Fachbuch, 2011
154 Seiten
01 Einleitung
02 Das Problem des Leidens in der Gemeinde
03 Die Gemeinde – warum sie leidet
04 Nur eine kleine Kraft
05 Der Heilige Geist im Leiden der Gemeinde
06 Unsere Tiefpunkte – Treffpunkte Gottes
07 Gott ist mit uns
08 Trotz Leid sich von Gott senden lassen
09 Leiter, die bereit sind zu leiden
10 Warum sich auch Christen einander zu tragen geben
11 Von Wölfen und Mietlingen
12 Vergeben müssen wir lernen
13 Die Sinnhaftigkeit des Leidens
14 Angriffe auf die Gemeinde
15 Die Unterscheidung der Geister
16 Das Prinzip der Emergenz
17 Aus Schwachheit stark werden
18 Jetzt - die Zeit Seines Kommens
19 Erziehung zur Liebe
20 Brücken bauen, wo man Abgründe sieht
21 Überwinden müssen wir lernen
22 Als Überwinder anderen dienen
Das Buch untersucht die Ursachen und die Sinnhaftigkeit des Leidens in christlichen Gemeinden und zeigt auf, wie Gläubige und Leiter durch eine geistliche Perspektive und die Kraft des Heiligen Geistes an diesen Herausforderungen wachsen können, um als Überwinder zu dienen.
03 Die Gemeinde – warum sie leidet
Dass Leid oder Leiden zur Realität menschlichen Daseins gehören, steht nach dem oben Gesagten außer Frage. Egal in welcher Lebensphase wir uns auch befinden möchten, wir erfahren es – in Krankheit, Niederlagen, Zerbruch, Trauer und Tod. Auch der leidende Messias (vgl. Hebr 2,10; 5,9; Jes 53) ist eine Tatsache vor unseren Augen und also der Guten Nachricht. Ebenso macht das Leid vor der Gemeinde und damit vor Jesu Nachfolgern keinen Halt. Dabei trifft es die einen (vgl. Mt 5,10f; 10,23; Lk 11,49; 21,12; 2. Tim 3,12) schwerer als die anderen. Paulus beispielsweise bekommt schon bei seiner Bekehrung deutlich vor Augen geführt, wie viel er um des Namens Jesu willen wird leiden müssen (APG 9,16).
Und doch stellt sich heute zunehmend die Frage, welcher Art das Leiden der Gemeinde und jedes einzelnen tatsächlich ist. Dass Wölfe (Mt 7,15 »falsche Propheten«; APG 20,29-30; Joh 10,11ff) in die Gemeinde eingedrungen sind und unter uns sind, darauf werden wir noch in Kapitel 11 ausführlich eingehen. Doch wie reagieren wir darauf? Wir müssen sehen, dass wir weniger an den Umständen oder an anderen Menschen leiden, als vielmehr an uns selbst – und zwar an unserem immer noch existierenden fleischlichen Wesen. Das schmälert nicht die Leiden, die wir in den Gemeinden und durch die Geschwister erfahren. Aber es macht den Fokus deutlich, um was es bei dem Thema Leiden in der Gemeinde auch und sogar zunehmend geht. Wir sollen ja »zum vollen Maß der Fülle Christi« (Eph 4,13) gelangen. Wir sollen »Söhne« Gottes sein, die durch den Heiligen Geist Gottes geleitet werden (Röm 8,14). Und wir sollen Menschen sein, denen es um die Errettung der Seelen geht. Da wird es nicht ohne Züchtigung abgehen.
01 Einleitung: Paulus betont im Philipper-Brief die Notwendigkeit von Gemeinschaft, Trost und gegenseitiger Liebe, auch unter Leiden.
02 Das Problem des Leidens in der Gemeinde: Das Leid wird als unvermeidliche Realität betrachtet, deren Sinn nicht immer sofort erkennbar ist, die uns aber näher zu Gott führen kann.
03 Die Gemeinde – warum sie leidet: Leid in der Gemeinde resultiert oft aus einem fleischlichen Wesen und einem Mangel an geistlicher Reife der Mitglieder.
04 Nur eine kleine Kraft: Schwachheit wird nicht als Hindernis, sondern als Voraussetzung gesehen, damit Gottes Kraft in der Gemeinde wirken kann.
05 Der Heilige Geist im Leiden der Gemeinde: Der Heilige Geist ist die notwendige Kraftausrüstung für Christen, um im Leiden zu bestehen und zu reifen.
06 Unsere Tiefpunkte – Treffpunkte Gottes: Schwierige Lebensphasen und Armut sind oft Orte, an denen Gott seinem Volk besonders nahe ist.
07 Gott ist mit uns: Trotz Bedrängnis in der Gemeinde bleibt Gott treu und stärkt diejenigen, die sich auf ihn verlassen.
08 Trotz Leid sich von Gott senden lassen: Jeder Christ hat einen von Gott gegebenen Auftrag, der oft mit persönlichen und gemeindlichen Kämpfen verbunden ist.
09 Leiter, die bereit sind zu leiden: Geistliche Leiter müssen bereit sein, für die Gemeinde zu leiden, statt pragmatische oder menschlich dominierte Wege zu gehen.
10 Warum sich auch Christen einander zu tragen geben: Die Liebe untereinander ist das zentrale Gebot und das entscheidende Merkmal der Jüngerschaft.
11 Von Wölfen und Mietlingen: Das Eindringen von Wölfen und das Wirken von Mietlingen schädigt die geistliche Gesundheit der Gemeinde massiv.
12 Vergeben müssen wir lernen: Vergebung ist eine entscheidende Lehre, um die Einheit der Gemeinde zu bewahren und den anderen loszulassen.
13 Die Sinnhaftigkeit des Leidens: Das Leiden des Frommen wird unter verschiedenen Aspekten betrachtet, um geistliche Bausteine für den Gemeindebau zu finden.
14 Angriffe auf die Gemeinde: Satanische Angriffe auf die Gemeinde sind real, aber Gott setzt ihnen Grenzen und nutzt sie zur Läuterung.
15 Die Unterscheidung der Geister: Angesichts von Verwirrung und Leid ist die geistliche Gabe der Geisterunterscheidung für eine Gemeinde unerlässlich.
16 Das Prinzip der Emergenz: Unerwartete Krisen und Konflikte können als emergente Prozesse verstanden werden, durch die Gott Neues in der Gemeinde bewirkt.
17 Aus Schwachheit stark werden: Gottes Züchtigung und Heilung bilden eine Einheit, um den Glauben des Einzelnen und der Gemeinde zu vollenden.
18 Jetzt - die Zeit Seines Kommens: Die Gemeinde wird aufgerufen, angesichts der Endzeit wachsam zu sein und sich auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten.
19 Erziehung zur Liebe: Die Erziehung zur Liebe ist ein lebenslanger Prozess, der Gehorsam erfordert und zur Reife führt.
20 Brücken bauen, wo man Abgründe sieht: Die Überwindung von Gesetzlichkeit ist notwendig, um echte Brücken zwischen Menschen in schwierigen Zeiten zu bauen.
21 Überwinden müssen wir lernen: Die sieben Sendschreiben betonen das Überwinden als Ziel für den künftigen Dienst im Reich Gottes.
22 Als Überwinder anderen dienen: Der Weg des Überwinders ist ein Weg des demütigen Dienstes an anderen unter der Leitung des Heiligen Geistes.
Leiden, Gemeinde, Heiliger Geist, Überwinder, Geisterunterscheidung, Liebe, Gesetzlichkeit, Nachfolge, Zerbruch, Züchtigung, Endzeit, Wiederkunft Christi, Leiterschaft, Gnade, Glaube.
Das Buch thematisiert das Leid in der christlichen Gemeinde als eine unvermeidbare, aber heilsame Realität, die Christen näher zu Gott führen und zu geistlicher Reife erziehen kann.
Zentrale Felder sind die geistliche Entwicklung der Gemeinde, der Umgang mit inneren Angriffen durch Wölfe und Mietlinge, die Bedeutung der Liebe und Vergebung sowie die Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi.
Das Ziel ist es, Christen und Leitern zu helfen, Krisen und Leiden nicht als reines Unglück zu betrachten, sondern als Möglichkeiten zur Läuterung und zum Wachstum in der Nachfolge Jesu.
Der Autor verwendet eine praktische, biblisch fundierte Betrachtungsweise, die auch systemische Aspekte in die Reflexion über Gemeindeprozesse einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in 22 Kapitel, die von den biblischen Grundlagen des Leidens über die Gefahren durch falsche Lehre bis hin zu konkreten Hilfen für geistliches Wachstum und Leiterschaft reichen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Leiden, Gemeinde, Überwinder, Liebe, Gesetzlichkeit, Geisterunterscheidung und geistliche Reife geprägt.
Das Prinzip beschreibt unerwartete Ereignisse oder Konflikte in der Gemeinde, die nicht kausal aus der Vergangenheit ableitbar sind, sondern als von Gott zugelassene Momente für einen Neuanfang oder eine geistliche Veränderung dienen.
Während der "Wolf" oft für das böse, zerstörerische Element steht, das von innen angreift, ist der "Mietling" ein Leiter, der keinen persönlichen Einsatz zeigt und der Gemeinde aus eigennützigen Motiven dient; beide wirken spaltend.
Die Liebe ist laut Autor der einzige Maßstab für die Reife einer Gemeinde, da sie Brücken baut und Einigkeit stiftet, wo theologische Erkenntnisse allein oft zu Trennung und Konkurrenz führen.
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