Bachelorarbeit, 2011
51 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die islamischen Grundprinzipien
2.1. Die islamische Ordnung
2.1.1. Die islamische Religion
2.1.2. Das islamische Recht
2.1.3. Das islamische Wirtschaftssystem
2.2. Prinzipien und Verbote im islamischen Bank- und Finanzwesen
2.2.1. Verbotene Handlungsweisen des Islamic Banking
2.2.2. Alternative Lösungen im Islamic Banking für shariakonforme Geschäfte
2.3. Die Entwicklung des Islamic Banking
2.4. Marktpotenziale des Islamic Banking in Europa
3. Islamische Finanzinstrumente und Indizes
3.1. Islamische Bonds
3.1.1. Aufbau und Verwendung von islamischen Bonds
3.1.2. Stichting Sachsen-Anhalt Trust
3.2. Islamische Investmentfonds
3.2.1. Screeningprozess und Entwicklung islamischer Investmentfonds
3.2.2. Traditionelle Performancemaße
3.2.3. Performance islamischer Investmentfonds am Beispiel Deutschland
3.3. Islamische Indizes
3.3.1. Islamische Aktienindizes
3.3.2. Islamische Anleihenindizes am Beispiel des Dow Jones Citigroup Sukuk Index
3.4. Finanzinstrumente und Geschäfte im Islamic Banking
4. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Prinzipien, Funktionsweisen und Marktentwicklungen des Islamic Banking. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie islamkonforme Finanzinstrumente strukturiert sind, welches Marktpotenzial sie in Europa bieten und wie sich ihre Performance im Vergleich zu konventionellen Anlageformen darstellt.
2.2.1. Verbotene Handlungsweisen des Islamic Banking
Das Islamic Banking bezeichnet die Umsetzung von Finanzierungsmethoden und ökonomischen Handlungen nach den Gegebenheiten des islamischen Rechts. Dazu müssen Produkte und Verhaltensweisen shariakonform ausgerichtet werden. Das Kapital wird zur Verbesserung des Wohlergehens der muslimischen Gemeinschaft eingesetzt. Laut der Sharia soll Vermögen nicht nur angesammelt werden, sondern es muss auch eine soziale und ökonomische Ausgeglichenheit herrschen. Ziel dabei ist, das Unternehmertum und den Tauschverkehr zu förden. Gleichwohl wird deutlich, dass die Normen der Sharia auch im Wirtschaftsleben präsent sind. Die sich ergebenden Implikationen führten dazu, dass speziell für die Muslime eigene Bankprodukte geschaffen wurden, welche der Ethik der Sharia entsprechen.
Das Finanzwesen islamischer Gesellschaften richtet sich, wie bereits betrachtet, nach anderen Gegebenheiten als konventionelle Systeme. So ist es im Islam nicht erlaubt mit Geldmitteln, neues Geld zu erwirtschaften. Aus diesem Grund stellt Geld laut Sharia auch kein Gebrauchsgut dar. Daraus folgt, dass Geld nicht Gegenstand des Handels bzw. als Fertigware verwendet werden darf, sondern lediglich als Mittel zum Tausch.
Das wesentliche Merkmal ist das Verbot des Riba. Das Riba bezeichnet das Zinsverbot oder aber auch das Verbot des Wuchers. Die Interpretation des Riba ist unterschiedlich. So gibt es islamische Juristen, die Riba lediglich als Wucherverbot sehen. Dieses wird nicht nur im Koran erwähnt, sondern ist auch im Recht westlicher Staaten zu finden. Beispielsweise ist im deutschen Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 138 Abs. 2 BGB) das Verbot gegen sittenwidriges Verhalten und Wucher zu finden. Selbst Adam Smith sprach sich bereits 1776 für ein Verbot des Wuchers aus. Allerdings ist die Auffassung der meisten Gelehrten, dass jede Art von Zins unter das Ribaverbot fällt. Ziel dabei ist, dass Kreditnehmer nicht in eine Schuldenfalle geraten und dass Kreditgeber sich nicht bereichern.
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Islamic Banking im Kontext wachsender globaler wirtschaftlicher Verflechtungen und der Bedeutung religiöser Rahmenbedingungen für Finanzsysteme.
2. Die islamischen Grundprinzipien: Erläuterung der religiösen, rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlagen, die das Islamic Banking prägen, sowie die Definition zentraler Verbote wie Riba, Gharar und Maysir.
3. Islamische Finanzinstrumente und Indizes: Detaillierte Untersuchung von Sukuk, islamischen Investmentfonds und Indizes inklusive empirischer Performancemessung und Vergleichsanalysen zu konventionellen Finanzprodukten.
4. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, die das Potenzial des Islamic Banking als Nischenprodukt im europäischen Raum hervorhebt und die Rolle der ethischen Ausrichtung bei der Finanzproduktentwicklung unterstreicht.
Islamic Banking, Sharia, Riba, Sukuk, Investmentfonds, Performancemessung, Finanzkrise, Zinsverbot, ethisches Investment, Marktpotenzial, Asset-Backed Securities, Profit and Loss Sharing, Benchmarking, Diversifikation, islamische Indizes.
Die Arbeit analysiert die Struktur und Performance des islamischen Finanzwesens (Islamic Banking) und untersucht, wie dieses konventionelle Bankinstrumente in eine mit dem islamischen Recht (Sharia) konforme Form übersetzt.
Die Schwerpunkte liegen auf den religiösen Grundprinzipien des Islam, dem Verbot von Zinsen und Spekulation sowie der praktischen Anwendung in Form von Sukuk, Aktienfonds und speziellen Finanzindizes.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie islamkonforme Finanzinstrumente funktionieren, wie sie sich im Vergleich zu konventionellen Anlagen entwickeln und welche Chancen und Risiken sich daraus für Investoren in Europa ergeben.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zur theoretischen Fundierung und quantitative Methoden zur Performancemessung, wie z.B. die Berechnung von Jensens Alpha, Sharpe-Index und Treynor-Index sowie statistische Tests auf Normalverteilung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der islamischen Wirtschaftsprinzipien, eine detaillierte Analyse von Finanzinstrumenten wie Sukuk und islamischen Fonds sowie eine empirische Untersuchung der Performance islamischer Indizes während und nach der Finanzkrise.
Zentrale Begriffe sind Islamic Banking, Sharia, Zinsverbot (Riba), Sukuk, ethische Investments sowie Performance-Kennzahlen wie Volatilität und Sharpe-Index.
Der Trust dient als zentrales Fallbeispiel für die Emission eines Sukuk in Deutschland und illustriert die praktische Umsetzung einer "Sale and Lease Back"-Struktur im Rahmen islamischer Finanzvorgaben.
Der Autor zeigt auf, dass islamkonforme Anlagen durch ihr obligatorisches Screening, welches Unternehmen mit hoher Verschuldung oder spekulativen Geschäftsmodellen ausschließt, defensive Eigenschaften aufweisen, die sich bei Markterholungen vorteilhaft auswirken.
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