Bachelorarbeit, 2011
48 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1. Problemdarstellung
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Hauptteil
2.1. Die Theorie des „Demokratischen Friedens“
2.2. Die Theorie des „Demokratischen Krieges“
2.3. Spanien und dessen Haltung im Irak-Krieg
2.4. Gründe für die Unfriedlichkeit von Demokratien am Beispiel Spaniens
2.4.1. Utilitaristische Gründe
2.4.2. Institutionelle Gründe
2.4.3. Normativ – Kulturelle Gründe
3. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Gründe für das militante Außenverhalten von Demokratien gegenüber Autokratien unter besonderer Berücksichtigung der Beteiligung Spaniens am Irak-Krieg, um zu klären, ob diese Gründe mit jenen korrespondieren, die üblicherweise zur Erklärung der Friedfertigkeit von Demokratien herangezogen werden.
2.4.1. Utilitaristische Gründe
So soll sich zu Beginn diese hier vorliegende Arbeit mit jenen Utilitaristischen Gründen auseinandersetzen.
Betrachtet man sich nun jene Utilitaristische Erklärung, so stellt man fest, dass „das Kernargument auf Kants vielzitierte Friedenschrift (1977/1795) zurück (geht), in der behauptet wird, dass das bürgerliche Individuum kein Interesse an Kriegsabenteuern habe und primär an der friedlichen Wohlstandsvermehrung interessiert sei“66. Hintergrund dieser Aussage ist jener, dass ein Krieg eben auch Kosten für den Einzelnen Bürger an sich verursacht – die Sprache ist in diesem Zusammenhang sowohl von den tatsächlichen finanziellen Kosten, die jeder Bürger aufgrund von Kriegskosten zu tragen hat, aber auch die Kosten des sogenannten „höchsten Gutes“ – dem eigenen Leben, dass jeder Bürger verlieren kann, beteiligt er sich an einem Krieg oder wird unmittelbar durch diesen Krieg verwundet oder sogar getötet.67
Die logische Konsequenz daraus ist, betrachtet man jene Gegebenheit unter Utilitaristischen Gesichtspunkten, auch Regierungen meiden den Krieg68 – mit eben einer Ausnahme, dem Verteidigungskrieg.69
Zusammenfassend gehen Bürger also von zwei verschiedenen Ausgangspunkten aus: Zum einen, betrachtet man sich jene zuvor erwähnten „Kosten – Nutzen Kalküle“, die Bürger jene Kosten vermeiden wollen und zum zweiten, Regierungen im übertragenen Sinne ebenfalls jene Kosten, unter anderem aufgrund ihrer Wiederwahl, vermeiden.70
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, die Spaniens Beteiligung am Irak-Krieg in den Kontext der Theorie des Demokratischen Friedens stellt, sowie Erläuterung der Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit.
2. Hauptteil: Theoretische Auseinandersetzung mit den Theorien des Demokratischen Friedens und des Demokratischen Krieges, gefolgt von einer detaillierten Analyse der spanischen Haltung im Irak-Konflikt sowie einer Untersuchung der Gründe für die Unfriedlichkeit von Demokratien anhand utilitaristischer, institutioneller und normativ-kultureller Ansätze.
3. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse und Reflexion der Anwendung der drei Erklärungsansätze auf das Fallbeispiel Spanien sowie ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Rechtfertigung demokratischer Interventionen.
Demokratischer Frieden, Demokratischer Krieg, Spanien, Irak-Krieg, Koalition der Willigen, Jose Maria Aznar, Außenpolitik, Utilitarismus, Institutionen, Völkerrecht, Normativ-kulturelle Gründe, Imperialismus, Intervention, Schurkenstaaten, Menschenrechte
Die Arbeit untersucht das scheinbare Paradoxon, warum liberale Demokratien, die laut Theorie des „Demokratischen Friedens“ als friedfertig gelten, dennoch militärische Interventionen in Autokratien durchführen.
Die Arbeit verknüpft die Theorie des Demokratischen Friedens mit der Praxis des Demokratischen Krieges und analysiert dies am Beispiel der spezifischen Beteiligung Spaniens am Irak-Krieg unter der Regierung Aznar.
Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob die gleichen theoretischen Gründe (utilitaristisch, institutionell, normativ-kulturell), die die Friedfertigkeit von Demokratien erklären, auch die Unfriedlichkeit in bestimmten Fällen erklären können.
Es handelt sich um eine theoriegeleitete politikwissenschaftliche Analyse, die verschiedene Erklärungsstränge (utilitaristisch, institutionell, normativ-kulturell) auf ein konkretes Fallbeispiel anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Demokratischen Friedens und Krieges, die historische Darstellung der spanischen Rolle im Irak-Konflikt sowie die systematische Überprüfung der drei genannten Erklärungsansätze am Beispiel Spaniens.
Die wichtigsten Schlagworte sind Demokratischer Frieden, Demokratischer Krieg, Spanien, Irak-Krieg, Kosten-Nutzen-Kalküle, Institutionen und normative Werte.
Der Brief war ein wichtiges Signal der Unterstützung für die US-Politik im Irak durch mehrere europäische Staats- und Regierungschefs, wobei Spanien unter Aznar eine aktive Rolle einnahm.
Die Regierung Aznar legitimierte die Beteiligung primär als „humanitäre Hilfe“, während Oppositionelle, wie Zapatero, dies als aktive Kriegsbeteiligung gegen den Willen der spanischen Bevölkerung kritisierten.
Das Völkerrecht fungiert als Rahmen für das Handeln von Staaten, wobei sowohl Argumente für eine friedfertige Auslegung als auch für die Rechtfertigung militärischer Interventionen (z.B. Schutz von Menschenrechten) hergeleitet werden können.
Der Imperialismus wird als Faktor diskutiert, bei dem westliche Vorstellungen von Ordnung und Zivilisierung im Namen der Demokratie zu einer militanten Haltung gegenüber illiberalen „Anderen“ führen können.
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