Diplomarbeit, 1997
92 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Das konfokale Laser-Scannning-Mikroskop (CLSM)
2.1 Der Aufbau des Mikroskopes und das konfokale Prinzip
2.2 Die Bildaufnahme
2.3 Die Punktübertragungsfunktion des CLSM
2.3.1 Die laterale Intensitätsverteilung
2.3.2 Die axiale Intensitätsverteilung
2.3.3 Die Näherung durch eine Gauß-Funktion
3. Theorie
3.1 Rauschanalyse der Bilder
3.1.1 Die Rauschquellen
3.1.1.1 Das Photonenrauschen
3.1.1.2 Das Rauschen der Sekundärelektronen
3.1.1.3 Der Dunkelstrom des Photomultipliers
3.1.1.4 Das Elektronikrauschen
3.1.2 Das Signal-Rausch-Verhältnis
3.1.3 Das vereinfachte Rauschmodell
3.2 Nanolokalisierung immobiler submikroskopischer Partikel
3.2.1 Die Methode der maximalen Wahrscheinlichkeit
3.2.2 Definition der Fehlergrenzen für die Fitparameter
3.2.3 Die Fehler in den Parametern
3.2.4 Der dreidimensionale Fitprozeß
4. Experimentelle Methoden und Ergebnisse
4.1 Charakterisierung der Proben
4.2 Messung der Punktübertragungsfunktion
4.2.1 Laterale Auflösung
Axiale Auflösung
4.3 Rauschanalyse
4.3.1 Bildaufnahme und -analyse
4.3.2 Bestimmung der Rauschzahl in Abhängigkeit der PMT-Spannung
4.3.3 Messung der Rauschzahl in Abhängigkeit von der Mittelungszahl
4.4 Nanolokalisierung immobiler submikroskopischer Partikel
4.4.1 Eindimensionale Messungen
4.4.2 Dreidimensionale Messungen
4.4.3 Vergleich der Theorie mit den Messungen an immobilen Partikeln
4.5 Nanolokalisierung mobiler submikroskopischer Partikel
4.5.1 Aufnahmegeschwindigkeiten
4.5.2 Eindimensionale Messungen
4.5.3 Dreidimensionale Messungen
4.5.4 Vergleich der gemessenen Diffusionskoeffizienten mit theoretischen Werten
5. Diskussion
5.1 Rauschanalyse der Bilder
5.2 Lokalisierung submikroskopischer Partikel
5.2.1 Abweichung zwischenTheorie und Experiment
5.2.2 Auswirkung des Brechungsindex auf die axiale Lokalisierung
5.2.3 Grenzen für die Nanolokalisierung von mobilen Partikeln
6. Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Diplomarbeit ist die Definition der Möglichkeiten eines konfokalen Laser-Scanning-Mikroskops (CLSM) zur Detektion der Trajektorien von mobilen submikroskopischen Partikeln und Molekülen. Es wird ein theoretisches Modell zur Lokalisierungsgenauigkeit entwickelt und experimentell verifiziert, um die Grenzen der Nanolokalisierung in Abhängigkeit vom Signal-Rausch-Verhältnis zu bestimmen.
2.1 Der Aufbau des Mikroskopes und das konfokale Prinzip
In einem Mikroskop werden nur diejenigen Präparatstrukturen durch das Objektiv scharf abgebildet, die sich in der Objektebene befinden. Das Bild eines konventionellen Mikroskopes enthält allerdings einen hohen Streulichtanteil aus Ebenen ober- und unterhalb der Objektebene. Es ist daher nicht möglich, eine optimal kontrastreiche Abbildung der Objektebene zu erzielen. Das Prinzip der konfokalen Abbildung besteht darin, dieses Streulicht drastisch zu reduzieren. Dies wird durch eine spezielle Detektionslochblende und die punktförmige Beleuchtung des Präparates ermöglicht.
Abbildung 2.1.1 zeigt den schematischen Aufbau eines konfokalen Laser-Scanning-Mikroskopes. Die Lichtquelle ist ein Laser, der über eine Glasfaser in das Mikroskop eingekoppelt wird. Der Laserstrahl wird von einem Strahlteilerspiegel auf die Scannerspiegel reflektiert und vom Objektiv beugungsbegrenzt auf die Probe fokussiert. Das von der Probe emittierte Licht wird vom Objektiv gesammelt und gelangt über die Scannerspiegel wiederum auf den Strahlteiler. Das vom Strahlteiler transmittierte Licht gelangt durch die Detektionslochblende auf einen Photomultiplier. Die Detektionslochblende und die Objektebene liegen dabei in optisch konjugierten Ebenen.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung der Untersuchung der Zellkernarchitektur und des intranukleären Transports sowie die Relevanz nichtinvasiver Mikroskopietechniken für die Biophysik.
2. Das konfokale Laser-Scannning-Mikroskop (CLSM): Dieses Kapitel beschreibt den technischen Aufbau und die Funktionsweise des konfokalen Mikroskops sowie die Grundlagen der Bildaufnahme und der Punktübertragungsfunktion.
3. Theorie: Hier wird ein quantitatives Modell für das Rauschen in digitalen Bildern entwickelt und die theoretische Grundlage für die Lokalisierung submikroskopischer Partikel mittels Fit-Algorithmen dargelegt.
4. Experimentelle Methoden und Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die experimentelle Charakterisierung der Proben und die Durchführung der Messungen zur Bestimmung von Punktübertragungsfunktion, Rauschen und Lokalisierungsgenauigkeit.
5. Diskussion: Die Ergebnisse der Rauschanalyse und der Partikellokalisierung werden kritisch interpretiert und der Fokus auf Einflüsse wie Brechungsindizes und Messgrenzen gelegt.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Diese abschließende Zusammenfassung bewertet die Stabilität des CLSM-Systems und diskutiert zukünftige Anwendungsmöglichkeiten der Methode in biologischen Systemen.
Konfokale Laser-Scanning-Mikroskopie, CLSM, Nanolokalisierung, Signal-Rausch-Verhältnis, SRV, Punktübertragungsfunktion, PSF, Brown'sche Bewegung, Diffusionskoeffizient, Bildanalyse, Photonenzählung, Lokalisierungsgenauigkeit, submikroskopische Partikel, Trajektorienanalyse.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung und quantitativen Analyse der Genauigkeit, mit der sich kleine, submikroskopische Teilchen in einem konfokalen Laser-Scanning-Mikroskop (CLSM) lokalisieren lassen.
Zu den zentralen Themen gehören die optischen Grundlagen der Mikroskopie, die mathematische Rauschanalyse von digitalen Aufnahmen, die Fehlerrechnung bei der Partikellokalisierung sowie die Anwendung dieser Methoden auf Diffusionsprozesse.
Ziel ist es, ein theoretisches Modell zu entwickeln und experimentell zu validieren, das Voraussagen über die erreichbare Lokalisierungsgenauigkeit in Abhängigkeit von den Aufnahmebedingungen erlaubt.
Die Arbeit nutzt die Anpassung (Fit) einer dreidimensionalen Gauß-Funktion an das beugungsbegrenzte Signal der Partikel, um deren Zentrum mit einer Genauigkeit weit unterhalb der klassischen Auflösungsgrenze zu bestimmen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Rauschquellen und Fit-Modelle sowie in einen experimentellen Teil, in dem an Mikro-Beads in verschiedenen Medien die Lokalisierungsgenauigkeit und Diffusionskoeffizienten bestimmt werden.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie CLSM, Signal-Rausch-Verhältnis (SRV), Punktübertragungsfunktion (PSF), Brown'sche Bewegung und Nanolokalisierung.
Die Arbeit zeigt, dass eine Erhöhung der Spannung am Photomultiplier (PMT) zwar das Signal verstärkt, aber auch das Rauschen in gleichem Maße mitverstärkt, sodass das Signal-Rausch-Verhältnis (SRV) unverändert bleibt.
Unterschiedliche Brechungsindizes zwischen Deckglas und Probenmedium führen zu Aberrationen der Punktübertragungsfunktion, die besonders bei axialen Messungen einen Skalierungsfaktor zur Korrektur erfordern.
Die Lokalisierung mobiler Partikel ist durch die endliche Aufnahmegeschwindigkeit und die notwendige statistische Sicherheit begrenzt; bei zu hohen Geschwindigkeiten treten Bewegungsunschärfen auf, die den Fit unmöglich machen.
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