Diplomarbeit, 2011
131 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Branchenbetrachtung
2.1 Definition der Branche
2.2 Branchenumweltanalyse
2.2.1 Gesellschaftliche Umwelt
2.2.2 Technologische Umwelt
2.2.3 Politisch-rechtliche Umwelt
2.2.4 Ökonomische Umwelt
2.2.5 Ökologische Umwelt
2.3 Stakeholderbetrachtung: im Blickpunkt Pharmaunternehmen und Kostenträger
2.3.1 Interessen der Kostenträger
2.3.2 Interessen der Pharmaunternehmen
2.3.3 Betrachtung hinsichtlich der Prinzipal-Agent-Theorie
2.4 Herausforderungen für die Strategieentwicklung
3 Erklärungsansatz stattfindender Interaktionen in Anlehnung an Anthony Giddens‘ Theorie der Strukturation
3.1 Bausteine der Strukturierung
3.1.1 Struktur
3.1.2 Handeln
3.1.3 Modalität
3.2 Struktur
3.2.1 Legitimation
3.2.2 Signifikation
3.2.3 Herrschaft
3.3 Handeln
3.3.1 Macht
3.3.2 Sanktion
3.3.3 Kommunikation
3.4 Modalitäten
3.4.1 Interpretation
3.4.2 Norm
3.4.3 Machtmittel
4 Identifizierte erfolgskritische Bedingungen einer gelungenen kooperativen Praxis
4.1 Überlegene soziale Kompetenzen und Wissen
4.2 Vertrauen
4.3 Commitment
5 Fazit
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, das strategische Zusammenspiel zwischen Pharmaunternehmen und Kostenträgern systematisch zu analysieren und zu erklären. Auf Basis dieser Erkenntnisse sollen erfolgskritische Bedingungen identifiziert werden, die für eine gelungene kooperative Praxis essenziell sind.
3.2.1 Legitimation
Unter die Legitimation werden Rechte und Verpflichtungen, die als Regeln der Sanktionierung sozialen Handlungen dienen, zusammengefasst. Hier wird es zwischen drei Kategorien von Regeln unterschieden - kulturellbedingte, rechtliche und ökonomische Regeln. Zu diesen lassen sich exemplarisch die in der nachfolgenden Tabelle beschriebenen Attribute einführen: Die mit Fettschrift gekennzeichneten Attributausprägungen werden in diesem Kapitel explizit betrachtet. Die Fettlinien dienen dabei als Trennung der jeweiligen Regelnkategorien.
Zunächst wird auf die Legitimation der Einflussnahme auf Unternehmens- bzw. auf Organisationsziele eingegangen. Grundsätzlich kennt die Betriebswirtschaftslehre zwei alternative Zielkonzepte für Unternehmen – Shareholder Value Konzept (SHV) und Stakeholder Value Konzept (STV). Diese Konzepte bilden die zwei Extreme, welche das Spektrum möglicher Verteilungsformen von Verfügungsrechten begrenzen.
Die Legitimation der Einflussnahme auf Unternehmensziele nach dem Shareholder Value Konzept lässt sich aus dem Eigentum des Kapitals, das im Unternehmen gebundene ist – und nur aus diesem – ableiten. Alle Verfügungsrechte, mit deren Hilfe Ziele und Handlungen im Unternehmen beeinflusst werden können, werden in den Händen der Eigentümer gebündelt. Den Zielen der Eigentümer wird absolute Priorität eingeräumt. Das oberste Unternehmensziel ist dann die Maximierung des Shareholder Value, der den Wert darstellt, den das Unternehmen für seine Eigentümer besitzt. Als Erfolgsmaßstab gilt die Maximierung der Summe der zukünftigen diskontierten Einzahlungsüberschüsse der Eigentümer. Traditionell findet dieses Konzept ihre Anwendung bei gewinnorientierten Privatunternehmen. Dies bezieht auch die Pharmaunternehmen ein.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen Pharmaunternehmen und Kostenträgern ein und definiert die Forschungsziele sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
2 Branchenbetrachtung: Dieses Kapitel analysiert die Dynamik der Arzneimittelbranche, identifiziert relevante Umweltfaktoren und untersucht die Akteursinteressen sowie Ineffizienzen mittels der Prinzipal-Agent-Theorie.
3 Erklärungsansatz stattfindender Interaktionen in Anlehnung an Anthony Giddens‘ Theorie der Strukturation: Hier wird die Theorie der Strukturation von Anthony Giddens als konzeptioneller Rahmen vorgestellt, um die rekursive Beziehung zwischen Struktur und Handeln im Gesundheitssektor zu erklären.
4 Identifizierte erfolgskritische Bedingungen einer gelungenen kooperativen Praxis: Dieses Kapitel leitet aus der Strukturationsanalyse spezifische Voraussetzungen für Kooperationen ab, insbesondere soziale Kompetenzen, Vertrauen und Commitment.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bewertet die Anwendbarkeit des Strukturationsansatzes für das strategische Management in Gesundheitsnetzwerken.
Arzneimittelversorgung, Kostenträger, Pharmaunternehmen, Strukturationstheorie, Anthony Giddens, Strategieentwicklung, Prinzipal-Agent-Theorie, Stakeholder, Kooperation, Wettbewerb, Commitment, Vertrauen, Balanced Scorecard, Gesundheitsmanagement, Opportunismus.
Die Arbeit untersucht das strategische Zusammenspiel zwischen Pharmaunternehmen und Kostenträgern und schlägt einen konzeptionellen Ansatz für deren Kooperation vor.
Neben der Branchenumweltanalyse und der Stakeholder-Betrachtung stehen die theoretische Fundierung durch Giddens’ Theorie der Strukturation sowie praktische Instrumente wie die Balanced Scorecard im Mittelpunkt.
Das Ziel ist die systematische Erklärung der Interaktionsprozesse zwischen Akteuren und die Ableitung erfolgskritischer Bedingungen für eine gelungene kooperative Praxis.
Die Autorin stützt sich primär auf die Theorie der Strukturation von Anthony Giddens als Analyse- und Interpretationsrahmen sowie auf betriebswirtschaftliche Theorien wie die Prinzipal-Agent-Theorie.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Branchenanalyse, eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Bausteinen der Strukturierung (Struktur, Handeln, Modalitäten) und die Identifizierung kritischer Erfolgsfaktoren.
Zu den zentralen Begriffen zählen Strukturationstheorie, Arzneimittelversorgung, Stakeholder, Kooperationsstrategien und das Management von Interaktionen.
Der Shareholder-Value-Ansatz fokussiert monistisch auf die Maximierung des Eigentümerwerts, während der Stakeholder-Value-Ansatz pluralistisch die Interessen verschiedener Anspruchsgruppen wie Patienten, Ärzte und Kostenträger ausgleicht.
Die intermediäre Balanced Scorecard (iBSC) dient als Instrument zur Abstimmung gemeinsamer Ziele und zur Steuerung der Kooperationsprozesse zwischen rechtlich selbstständigen Organisationen.
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