Bachelorarbeit, 2009
50 Seiten, Note: 3
1. BETRIEBLICHE SOZIALPOLITIK ALS ELEMENT NACHHALTIGER SOZIALER SICHERUNGSSYSTEME
1.1. EINLEITUNG
1.2. PROBLEMATIK
1.3. FORSCHUNGSFRAGE ZIEL UND METHODIK DER ARBEIT
1.4. AUFBAU DER ARBEIT
2. BETRIEBLICHE SOZIALPOLITIK ALS ELEMENT NACHHALTIGER SOZIALER SICHERUNGSSYSTEME
2.1. BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN
2.1.1. Betriebliche Sozialpolitik
2.1.2. Betriebliche Sozialleistungen
2.2. BEGRÜNDUNG FÜR DIE EXISTENZ BETRIEBLICHER SOZIALPOLITIK UND DEREN HISTORISCHE ENTWICKLUNG
2.2.1. Geschichtliche Entwicklung
2.2.2. Zusammenhang zwischen staatlicher und betrieblicher Sozialpolitik
2.2.3. Die Rechtfertigung betrieblicher Sozialpolitik
2.3. FORMEN UND TYPOLOGISIERUNG BETRIEBLICHER SOZIALPOLITIK
2.4. AUSMAR BETRIEBLICHER SOZIALPOLITIK INNERHALB DER EU
3. DIE REICHWEITE BETRIEBLICHER SOZIALLEISTUNGEN AM BEISPIEL DER PENSIONSVORSORGE
3.1. DEFINITION DES BEGRIFFS BETRIEBLICHE PENSIONSVORSORGE
3.2. BEGRÜNDUNG EINER BETRIEBLICHEN PENSIONSVORSORGE
3.2.1 Motive und Aufgaben der betrieblichen Pensionsvorsorge
3.2.1.1. Aus der Sicht der Arbeitgeber
3.2.1.2. Aus der Sicht der Arbeitnehmer
3.2.1.3. Aus der Sicht der Gewerkschaften
3.3. DIE HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER BETRIEBLICHEN PENSIONSVORSORGE
3.4. DIE GESETZLICHE REGELUNG DER BETRIEBLICHEN ALTERSVORSORGE IN ÖSTERREICH
3.5. DURCHFÜHRUNGSFORMEN DER BETRIEBLICHEN ALTERSVORSORGE
3.5.1. Direktzusage (Pensionszusage)
3.5.2. Die Direktversicherung
3.5.3. Pensionskassen
3.5.4. Die Unterstützungskasse
4. DER BEITRAG DER BETRIEBLICHEN PENSIONSVORSORGE ZUR ALTERSSICHERUNG
4.1. SOZIALE ABSICHERUNG UNTER DEM GESICHTSPUNKT DES DREI-SÄULEN-MODELLS
4.1.1. Das Drei-Säulen-Modell in Österreich
4.1.2. Das Drei-Säulen-Modell im internationalen Vergleich
4.1.3. Der Beitrag von Betriebspensionen im Vergleich zu öffentlichen Pensionen
4.2. DIE ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG DER BETRIEBLICHEN ALTERSVORSORGE
5. CONCLUSIO
Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen betrieblicher Sozialpolitik in Österreich und der EU, um die Bedeutung betrieblicher Altersvorsorge angesichts des demografischen Wandels zu analysieren und kritisch zu reflektieren. Das primäre Ziel ist es, den Beitrag betrieblicher Leistungen zur sozialen Absicherung im Alter zu bewerten und die Motive sowie Zukunftsperspektiven der betrieblichen Pensionsvorsorge kritisch zu beleuchten.
2.2.3. Die Rechtfertigung betrieblicher Sozialpolitik
Als Hauptprobleme der betrieblichen Sozialpolitik kann man das Betriebsgeschehen oder die Arbeitsbeziehungen im Allgemeinen identifizieren. Beispiele dafür wären Fluktuationskosten, asymmetrische Informationen und spezifische Investitionen. Da ein Unternehmen nicht kostenlos den „Fleiß“ eines Arbeitnehmers überprüfen kann, kann es vorteilhaft sein, Anreizsysteme einzuführen. Somit wird der Arbeitnehmer aus Eigeninteresse dazu veranlasst, vertraglich explizite sowie implizite Aufgaben effizient zu erfüllen.
In diesem Kapitel werden diverse Ansätze aus der Arbeitsökonomie beschrieben, welche die Existenz der betrieblichen Sozialpolitik begründen sollen.
Rent-sharing und Verhandlungstheorien beschäftigen sich vorwiegend mit kollektiven Lohnverhandlungen, greifen aber auch Aspekte der Lohnbildung auf der betrieblichen Ebene auf. Nach dem Grundsatz der Tarifautonomie, sind Tarifverhandlugnen Sache der Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften. Die öffentliche Hand sitzt, wenn, nur in ihrer Eigenschaft als Arbeitgeberin am Verhandlungstisch. Häufig beziehen sich Tarifverhandlungen auch auf eine Änderung der Lohnstruktur d.h. das untere Erwerbsgruppen überproportional begünstigt werden. Neben Kompensationslösungen wie Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, darf man die freiwilligen Sozialleistungen nicht außer Acht lassen. Arbeitgeber kann die ausgehandelten Tariflöhne durch freiwillige Sozialleistungen aufstocken und diese somit nachträglich korrigieren. Mit diesem Instrument kann der Arbeitgeber die Gewerkschaft „aushebeln“ und seine Verhandlungsmacht steigern. Somit kommt man zu dem Ergeniss, dass die betriebliche Sozialpolitik ein wichtiges Verhandlungsinstrument für Arbeitgeber darstellt und sich somit begründet.
1. BETRIEBLICHE SOZIALPOLITIK ALS ELEMENT NACHHALTIGER SOZIALER SICHERUNGSSYSTEME: Einführung in die Thematik der betrieblichen Sozialpolitik vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen und der steigenden Relevanz von Altersvorsorge.
2. BETRIEBLICHE SOZIALPOLITIK ALS ELEMENT NACHHALTIGER SOZIALER SICHERUNGSSYSTEME: Erläuterung der begrifflichen Grundlagen, der historischen Entwicklung sowie der ökonomischen Rechtfertigung betrieblicher Sozialpolitik.
3. DIE REICHWEITE BETRIEBLICHER SOZIALLEISTUNGEN AM BEISPIEL DER PENSIONSVORSORGE: Analyse der Definitionen, Motive der verschiedenen Akteure sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen und Durchführungsformen betrieblicher Pensionsvorsorge.
4. DER BEITRAG DER BETRIEBLICHEN PENSIONSVORSORGE ZUR ALTERSSICHERUNG: Einordnung der betrieblichen Altersvorsorge in das Drei-Säulen-Modell und Vergleich der Wirksamkeit in verschiedenen Ländern sowie Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
5. CONCLUSIO: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und kritische Reflexion der zukünftigen Rolle der betrieblichen Altersvorsorge im Gefüge der sozialen Sicherung.
Betriebliche Sozialpolitik, Sozialleistungen, Betriebliche Altersvorsorge, Pensionsvorsorge, Drei-Säulen-Modell, Altersarmut, Arbeitgeber, Gewerkschaften, Arbeitsökonomie, Rent-sharing, Sozialversicherung, Demografischer Wandel, Betriebsrente, Pensionskassen, Soziale Sicherung
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung betrieblicher Sozialpolitik, insbesondere mit deren Beitrag zur sozialen Sicherung im Alter durch betriebliche Pensionsvorsorge.
Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Begründung betrieblicher Sozialleistungen, die Analyse der verschiedenen Stakeholder-Interessen, die Durchführungsformen der Altersvorsorge sowie das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge.
Das Ziel ist es, den Beitrag der betrieblichen Altersvorsorge zur sozialen Sicherung zu evaluieren und kritisch zu reflektieren, welche Rolle sie in einer nachhaltigen Altersvorsorgestrategie spielen kann.
Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse, in der einschlägige nationale und internationale Fachliteratur zum Thema „Betriebliche Sozialleistungen“ und „Betriebliche Altersvorsorge“ ausgewertet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der betrieblichen Sozialpolitik, die detaillierte Darstellung der betrieblichen Pensionsvorsorge (inklusive Motive und Formen) sowie die Analyse ihrer Bedeutung im Rahmen des Drei-Säulen-Modells.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind betriebliche Sozialpolitik, Altersvorsorge, Drei-Säulen-Modell, Pensionskassen, Rent-sharing und soziale Sicherheit.
Die Arbeit zeigt, dass die betriebliche Säule in Österreich derzeit eine eher untergeordnete Rolle spielt, da das System stark auf der gesetzlichen staatlichen Pension basiert, aber aufgrund demografischer Entwicklungen an Bedeutung gewinnen könnte.
Die Kritikpunkte umfassen unter anderem die Freiwilligkeit der Leistungen, die Gefahr einer Spaltung der Belegschaft in zwei Klassen und die mögliche Ersetzung öffentlicher Sozialleistungen durch betriebliche Angebote.
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