Diplomarbeit, 2011
86 Seiten, Note: Ausgezeichnet
1. EINLEITUNG
1.1 Verkehr im Rahmen der Europäischen und österreichischen Klimapolitik
1.1.1 Österreichs Klimapolitik innerhalb der Europäischen Union
1.1.2 Verkehr
1.1.3 Szenarien zur Entwicklung der Elektromobilität in Österreich
1.2 Aufgabenstellung und Ziel der Diplomarbeit
1.3 Methodik – strukturierte Interviews mit Projektverantwortlichen und Experten
1.3.1 Interviewpartner
1.3.2 Interviewdurchführung
1.3.3 Datenauswertung
2. FÖRDERINITIATIVEN ZUR ELEKTROMOBILITÄT
2.1 Technologische Leuchttürme vs. Modellregionen
2.1.1 Leuchttürme in Österreich
2.2 Modellregionen in Österreich
2.2.1 Ausschreibungen 2011
2.3 Deutschland - Nationale Plattform Elektromobilität
2.3.1 Chancen und Risiken für Deutschland
2.4 Frankreich – ein Beispiel für eine offensive Förderpolitik
2.5 EU-Förderungen zur Elektromobilität
3. VERFÜGBARE ELEKTROFAHRZEUGE
4. VERGLEICH DER MODELLREGIONEN
4.1 Förderquoten
4.2 Zielsetzung
4.3 Systemischer Ansatz
4.4 Wissenschaftliche Begleitung
4.4.1 Begleitstudien zur Modellregion Vlotte
4.5 Eingesetzte Elektrofahrzeuge
4.6 Ladeinfrastruktur
4.7 Strombezug/Berücksichtigung erneuerbarer Energie
4.8 Abrechnungssystem und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) Lösungen
4.9 Politische und gesellschaftliche Akzeptanz bzw. Hürden
4.10 Potenzielle Geschäftsmodelle
4.10.1 Exkurs: Better Place
4.11 Stärken und Schwächen der Modellregionen
5. AUSWIRKUNGEN DER ELEKTROMOBILITÄT AUF DIE ENERGIEWIRTSCHAFT UND KLIMAZIELE
5.1 250.000 Elektrofahrzeuge in Österreich 2020
5.2 1 Million Fahrzeuge in Deutschland
5.3 EU-Renewable Energy Directive
5.4 Theoretisches Potenzial in Österreich
6. SCHLUSSFOLGERUNG
7. ZUSAMMENFASSUNG
8. VERZEICHNISSE
8.1 Literaturverzeichnis
8.2 Abbildungsverzeichnis
8.3 Tabellenverzeichnis
9. ANHANG
A.1 Fragebogen
Die Diplomarbeit vergleicht die Ansätze, Rahmenbedingungen und Erfahrungen österreichischer und deutscher E-Mobilitäts-Modellregionen, um den Status quo der Markteinführung zu bewerten und Potenziale für die Zukunft aufzuzeigen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation von Best-Practice-Beispielen sowie die Analyse technischer, infrastruktureller und sozioökonomischer Erfolgsfaktoren.
Ladeinfrastruktur
Ladestationen sind die Schnittstelle zwischen dem Stromnetz und den Elektrofahrzeugen. Derzeit ist das Fahren mit einem Elektroauto eine Herausforderung. Jede Region hat unterschiedliche Zugangs- und Abrechnungssysteme sowie teilweise auch unterschiedliche Steckverbindungen. Die Vielfalt der Energiebereitstellung beginnt mit der 230-V/16A-Haushaltssteckdose und einer Ladeleistung von 3,68 kW und reicht bis zu 400 V und 250 kW Leistung (Wolfsegger 2009). Das Ladekabel wird normalerweise im Fahrzeug mitgeführt. Auf Seite der Ladestation kommen zumeist Mennekes- oder Schukostecker zum Einsatz.
Auf der Fahrzeugseite ist ebenfalls eine Vielzahl von Steckverbindungen verfügbar. Selbst innerhalb eines Konzernes wie Renault/Nissan werden bei den Elektrofahrzeugen von Nissan und Renault unterschiedliche Steckverbindungen angeboten. Neben der Variante des im Auto eingebauten Ladegerätes („On-Board“ Chargers) existiert auch die Variante des in der Ladestation verbauten „Off-Board“ Chargers (Wolfsegger 2009).
Durch das Fehlen einer einheitlichen Definition und von entsprechenden Standards ist derzeit eine Investitionssicherheit für einen großflächigen Rollout nicht gegeben (Wolfsegger 2010).
Schukostecker und Schukosteckdosen erfüllen nicht die Anforderungen für eine nachhaltige Elektromobilität. Eine Vollladung von z. B. 25 kWh benötigt bei einer Ladeleistung von 3,68 kW mehr als 6 Stunden maximale Leistung. Die Gefahr einer Überhitzung kann nicht ausgeschlossen werden.
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert den Kontext der E-Mobilität innerhalb der nationalen und europäischen Klimapolitik und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. FÖRDERINITIATIVEN ZUR ELEKTROMOBILITÄT: Hier werden die Förderprogramme in Österreich, Deutschland, Frankreich und auf EU-Ebene vorgestellt und zwischen technologischen Leuchttürmen und regionalen Modellregionen differenziert.
3. VERFÜGBARE ELEKTROFAHRZEUGE: Das Kapitel bietet einen Überblick über die derzeit eingesetzten Fahrzeugtypen, deren technische Spezifikationen sowie die Herausforderungen hinsichtlich ihrer Markteinführung.
4. VERGLEICH DER MODELLREGIONEN: Dies ist das Kernstück der Arbeit, in dem die Modellregionen hinsichtlich ihrer Förderquoten, Zielsetzungen, Infrastruktur, IKT-Systeme und Geschäftsmodelle detailliert gegenübergestellt werden.
5. AUSWIRKUNGEN DER ELEKTROMOBILITÄT AUF DIE ENERGIEWIRTSCHAFT UND KLIMAZIELE: Hier werden die Auswirkungen der angestrebten Fahrzeugzahlen auf den Strombedarf, die Lastspitzen und die Treibhausgasbilanz analysiert.
6. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Ergebnisse aus dem Vergleich der Modellregionen werden zusammengeführt, um strategische Erkenntnisse für die weitere Entwicklung der Elektromobilität abzuleiten.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Dieses Kapitel bietet einen kompakten Überblick über die gesamte Arbeit, die methodischen Ansätze und die zentralen Ergebnisse der Analyse.
8. VERZEICHNISSE: Dieser Abschnitt enthält das Literaturverzeichnis sowie die Verzeichnisse der Abbildungen und Tabellen der Arbeit.
9. ANHANG: Hier ist der verwendete Fragenkatalog für die Experteninterviews zur Dokumentation der methodischen Grundlage aufgeführt.
Elektromobilität, Modellregionen, Österreich, Deutschland, Förderinitiativen, Ladeinfrastruktur, Klimaschutz, Elektrofahrzeuge, IKT-Lösungen, Geschäftsmodelle, CO2-Reduktion, Systemischer Ansatz, Nutzerakzeptanz, Erneuerbare Energien, Verkehrspolitik
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Strategien, Projekte und Erfahrungen von E-Mobilitäts-Modellregionen in Österreich und Deutschland, um den Status quo der Elektromobilität zu evaluieren.
Zentrale Aspekte sind Förderinitiativen, die technische Ausstattung (Fahrzeuge und Infrastruktur), systemische Ansätze, wirtschaftliche Geschäftsmodelle sowie die politische und gesellschaftliche Akzeptanz.
Das Ziel ist eine Gegenüberstellung unterschiedlicher regionaler Ansätze, um Vor- und Nachteile aufzuzeigen und einen Überblick über den Stand der Elektromobilität in beiden Ländern zu geben.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche sowie auf strukturierten Interviews mit Projektverantwortlichen und Experten aus den analysierten Modellregionen.
Im Hauptteil werden Förderquoten, Zielsetzungen, technologische Details wie Ladeinfrastruktur und Abrechnungssysteme, sowie die sozio-politischen Hürden und wirtschaftlichen Potenziale detailliert analysiert.
E-Mobilität, Modellregionen, Klimaziele, Ladeinfrastruktur, Förderpolitik und systemische Mobilitätskonzepte sind zentrale Charakteristika.
Die IKT-Lösungen sind entscheidend für das Monitoring, die Nutzerautorisierung und die intelligente Einbindung in Energienetze (Smart Grids), wobei in den Modellregionen aktuell noch diverse Ansätze erprobt werden.
Obwohl Studien zeigen, dass die Reichweite für den Großteil der täglichen Fahrten ausreicht, stellt die „Reichweitensorge“ der Nutzer sowie die mangelnde Verfügbarkeit von Serienmodellen ein psychologisches und praktisches Hindernis dar.
Aktuell ist ohne staatliche Förderung kein Geschäftsmodell wirtschaftlich tragfähig; erste Potenziale zeigen sich jedoch im Carsharing und im gewerblichen Flottenbetrieb.
Der Autor stellt fest, dass die Modellprojekte derzeit keine messbaren, signifikanten Verbesserungen der gesamtwirtschaftlichen Klimabilanz liefern, da die angestrebten Stückzahlen im Vergleich zum Gesamtbestand noch zu gering sind.
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