Magisterarbeit, 2011
170 Seiten, Note: 2,00
1. Einleitung
2. Forschungsstand
2.1. Zusammenfassung
3. Forschungsfrage und Methode
4. Biografie von Christian Boltanski
5. Begriffserklärungen/ -definitionen
5.1. Vanitas
5.1.1. Verlauf der Entwicklung
5.1.2. Die Verbindung zum Totentanz
5.2. Memento mori
5.2.1. Verlauf der Entwicklung
5.2.2. Die Verbindung zum Totentanz
5.3. Danse macabre
5.3.1. Verlauf der Entwicklung
5.3.2. Die Verbindung zum Totentanz
5.4. Weitere Begriffe
5.4.1. Ars moriendi
5.4.2. Contemptus mundi
5.5. Zusammenfassung
6. Werkbeschreibung von „Vanitas“
6.1. Auftraggeber
6.2. Ort der Installation
6.3. Entstehung von „Vanitas“
6.4. Beschreibung der einzelnen Elemente
6.4.1. Die Kupferblechfiguren
6.4.2. Die Lichtprojektion
6.4.3. Die Zeitansage
6.4.4. Weitere Elemente in der Krypta
6.4.4.1. Sitzbänke
6.4.4.2. Fenster
6.5. Veränderungen am Werk
6.6. Zusammenfassung
7. Vergleich von „Vanitas“ mit früheren Werken
7.1. Les Ombres und Théâtre d’Ombre
7.1.1. Vergleich mit „Vanitas“
7.2. Leçons de Ténèbres
7.2.1. Vergleich mit „Vanitas“
7.3. Les Bougies
7.3.1. Vergleich mit „Vanitas“
7.4. White Shadows
7.4.1. Vergleich mit „Vanitas“
7.5. Advento
7.5.1. Vergleich mit „Vanitas“
7.6. Horloge parlante
7.6.1. Vergleich mit „Vanitas“
7.7. Les ombres bougies, TOT
7.7.1. Vergleich mit „Vanitas“
7.8. Vanitas-Druck
7.8.1. Vergleich mit „Vanitas“
7.9. Zusammenfassung
8. Der mittelalterliche monumentale Totentanz im Vergleich zu „Vanitas“
8.1. Monumentaler Totentanz
8.1.1. Standortfest
8.1.2. Großformatig
8.1.3. Öffentlicher oder halböffentlicher Raum
8.2. Grundelemente
8.2.1. Der Tod
8.2.1.1. Die Darstellung des Todes im mittelalterlichen Totentanz
8.2.1.1.1. Das Skelett
8.2.1.1.2. Die Sense
8.2.1.1.3. Der Spielmann
8.2.1.2. Die Darstellung des Todes in „Vanitas“
8.2.2. Der Tanz
8.2.2.1. Der Tanz als Element von „Vanitas“
8.2.3. Die Ständerevue
8.2.3.1. Die Rangordnung in „Vanitas“
8.2.4. Die Predigt
8.2.4.1. Die Predigt in „Vanitas“
8.2.5. Die Verbindung von Versen und Bildern
8.2.5.1. Die fehlenden Verse bei „Vanitas“
8.3. Orte der Totentänze
8.3.1. Die Krypta als Ort für einen Totentanz
8.4. Zusammenfassung
9. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Installation „Vanitas“ von Christian Boltanski in der Konradinischen Krypta des Salzburger Doms und setzt sie in einen wissenschaftlichen Vergleich mit der Gattung des mittelalterlichen monumentalen Totentanzes. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der formalen und inhaltlichen Einordnung der Arbeit im Schaffen Boltanskis sowie der Überprüfung seiner eigenen Aussage, bei der Installation handle es sich um einen „modernen Totentanz“.
6.4.1. Die Kupferblechfiguren
Christian Boltanski hat die zwölf Figuren mit einer Nagelschere aus dünnem Kupferblech ausgeschnitten, teilweise mit schwarzem Isolierband zusammengeheftet und mit dünnen Metallstäben an den Winkeln befestigt. Obwohl keine Reihenfolge der Figuren zu erkennen ist, beginne ich die Beschreibung bei der Figur ganz links an der Wand.
1. Figur
Die erste Figur (Abb. 40) ist eine Art Skelett, das in der linken Hand eine Hacke hält. Der Oberkörper besteht aus Zacken, die links und rechts zur Seite abstehen. Im Profil erkennt man, dass es sich dabei nicht um ein durchgehendes Element handelt, sondern dass die kleinen Folienzacken einen Teil der „Rippen“ bilden, die mit einem schwarzen Isolierband an der „Wirbelsäule“ befestigt und etwas nach vorne gebogen sind. Aus der Position des Betrachters ist die Art der Befestigung jedoch nicht zu erkennen und auch die Schatten-Silhouette gibt naturgemäß keinen Aufschluss darüber. Die Figur steht breitbeinig und besitzt lange, dünne Extremitäten ohne Gelenke. Das aus drei ausgeschnittenen Löchern bestehende „Gesicht“ verwandelt sich als Schatten an der Wand zu einem Totenkopf.
1. Einleitung: Vorstellung des Anlasses der Installation in der Konradinischen Krypta und Definition des Themas als Vergleich zwischen Boltanskis „Vanitas“ und mittelalterlichen Totentanzdarstellungen.
2. Forschungsstand: Umfassender Überblick über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Totentanz seit dem 19. Jahrhundert sowie die Rezeption des Werks von Christian Boltanski.
3. Forschungsfrage und Methode: Formulierung der zentralen Aufgabe, Boltanskis „Vanitas“ formal und inhaltlich als monumentalen Totentanz zu prüfen und eine Lücke in der bisherigen Forschung zu schließen.
4. Biografie von Christian Boltanski: Biografische Skizze des Künstlers, die seine Auseinandersetzung mit Kindheit, Identität, dem Holocaust und religiösen Symbolen beleuchtet.
5. Begriffserklärungen/ -definitionen: Definition und Abgrenzung zentraler Begriffe wie Vanitas, Memento mori, Danse macabre, Ars moriendi und Contemptus mundi für das Verständnis der Arbeit.
6. Werkbeschreibung von „Vanitas“: Detaillierte Beschreibung der drei Hauptelemente (Figuren, Licht, Ton) sowie des Entstehungsprozesses und der räumlichen Einbettung in der Krypta.
7. Vergleich von „Vanitas“ mit früheren Werken: Systematische Gegenüberstellung der Installation mit vorangegangenen Arbeiten Boltanskis, wie dem Schattentheater, um Kontinuitäten in seinem Schaffen aufzuzeigen.
8. Der mittelalterliche monumentale Totentanz im Vergleich zu „Vanitas“: Prüfung von „Vanitas“ anhand der formalen Kriterien eines Totentanzes (Standortfestigkeit, Tanzmotiv, Ständerevue, Mahncharakter).
9. Resümee: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Einordnung von „Vanitas“ in Boltanskis Gesamtwerk als religiös motivierte, aber zeitgenössische Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit.
Christian Boltanski, Vanitas, Totentanz, Monumentaler Totentanz, Krypta, Schattenkunst, Memento mori, Danse macabre, Vergänglichkeit, Zeitansage, Kunstprojekt Salzburg, Spurensicherung, Reliquien, Sakraler Raum, Moderne Kunst.
Die Arbeit untersucht die Installation „Vanitas“ von Christian Boltanski, die 2009 in der Konradinischen Krypta im Salzburger Dom entstand, und prüft sie auf ihre formalen und inhaltlichen Verbindungen zum mittelalterlichen Totentanz.
Die Schwerpunkte liegen auf der kunsthistorischen Einordnung der Installation, der Analyse des Konzepts von Vanitas im Werk Boltanskis sowie dem systematischen Vergleich mit historischen Totentanzdarstellungen.
Ziel ist es zu ergründen, ob Boltanskis Installation „Vanitas“ die Merkmale eines monumentalen Totentanzes erfüllt und inwiefern der Künstler hierbei auf etablierte religiöse und kunstgeschichtliche Konzepte zurückgreift.
Die Autorin nutzt eine Werkanalyse, gleicht die Installation mit vorangegangenen Werken Boltanskis ab und legt einen Kriterienkatalog für monumentale Totentänze an, um die Installation wissenschaftlich zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Werkbeschreibung, einen umfassenden Vergleich mit früheren Schatteninstallationen des Künstlers und eine theoretische Gegenüberstellung mit dem mittelalterlichen Totentanzmotiv.
Die wichtigsten Schlagworte sind Boltanski, Vanitas, Totentanz, Krypta, Memento mori, Vergänglichkeit und sakraler Raum.
Ja, die Analyse zeigt, dass Boltanskis „Vanitas“ viele formale Kriterien erfüllt – wie Standortfestigkeit, Großformatigkeit, das Tanzmotiv und die memento-mori-hafte Mahnung –, auch wenn die klassische Ständerevue in der heutigen Gesellschaft eine modernisierte, individuelle Form angenommen hat.
Die Zeitansage ist ein zentrales, akustisches Element, das den Betrachter permanent an das unerbittliche Verstreichen der Zeit und den eigenen Tod erinnert und somit die mahnende Funktion des „Memento mori“ verstärkt.
Boltanski sieht sich selbst weniger als Sammler, sondern als Künstler, der das Prinzip der Reinkarnation liebt. Er verwendet Elemente aus früheren Werken, um sie in neuen Kontexten erneut zu inszenieren und ihre Bedeutung zu hinterfragen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

