Masterarbeit, 2011
95 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Argumentationsgang
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Begriffliche Abgrenzung
2.1.1. Kostenremanenz
2.1.2. Kosten
2.1.3. Remanenz
2.1.4. Opportunismus
2.1.5. Kostenverlauf
3. Überblick über die Sticky Cost Hypothese
3.1. Das traditionelle Konzept der Kostentheorie
3.2. Ursprung und Entwicklung des Begriffs Sticky Cost
3.2.1. Ursachen von Sticky Costs
3.2.1.1. Objektive Ursachen
3.2.2. Gründe für die Entstehung von Sticky Costs
3.2.2.1. Objektive Gründe
3.2.2.2. Subjektive Gründe
3.3. Klassifikation von Sticky Costs
4. Vergleichende Analyse empirischer Arbeiten aus einer übergeordneten Sichtweise
4.1. Recherchemethode
4.2. Sticky Costs im Allgemeinen
4.3. Qualitativer Vergleich wissenschaftlicher Arbeiten
4.3.1. Kosten vs. Nutzen
4.3.2. Opportunismus
4.3.3. Optimismus
4.3.4. SG&A Ratio
4.4. Quantitativer Vergleich der empirischen Arbeiten
4.4.1. Unvermeidbare Sticky Costs
4.4.2. Intendierte und begründbare Sticky Costs
4.4.3. Intendierte und nicht begründbare Sticky Costs
4.4.4. Unternehmerisch nicht intendierte Sticky Costs
4.5. Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion der Problemstellung
5. Conclusio
6. Literaturverzeichnis
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Einflussfaktoren auf asymmetrisches Kostenverhalten (Sticky Costs) zu identifizieren und zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob primär managementbezogene Faktoren (Opportunismus, Optimismus) oder strukturelle/natürliche Gegebenheiten (Fixkosten, Arbeitsmarkt) für das Entstehen von Kostenremanenzen verantwortlich sind.
3.2. Ursprung und Entwicklung des Begriffs Sticky Cost
Wie bereits im definitorischen Kapitel erwähnt, ist das Phänomen der Kostenremanenz oder der Sticky Cost Hypothese kein neues. Die damalige Errungenschaft lag darin, dass die auf Schmalenbach zurückgehende Unterteilung der Kosten (proportional, fix, progressiv und proportional) von Brasch mit seiner „Hystereseschleife“ der Kosten in Frage gestellt wurde. Die nachfolgenden Beiträge vertieften die Materie nur geringfügig, aber verfestigten den Begriff im Bewusstsein der deutschen Literatur. In der Nachkriegszeit befassten sich die beiden Dissertationen von Zechner und Albustin eingehend mit dem Thema, wobei Zechner die Auswirkung der Kostenremanenz auf die Betriebselastizität untersuchte und Albustin eine Ursachen-Wirkungsanalyse zwischen Kostenremanenz und Rechnungswesen durchführte. Schweitzer und Küpper (1970) verglichen die Kostenentwicklung nicht mehr alleine mit der Beschäftigung, sondern zogen auch andere Kostenbeeinflussungsfaktoren heran. Trotz Kritik der Autoren am Modell von Heinen waren nennenswerte Fortschritte nicht zu verzeichnen und lieferten höchstens Denkanstöße für weitere Überlegungen.
In neuester Zeit waren es Anderson et al. (2003), welche die Denkanstöße von Schweitzer und Küpper vertieften, indem sie als Haupteinflussfaktor für die asymmetrische Kostenanpassung den Opportunismus von Managern sehen. Es wird argumentiert, dass bei einem Umsatzrückgang der Manager vor der Wahl steht, die bestehenden Kosten abzubauen oder aufrechtzuerhalten. Da er nicht weiß, ob der Trend nur kurzfristig oder längerfristig ist, wartet er ab, bis nähere Gewissheit über die zukünftige Entwicklung besteht. In dieser Wartezeit fallen Opportunitätskosten für das nicht Ausnutzen vorhandener Kapazitäten an, welche gegen die Transaktionskosten für die Aufkündigung bestehender Verträge abgewogen werden müssen. Neben diesen direkten Kosten entstehen auch indirekte Kosten, wie z.B. organisatorische Kosten durch den Verlust von Moral, wenn befreundete Mitarbeiter gekündigt werden. Außerdem findet auch eine Erosion des Humankapitals statt, da Teamarbeit zerstört wird. Der vorhandene Opportunismus kann Sticky Costs auch durch persönliche Erwägung einleiten, da der Manager seinen eigenen Nutzen maximieren möchte. Als Beispiel könnte genannt werden, dass der Manager keinen Statusverlust durch Kündigung befreundeter Mitarbeitern erleiden möchte.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung des Wertmaximierungsziels von Managern unter Unsicherheit ein und erläutert die Relevanz der "Sticky Cost"-Thematik.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert und grenzt die zentralen Begriffe wie Kostenremanenz, Opportunismus und Kostenverläufe ab, um eine Basis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3. Überblick über die Sticky Cost Hypothese: Es erfolgt eine Herleitung des Begriffs Sticky Cost aus der traditionellen Kostentheorie und eine detaillierte Klassifizierung der Ursachen und Gründe für Kostenremanenzen.
4. Vergleichende Analyse empirischer Arbeiten aus einer übergeordneten Sichtweise: Den Schwerpunkt der Arbeit bildend, werden diverse empirische Studien analysiert, methodisch verglichen und hinsichtlich ihrer Ergebnisse zu Sticky Costs bewertet.
5. Conclusio: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, das Verständnis von Sticky Costs für Entscheidungsträger zu schärfen.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Beiträge.
Sticky Costs, Kostenremanenz, Kostenverhalten, Manager-Opportunismus, Betriebswirtschaft, Unternehmensrechnung, Controlling, Kosten-Nutzen-Analyse, Agency-Theorie, Kapazitätsauslastung, Kostenanpassung, Unternehmenswertmaximierung, empirische Forschung, Anlagenintensität, Arbeitsmarkt.
Die Arbeit untersucht das Phänomen des asymmetrischen Kostenverhaltens ("Sticky Costs"), bei dem Kosten bei sinkender Beschäftigung langsamer abgebaut werden als sie bei steigender Beschäftigung aufgebaut wurden.
Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Einbettung von Kostenremanenzen, der Einfluss von Managerentscheidungen (Opportunismus, Optimismus) sowie die Wirkung von strukturellen Faktoren wie Anlagenintensität und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Das Hauptziel ist die Klärung der Frage, ob vor allem managementbezogene Faktoren (wie der Opportunismus des Managers) oder strukturelle bzw. natürliche Gegebenheiten das asymmetrische Kostenverhalten am stärksten beeinflussen.
Der Autor führt eine vergleichende Analyse verschiedener empirischer Arbeiten durch, katalogisiert diese nach Kriterien und leitet daraus Gemeinsamkeiten, Unterschiede und allgemeine Erkenntnisse ab.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick zur Entstehung des Begriffs und eine umfangreiche vergleichende Analyse empirischer Studien, unterteilt in verschiedene Kategorien von Sticky Costs (unvermeidbar, intendiert, nicht intendiert).
Die zentralen Begriffe sind Sticky Costs, Kostenremanenz, Manager-Opportunismus, Kostenmanagement, Agency-Theorie und empirische Analysen.
Der Free Cash Flow dient den untersuchten Studien als Proxy für Agency-Probleme; ein hoher Cash Flow korreliert mit stärkerem opportunistischem Verhalten und damit ausgeprägteren Sticky Costs.
Eine effektive Corporate Governance kann opportunistisches Verhalten minimieren und den Abbau von Kosten bei sinkenden Erlösen beschleunigen, wodurch der Sticky-Cost-Effekt abgeschwächt wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

