Bachelorarbeit, 2011
73 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Frage, wie der Umgang mit homosexuellen Beschäftigten in Einrichtungen der katholischen Kirche in Deutschland gestaltet ist. Die Arbeit analysiert die rechtliche Situation, die sich aus dem Spannungsfeld zwischen dem kirchlichen Selbstbestimmungsrecht und dem allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ergibt. Dabei werden die Erfahrungen homosexueller Menschen in der Kirche und die Auswirkungen der kirchlichen Einstellung auf ihre berufliche und private Lebensgestaltung beleuchtet.
Die Arbeit beginnt mit einer Darstellung der Bedeutung der katholischen Kirche als Arbeitgeber im Sozialbereich und einer Analyse der Mitgliederzahlen. Anschließend wird der Begriff Homosexualität erläutert und die historische Entwicklung der gesellschaftlichen und rechtlichen Situation in Deutschland beleuchtet.
Im Anschluss wird die Einstellung der katholischen Kirche zum Thema Homosexualität anhand der Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls und der biblischen Aussagen analysiert. Die Arbeit beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Staat und Kirche und die rechtlichen Grundlagen für die Arbeitsverhältnisse in kirchlichen Einrichtungen.
Anhand von zwei Fallbeispielen wird der Umgang der katholischen Kirche mit Loyalitätsverstößen veranschaulicht. Der Fall Kolpingwerk verdeutlicht die rechtliche Situation eines homosexuellen Sozialpädagogen, der aufgrund seiner sexuellen Orientierung gekündigt wurde. Der Fall Bernd Schüth zeigt die Auswirkungen der kirchlichen Einstellung auf die Lebensgestaltung eines Chorleiters, der nach seiner Scheidung wieder heiratete.
Die Arbeit setzt sich mit dem Schutz vor Diskriminierung auseinander und beleuchtet die Rolle des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und die Grenzen des Diskriminierungsschutzes in kirchlichen Einrichtungen.
Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die Erfahrungen homosexueller Menschen in der Kirche anhand von Interviewstudien und einem Erfahrungsbericht beleuchtet. Die Arbeit endet mit einem Ausblick auf die Zukunft und die Bedeutung der Anpassung der katholischen Kirche an die gesellschaftlichen Entwicklungen.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Umgang mit homosexuellen Beschäftigten, die katholische Kirche als Arbeitgeber, die Grundordnung des kirchlichen Dienstes, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das kirchliche Selbstbestimmungsrecht, Diskriminierungserfahrungen, Loyalitätsverstöße, die rechtliche Situation von Homosexuellen in der Kirche und die Auswirkungen der kirchlichen Einstellung auf die Lebensgestaltung homosexueller Menschen.
Die Kirche stellt besondere Anforderungen an die Lebensführung ihrer Mitarbeiter. Homosexualität wird oft als Verstoß gegen die Loyalitätspflichten gewertet, was in der Vergangenheit häufig zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen geführt hat.
Dies ist das zentrale Regelwerk für Arbeitsverhältnisse in der katholischen Kirche. Es legt fest, welche Loyalitätserwartungen das kirchliche Selbstverständnis an alle Mitarbeiter stellt.
Grundsätzlich ja, jedoch genießt die Kirche ein verfassungsrechtlich verankertes Selbstbestimmungsrecht, das es ihr erlaubt, unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen vom Diskriminierungsverbot zu machen.
Der Fall des Chorleiters Bernd Schüth, der nach seiner Wiederheirat entlassen wurde, landete vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Er ist ein wichtiges Beispiel für die Grenzen kirchlicher Loyalitätsforderungen.
Die Caritas ist einer der größten Arbeitgeber im sozialen Bereich in Deutschland. Für ihre Mitarbeiter gelten die Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR), die eng an die moralischen Vorstellungen der Kirche gebunden sind.
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