffe sind VBA Marine, Taiwanfrage, Energiesicherheit, Südchinesisches Meer, maritime Strategie und Geopolitik.
Sanya bietet direkten Zugang zum Südchinesischen Meer und zum Indischen Ozean, ist zudem weit entfernt von amerikanischen Stützpunkten gelegen und ermöglicht es U-Booten, in kürzester Zeit Tiefwasser zu erreichen, um dort unentdeckt zu operieren.
Das Malakkadilemma beschreibt Chinas enorme Abhängigkeit von Energieimporten, die durch die schmale Straße von Malakka führen, welche im Konfliktfall blockiert werden könnte; die Marine sieht sich daher in der Pflicht, diese Seewege militärisch abzusichern.
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