Diplomarbeit, 1997
92 Seiten, Note: 1,7
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Genauigkeit der Lokalisierung submikroskopischer Partikel mittels konfokaler Laser-Scanning-Mikroskopie (CLSM) und Bildanalyse. Ziel ist es, die Möglichkeiten eines konventionellen CLSM im Hinblick auf die Detektion von Trajektorien mobiler submikroskopischer Partikel und Moleküle zu definieren.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Bedeutung der Untersuchung von Transportmechanismen in komplexen biologischen Systemen wie Zellen und deren Kompartimente, insbesondere im Zellkern, erläutert. Das konfokale Laser-Scanning-Mikroskop (CLSM) wird als eine nichtinvasive Technik zur dreidimensionalen Abbildung und Analyse biologischer Proben vorgestellt.
Kapitel 2 beschreibt den Aufbau und die Funktionsweise eines CLSM, wobei die punktförmige Beleuchtung und die konfokale Detektion des Fluoreszenzlichtes erklärt werden. Es werden die unterschiedlichen Aufnahmemodi (x-y, x-z, x-t) und die Punktübertragungsfunktion (PSF) des Mikroskops, die die Abbildung von submikroskopischen Partikeln als punktförmige Lichtquellen beschreibt, erläutert.
Kapitel 3 behandelt die Theorie der Rauschanalyse von Bildern, wobei die verschiedenen Rauschquellen und deren Einfluss auf das Signal-Rausch-Verhältnis (SRV) diskutiert werden. Es wird ein vereinfachtes Rauschmodell vorgestellt, das die Bestimmung des SRV aus einem digitalen Bild ermöglicht. Anschließend wird die Methode der Nanolokalisierung immobiler submikroskopischer Partikel durch einen Fitprozess einer Gauß-Funktion an die PSF beschrieben. Es werden die Fehlerfunktionen für die einzelnen Parameter des Fits in Abhängigkeit vom SRV und den Aufnahmebedingungen hergeleitet. Abschließend wird die Theorie der Brown'schen Bewegung vorgestellt, die die Grundlage für die Analyse der Trajektorien mobiler Partikel bildet.
Kapitel 4 beschreibt die experimentellen Methoden und Ergebnisse. Es werden die verwendeten Proben (fluoreszierende Mikro-Beads in PAA-Gel und Glycerin) und das CLSM-System charakterisiert. Die Messung der Punktübertragungsfunktion und die Bestimmung der lateralen und axialen Auflösung des Mikroskops werden erläutert. Es folgt die Rauschanalyse der Bilder, wobei die Rauschzahl in Abhängigkeit von der PMT-Spannung und der Mittelungszahl bestimmt wird. Anschließend werden die ein- und dreidimensionalen Lokalisierungsgenauigkeiten von immobilen Partikeln in Abhängigkeit vom SRV gemessen und mit den theoretischen Daten verglichen. Die Messungen an mobilen Partikeln umfassen die Aufnahme von ein- und dreidimensionalen Trajektorien von diffundierenden Beads in Wasser und Glycerin. Die ermittelten Diffusionskoeffizienten werden mit den theoretischen Werten verglichen.
Kapitel 5 diskutiert die Ergebnisse der Rauschanalyse und der Lokalisierungsgenauigkeit. Es werden die Abweichungen zwischen Theorie und Experiment sowie die Grenzen der Nanolokalisierung von mobilen Partikeln im Hinblick auf die Zeitauflösung und die Lokalisierungsgenauigkeit diskutiert. Der Einfluss des Brechungsindex auf die axiale Lokalisierung wird ebenfalls betrachtet.
Die Arbeit endet mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsarbeiten. Es werden mögliche Anwendungen der Nanolokalisierung von Partikeln in biologischen Systemen, wie z.B. die Untersuchung des Transportes durch die Kernpore, diskutiert. Die Verbesserung der Detektionseinheit und die Entwicklung von schnelleren dreidimensionalen Aufnahmetechniken werden als wichtige Herausforderungen für zukünftige Forschungsarbeiten genannt.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die konfokale Laser-Scanning-Mikroskopie (CLSM), Nanolokalisierung, submikroskopische Partikel, Signal-Rausch-Verhältnis (SRV), Brown'sche Bewegung, Diffusionskoeffizient, Trajektorienanalyse, Zeitauflösung, Ortsauflösung, Zellkern, Transportmechanismen.
Ziel ist es, die Position submikroskopischer Partikel weit unterhalb der optischen Auflösungsgrenze des Mikroskops durch mathematische Fit-Prozesse zu bestimmen.
Das SRV ist der entscheidende Faktor für die Genauigkeit der Lokalisierung; je besser das Signal gegenüber dem Rauschen, desto präziser kann das Zentrum der Airy-Scheibe bestimmt werden.
Es handelt sich um die zufällige Bewegung von Teilchen in Flüssigkeiten, deren Trajektorien mittels CLSM verfolgt werden, um Diffusionskoeffizienten zu berechnen.
Zu den Quellen gehören das Photonenrauschen, das Rauschen der Sekundärelektronen, der Dunkelstrom des Photomultipliers und allgemeines Elektronikrauschen.
Durch Messungen an fluoreszierenden Mikro-Beads in verschiedenen Medien (wie PAA-Gel oder Glycerin) und den Abgleich mit theoretischen Modellen.
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