Bachelorarbeit, 2011
43 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Prinzipal-Agent-Theorie in Bezug auf Vorstandsvergütung
3 VorstOG und VorstAG – Die gesetzlichen Maßnahmen in Deutschland
3.1 VorstOG
3.2 Nachhaltige Unternehmensentwicklung
3.3 Mehrjährige Bemessungsgrundlage für variable Vergütung
3.4 Üblichkeit der Vergütung
3.4.1 Horizontale Üblichkeit
3.4.2 Vertikale Üblichkeit
3.5 Begrenzungsmöglichkeit für variable Vergütung (Cap)
3.6 Nachträgliche Herabsetzung der Vorstandsbezüge
3.7 Say on Pay
3.8 Selbstbehalt bei D&O Versicherung
4 Maßnahmen in USA und im UK
4.1 Vereinigte Staaten von Amerika
4.2 Vereinigtes Königreich
5 Regelungen in Europa
5.1 Empfehlungen der Europäischen Kommission zur Vorstandsvergütung
5.2 Maßnahmen in ausgewählten europäischen Staaten
6 Der internationale Vergleich
7 Fazit
Die Arbeit untersucht, welche Maßnahmen zur Sicherstellung einer angemessenen Vorstandsvergütung in Deutschland, den USA, dem Vereinigten Königreich sowie weiteren europäischen Staaten existieren, und analysiert, wie diese im Kontext der Finanzkrise implementiert wurden, um Fehlsteuerungen durch Anreizsysteme zu korrigieren.
3.4.1 Horizontale Üblichkeit
Der horizontale Vergleich berücksichtigt die Branchen-, Größen- und Landesüblichkeit der Entlohnung. Bei letztgenannter wird Bezug auf das Aktiengesetz genommen, der Geltungsbereich bezieht sich somit auf die Vergütungsgepflogenheiten in Deutschland. Ein Problem ergibt sich hierbei daraus, dass oftmals kein vergleichbares Unternehmen in Deutschland existiert. Vergleichsunternehmen wären an dieser Stelle ausländische Konzerne, die in derselben Branche tätig sind. Zu beachten sind jedoch die Besonderheiten des jeweiligen Marktes bei dem Vergleich von international üblicher Vergütung. Das unter Umständen landesspezifisch höhere Haftungsrisiken und/oder ein höheres Entgeltniveau existieren, ist ebenfalls zu berücksichtigen. Aus diesen Gründen ist es schwierig, durch den horizontalen Vergleich, die Angemessenheit der Vergütung sicher zu stellen. Während gerade die Anschauung hinsichtlich der Vergleichbarkeit auf horizontaler Ebene bestehen bleibt, muss im Folgenden zusätzlich der konträre Blickwinkel betrachtet werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Bedeutung von Vorstandsvergütungssystemen im Zuge der Finanzkrise und erläutert die Genese des deutschen VorstAG.
2 Prinzipal-Agent-Theorie in Bezug auf Vorstandsvergütung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Interessenkonflikte zwischen Aktionären und Vorständen und die daraus resultierende Notwendigkeit effizienter Anreizsysteme.
3 VorstOG und VorstAG – Die gesetzlichen Maßnahmen in Deutschland: Hier werden die gesetzlichen Regelungen in Deutschland zur Offenlegung und Strukturierung der Vorstandsvergütung im Detail analysiert.
4 Maßnahmen in USA und im UK: Dieses Kapitel vergleicht die Vergütungsregulierung in den USA und dem Vereinigten Königreich, die als Vorreiter in diesem Rechtsgebiet gelten.
5 Regelungen in Europa: Es wird untersucht, wie die Empfehlungen der Europäischen Kommission in verschiedenen europäischen Ländern umgesetzt wurden und welche unterschiedlichen Ansätze dabei verfolgt werden.
6 Der internationale Vergleich: Dieses Kapitel stellt die verschiedenen nationalen Ansätze in einer übersichtlichen Tabelle gegenüber und vergleicht sie hinsichtlich ihrer regulatorischen Strenge.
7 Fazit: Das Fazit fasst die internationalen Trends zusammen und bewertet die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zur Sicherstellung angemessener Vorstandsbezüge kritisch.
Vorstandsvergütung, VorstAG, VorstOG, Prinzipal-Agent-Theorie, Corporate Governance, Anreizsysteme, Finanzkrise, Offenlegung, Aktienoptionen, Say on Pay, Angemessenheit, Internationaler Vergleich, Aufsichtsrat, Aktionäre, Transparenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Maßnahmen zur Sicherstellung einer angemessenen Vorstandsvergütung in verschiedenen Ländern nach der Finanzkrise.
Zentral sind die gesetzlichen Regelungen in Deutschland (VorstOG, VorstAG), die Ansätze in den USA und UK sowie die Empfehlungen der EU-Kommission.
Die Arbeit untersucht, ob international ähnliche Maßnahmen existieren, um die Angemessenheit der Vorstandsvergütung zu gewährleisten, und wie effektiv diese umgesetzt wurden.
Es handelt sich um eine rechtsvergleichende und theoretisch fundierte Analyse auf Basis der Prinzipal-Agent-Theorie und aktueller Gesetzestexte.
Im Hauptteil werden die deutschen Gesetze, die regulatorischen Unterschiede im Ausland sowie ein detaillierter internationaler Vergleich der Vergütungsmodelle erarbeitet.
Die zentralen Begriffe sind Vorstandsvergütung, Corporate Governance, Prinzipal-Agent-Theorie und Transparenz.
Sie liefert die theoretische Erklärung für die Interessenkonflikte zwischen Eigentümern und Managern, welche die Regulierung der Vergütung notwendig machen.
Während in Deutschland das Votum der Hauptversammlung zur Vergütung oft im Ermessen des Vorstandes liegt, ist die jährliche Abstimmung im Vereinigten Königreich ein fest etablierter Standard.
In Ländern wie Ungarn oder Rumänien basiert die Transparenz oft lediglich auf Soft-Law-Empfehlungen der jeweiligen Börsenkodizes und nicht auf strikten Gesetzen.
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