Bachelorarbeit, 2011
108 Seiten, Note: 1,3
1 Thematische Einführung und Problemstellung
2 Der demografische Wandel in der Arbeitswelt
3 Ausmaß und Entwicklung der Langzeiterkrankungen in der erwerbstätigen Bevölkerung zwischen 2005-2010
3.1 Ursachen für Langzeiterkrankungen von älteren Arbeitnehmern
3.2 Langzeiterkrankungen im Baugewerbe
3.3 Betriebswirtschaftliche Folgen von Langzeiterkrankungen im Unternehmen
4 Das betriebliche Eingliederungsmanagement
4.1 Die betriebliche Umsetzung des Eingliederungsmanagements
4.2 Die rechtlichen Rahmenbedingungen des BEM auf Unternehmensebene
4.3 Evaluation des BEM
5 Zusammenfassung und Ausblick
6 Summary
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) gemäß § 84 Abs. 2 SGB IX geeignet ist, die Arbeitsfähigkeit von langzeiterkrankten Arbeitnehmern vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zu erhalten. Dabei wird analysiert, welche Ursachen zu Langzeiterkrankungen führen und wie sich diese insbesondere in physisch belastenden Branchen wie dem Baugewerbe auswirken, um darauf aufbauend die Wirksamkeit und die rechtlichen Rahmenbedingungen des BEM kritisch zu beleuchten.
3.1 Ursachen für Langzeiterkrankungen von älteren Arbeitnehmern
Im Zuge der im letzten Kapitel gewonnenen Erkenntnisse wirft sich die Frage auf, warum gerade ältere Arbeitnehmer von Langzeitarbeitsunfähigkeit besonders stark betroffen sind.
Langzeiterkrankungen treten laut einer Studie mit besonderer Häufung infolge von Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems, des Kreislaufs, der Psyche und von Verletzungen/Vergiftungen auf. Deshalb erscheint es als sinnvoll, die Krankheitsursachen älterer Erwerbstätige und deren Hintergründe zu untersuchen.
Wie auch schon in der altersgruppenbezogenen Evaluierung der Langzeiterkrankungen, wird es von der AOK versäumt, die Krankheitsursachen von Langzeit-AU nach Altersgruppen auszuwerten. Dahingehend muss erneut auf Erhebungen zurückgegriffen werden, die ausschließlich die altersabhängigen Ursachen des Gesamt-Krankenstands ergründen.
In der Abbildung 9 ist nun die Verteilung der Krankheitsursachen von älteren Arbeitnehmern dargestellt. Aus Übersichtlichkeitsgründen wird hier der Mittelwert aller AOK-Erhebungen aus den Jahren 2005, 2007 und 2009 herangezogen. Demnach werden 40% aller Fehlzeiten von Erkrankungen im Muskel-Skelett-System verursacht. Herz-Kreislauf Erkrankungen (16%) und Verletzungen sowie Erkrankungen der Atemwege (jeweils mit 13%) sind ebenfalls im erhöhten Maße für Ausfälle verantwortlich. Schlusslicht bilden die Krankheitsarten Psyche (11%) und Verdauung mit 7% (vgl. Abbildung 9).
1 Thematische Einführung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des demografischen Wandels und die daraus resultierende Notwendigkeit der Gesundheitsprävention in Unternehmen ein und definiert den Untersuchungsgegenstand BEM.
2 Der demografische Wandel in der Arbeitswelt: Das Kapitel erläutert die demografischen Prozesse wie Geburtenrückgang und steigende Lebenserwartung, die zu einer Verschiebung der Altersstruktur in der Erwerbsbevölkerung führen.
3 Ausmaß und Entwicklung der Langzeiterkrankungen in der erwerbstätigen Bevölkerung zwischen 2005-2010: Hier werden statistische Daten zu Langzeiterkrankungen ausgewertet und der Zusammenhang zwischen Alter, Belastung und Fehlzeiten untersucht.
3.1 Ursachen für Langzeiterkrankungen von älteren Arbeitnehmern: Dieser Abschnitt analysiert spezifische Krankheitsursachen, wobei Muskel-Skelett-Erkrankungen als Hauptfaktor bei älteren Arbeitnehmern identifiziert werden.
3.2 Langzeiterkrankungen im Baugewerbe: Dieses Kapitel betrachtet branchenspezifische Belastungen im Baugewerbe und vergleicht diese mit anderen Tätigkeitsfeldern wie dem Ingenieurwesen.
3.3 Betriebswirtschaftliche Folgen von Langzeiterkrankungen im Unternehmen: Hier werden die ökonomischen Auswirkungen wie Produktionsausfälle und Kosten durch Entgeltfortzahlung erörtert.
4 Das betriebliche Eingliederungsmanagement: Das Kapitel führt in das BEM als gesetzliches Instrument zur Wiedereingliederung ein und erläutert dessen Einordnung in das betriebliche Gesundheitsmanagement.
4.1 Die betriebliche Umsetzung des Eingliederungsmanagements: Dieser Teil beschreibt die Akteure im BEM-Prozess und die praktischen Anforderungen an eine erfolgreiche Umsetzung im Unternehmen.
4.2 Die rechtlichen Rahmenbedingungen des BEM auf Unternehmensebene: Hier werden die gesetzlichen Pflichten von Arbeitgebern und die Rechte der Arbeitnehmer sowie die datenschutzrechtlichen Vorgaben beleuchtet.
4.3 Evaluation des BEM: Abschließend werden Kriterien zur Erfolgsmessung des BEM anhand von Studienergebnissen bewertet und diskutiert.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel resümiert die Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit ganzheitlicher Gesundheitsstrategien in Unternehmen.
6 Summary: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit in englischer Sprache.
Betriebliches Eingliederungsmanagement, BEM, demografischer Wandel, Langzeiterkrankungen, Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsbelastung, Baugewerbe, Gesundheitsmanagement, Altersstruktur, Prävention, berufliche Teilhabe, Fehlzeiten, Rehabilitation, Personalführung, Arbeitsschutz.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) als Instrument zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitern angesichts des demografischen Wandels.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse demografischer Veränderungen, den Ursachen und Folgen von Langzeiterkrankungen in der Erwerbsbevölkerung sowie der praktischen und rechtlichen Ausgestaltung des BEM.
Ziel ist es zu untersuchen, ob das BEM ein geeignetes Instrument darstellt, um langzeiterkrankte Arbeitnehmer erfolgreich wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern und somit die Beschäftigungsfähigkeit zu sichern.
Die Arbeit basiert primär auf der Auswertung vorhandener Fachliteratur, aktueller Studien, statistischer Erhebungen der Krankenversicherungen und relevanter gesetzlicher Bestimmungen.
Der Hauptteil analysiert die demografische Entwicklung, die spezifischen Krankheitsursachen in verschiedenen Altersgruppen sowie die Belastungsprofile von Berufen im Baugewerbe im Vergleich zu Ingenieuren, gefolgt von einer detaillierten BEM-Prozessbeschreibung.
Zentrale Begriffe sind Betriebliches Eingliederungsmanagement, demografischer Wandel, Langzeiterkrankungen, Arbeitsbelastung und Prävention.
Das Baugewerbe dient als Fallbeispiel, da es aufgrund hoher körperlicher Belastungen signifikant höhere Langzeiterkrankungsraten aufweist und somit die Dringlichkeit präventiver Maßnahmen besonders verdeutlicht.
Da das BEM mit hochsensiblen Gesundheitsdaten arbeitet, ist die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften (BDSG) entscheidend, um Vertrauen zu schaffen und das Gelingen des Wiedereingliederungsprozesses zu gewährleisten.
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