Fachbuch, 2011
85 Seiten
Der Beringia-Höhlenlöwe oder Ostsibirische Höhlenlöwe Panthera leo vereshchagini Seite 15
Höhlenlöwen in der Kunst der Eiszeit Seite 41
Löwen der Gegenwart Seite 59
Dieses Taschenbuch widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung des Beringia-Höhlenlöwen (Panthera leo vereshchagini), einer erst im Jahr 2001 als Unterart anerkannten Raubkatze aus dem Eiszeitalter. Das primäre Ziel ist es, die Verbreitung, Biologie und die besondere Rolle dieser Raubkatze in der eiszeitlichen Umwelt von Nordostasien bis Nordamerika zu beleuchten sowie ihre Darstellung in der prähistorischen Kunst und ihre biologischen Unterschiede zu heutigen Löwenpopulationen darzustellen.
Der Beringia-Höhlenlöwe oder Ostsibirische Höhlenlöwe Panthera leo vereshchagini
In Nordostasien und auf Beringia existierte im Eiszeitalter vor etwa 40.000 bis 10.000 Jahren der Beringia-Höhlenlöwe (Panthera leo vereshchagini), der erst 2001 von den russischen Forschern Gennady F. Baryshnikov und Gennady Boeskorov beschrieben und somit der Fachwelt bekannt wurde. Diese Löwenunterart wird auch als Ostsibirischer Höhlenlöwe bezeichnet.
Baryshnikov leitet das „Faunas Department“ am „Zoological Institute of Russian Academy of Sciences“ in St. Petersburg und ist Spezalist für Säugetiere aus dem Quartär (etwa 2,3 Millionen Jahre bis heute). Boeskorov wirkt am „Mammoth Museum of the Institute of Applied Ecology of the Academy of Sciences of The Sakha Republic (Yakutia)“ in Jakutsk.
Untersuchungen von Schädeln und Oberkiefern dieser eiszeitlichen Großkatze zeigten, dass es sich um eine bisher unbekannte Unterart handelt, die sich von anderen prähistorischen Löwen unterscheidet. Bereits 1985 waren dem finnischen Paläontologen Björn Kurtén (1924–1988) Unterschiede zwischen den Beringia-Höhlenlöwen und anderen Unterarten der Höhlenlöwen aufgefallen.
Die Aufstellung der neuen Höhlenlöwen-Unterart Panthera leo vereshchagini findet in der Fachwelt aber nicht nur Gegenliebe. Nach Ansicht des kanadischen Paläontologen Charles Richard (Dick) Harington aus Ottawa gehören die Höhlenlöwen aus Kanada und Alaska der Unterart Panthera leo spelaea an. Er sagt: „I think that the name Panthera leo vereshchagini is a case of taxonomic ,splitting‘“.
Der Beringia-Höhlenlöwe oder Ostsibirische Höhlenlöwe Panthera leo vereshchagini: Dieses Kapitel erläutert die Entdeckung und wissenschaftliche Einordnung des Panthera leo vereshchagini sowie die geografische Verbreitung über die Landbrücke Beringia.
Höhlenlöwen in der Kunst der Eiszeit: Hier wird die Bedeutung des Höhlenlöwen in der Gedankenwelt eiszeitlicher Jäger und Sammler untersucht, illustriert durch Darstellungen in Höhlen wie der Chauvet-Höhle oder dem „Löwenmenschen“ aus dem Lonetal.
Löwen der Gegenwart: Dieses abschließende Kapitel liefert einen systematischen Überblick über den modernen Löwen (Panthera leo), dessen Lebensweise, Sozialstruktur und Unterarten.
Beringia-Höhlenlöwe, Panthera leo vereshchagini, Eiszeitalter, Paläontologie, Nordostasien, Beringia, Landbrücke, Höhlenmalerei, Aurignacien, Löwenmensch, Chauvet-Höhle, Säbelzahnkatze, Panthera leo, Raubkatzen, Quartär
Das Buch bietet einen detaillierten Einblick in das Leben und die Entdeckung des Beringia-Höhlenlöwen, einer ausgestorbenen Raubkatze, und kontrastiert diese mit der Kunst der Eiszeit sowie heutigen Löwenarten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Paläontologie der Eiszeit, der Faunengeschichte Beringias und der kulturellen Bedeutung dieser Raubtiere in der Kunst der Altsteinzeit.
Das Hauptziel ist die wissenschaftliche Dokumentation einer speziellen Unterart des Höhlenlöwen, die erst 2001 taxonomisch erfasst wurde.
Das Werk stützt sich primär auf paläontologische Analysen (Knochen- und Schädeluntersuchungen), Radiocarbon-Datierungen und Vergleiche mit historischer Kunst.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Beringia-Höhlenlöwen, die Analyse seiner Darstellung in der prähistorischen Kunst und eine vergleichende Betrachtung der heutigen Löwen.
Beringia-Höhlenlöwe, Eiszeit, Paläontologie, Höhlenkunst und evolutionäre Entwicklung der Großkatzen.
Einige Forscher, wie etwa Charles Richard Harington, betrachten die Einordnung von Panthera leo vereshchagini als „taxonomic splitting“ und ordnen die Funde eher dem Europäischen Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) zu.
Es handelt sich um eine etwa 32.000 Jahre alte, aus Mammutelfenbein geschnitzte Figur aus dem Hohlenstein-Stadel, die ein Mischwesen aus Mensch und Höhlenlöwin darstellt und als bedeutendes kulturelles Zeugnis der Aurignacien-Zeit gilt.
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