Diplomarbeit, 2011
112 Seiten, Note: 1,3
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Burnout
2.1.1. Begriffsentwicklung
2.1.2. Verlauf und Symptome
2.1.3. Definition und Diagnose
2.1.4. Differentialdiagnose
2.1.5. Häufigkeit und Relevanz
2.1.6. Ätiologie und Risikofaktoren
2.2. Neuropattern™
2.2.1. Kovarianz- und Heterogenitätsproblem
2.2.2. Was ist Neuropattern™?
2.2.3. HHNA-Biomarker
2.2.4. Sympatho-adrenerge Biomarker
2.3. Fragestellung
2.3.1. Hypothesen zur Messung von Erschöpfung
2.3.2. Hypothesen der Unterscheidbarkeit von erschöpften Subgruppen
2.3.3. Hypothesen über die Unterscheidbarkeit von Depression und Erschöpfung
2.3.4. Hypothesen über Symptome erschöpfter Personen
2.3.5. Hypothesen über biologische Marker von Erschöpfung
3. Methode
3.1. Studienablauf und –design, -setting
3.1.1. Studiensetting und –ziel
3.1.2. Ablauf
3.1.3. Stichprobenbeschreibung und Aus- und Einschlusskriterien
3.1.4. Zusätzliche Stichprobe
3.2. Untersuchungsmethoden
3.2.1. Bestimmung von Cortisol im Speichel
3.2.2. Dexamethasonhemmtest
3.2.3. Herzratenvariabilitätsmessung
3.2.4. NPQ-A
3.2.5. NPQ-S
3.2.6. NPQ-P
3.2.7. PHQ-D
3.2.8. Weitere Datenerfassungen
3.3. Statistische Methoden
4. Ergebnisse
4.1. Deskriptive Beschreibung
4.1.1. Stichprobe
4.2. Datenanalyse
4.2.1. Ergebnisse zu den Erschöpfungsmaßen
4.2.2. Ergebnisse zu erschöpften Subgruppen
4.2.3. Ergebnisse zur Unterscheidbarkeit von Depression und Erschöpfung
4.2.4. Ergebnisse über Merkmale und Symptome erschöpfter Personen
4.2.5. Ergebnisse zu biologischen Merkmalen erschöpfter Personen
5. Diskussion
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, psychologische, biologische und somatische Merkmale bei erschöpften Patienten zu identifizieren, um eine differenziertere Erfassung von Burnout- und Erschöpfungszuständen jenseits grober Klassifikationen zu ermöglichen.
2.1.1. Begriffsentwicklung
Burned out, oder unüblicher: worn out, flame-out (Maslach & Schaufeli, 1993; vgl. Burisch, 2006), also sich „ausgebrannt fühlen“ umschreibt ein „Stresssyndrom“ mit den Hauptsymptomen Erschöpfung und Antriebslosigkeit, welche zu Leistungsminderung führen (Brühlmann, 2007; Cordes & Dougherty, 1993; Deutsche Agentur für Health Technology Assesment, DAHTA, 2010; Hillert & Marwitz, 2008; von Känel, 2008). Solche Symptome emotionaler und kognitiver Erschöpfung wurden historisch schon früh beschrieben und treten häufig innerhalb eines stark belastenden Umfelds auf. Begleitet wird dieser Zustand von Motivations- und Leistungsdefiziten und einer Reihe von weiteren psychischen, somatischen und zwischenmenschlichen Beschwerden (vgl. Burisch, 2006; von Känel, 2008). Erhart und Meyer (1997) verweisen in diesem Zusammenhang auf den Begriff „Nervosität“.
Mit diesem soll bereits im 18. / 19. Jahrhundert eine mit Burnout vergleichbare Erscheinungsform bezeichnet worden sein und auch hier gingen gestiegenen gesellschaftliche Anforderungen voran. Gleichzeitig wurde der Begriff „Burnout“ umgangssprachlich wohl etwa ab 1900 mit der Bedeutung „Überarbeitung und früher Tod“ verstanden (Enzmann & Kleiber, 1990; zitiert nach Albrecht, ohne Zeitangabe; vgl. Burisch, 2006). Im wissenschaftlichen Kontext wurde Burnout vermutlich jedoch erstmals 1974 von dem deutsch-amerikanischen Psychoanalytiker Herbert J. Freudenberger verwendet. In Fallstudien beschrieb er, wie zunächst engagierte Mitarbeiter aus sozial-helfenden Berufen zunehmend erschöpft und reizbar gegenüber ihren Klienten wurden und unter körperlichen Symptomen litten (Freudenberger, 1974).
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz des Burnout-Phänomens und Begründung der Notwendigkeit einer differenzierten, biopsychologischen Erforschung des Themas.
2. Theoretische Grundlagen: Darstellung des Burnout-Konzepts, der Entstehung und Symptomatik sowie Einführung in die Neuropattern™-Diagnostik als Basis für die empirische Fragestellung.
3. Methode: Beschreibung des Studiendesigns, der Stichprobenrekrutierung in Rehabilitations- und Hausarztpraxen sowie der angewandten diagnostischen Verfahren (Cortisol, EKG, Fragebögen).
4. Ergebnisse: Deskriptive Analyse der Stichproben und statistische Auswertung der Korrelationen zwischen Erschöpfungsmaßen und psychobiologischen Markern.
5. Diskussion: Interpretation der Befunde im Kontext bestehender Literatur, kritische Würdigung der Methodik und Ausblick auf zukünftige diagnostische Ansätze.
Burnout, Erschöpfung, Neuropattern™, Cortisol, Herzratenvariabilität, Stress, Stressdiagnostik, Depression, Psychobiologie, Symptomatik, Arbeitsbelastung, Lebensereignisse, HHNA-Achse, Differentialdiagnose, Prävention.
Die Arbeit untersucht psychologische, biologische und somatische Merkmale von Patienten mit Erschöpfungszuständen und Burnout, um diese differenzierter erfassen und diagnostizieren zu können.
Die Arbeit fokussiert auf die Messung von Erschöpfung, die Abgrenzung zur Depression sowie die Anwendung der Neuropattern™-Diagnostik zur Untersuchung von Belastungsfolgen.
Das primäre Ziel ist es, erschöpfte Patienten individualspezifisch zu betrachten und feinstufige diagnostische Kriterien zu entwickeln, anstatt sie nur groben Krankheitskonstrukten zuzuordnen.
Es wird eine Kombination aus psychometrischen Fragebögen (NPQ, PHQ), physiologischen Messungen (Herzratenvariabilität) und endokrinologischen Verfahren (Speichel-Cortisol, Dexamethasonhemmtest) genutzt.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zum Burnout-Konzept und zur Neuropattern™-Diagnostik, die detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise sowie die statistische Auswertung und Diskussion der empirischen Daten.
Burnout, Erschöpfung, Neuropattern™, Stress, Cortisol, Herzratenvariabilität und Depression.
Die Herzratenvariabilität dient als Indikator für das autonom-nervöse Regulationsniveau, um die parasympathische und sympathische Aktivität der Probanden bei Erschöpfungszuständen zu analysieren.
Anstatt sich auf klassische Fragebögen wie das MBI zu verlassen, integriert diese Arbeit multidimensionale biologische und physiologische Daten zur individuellen Profilerstellung.
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