Bachelorarbeit, 2011
53 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1. Strategie
2.1.1. Afrikapolitische Strategie
2.2. Themenfelder der Analyse
2.2.1. Wirtschaft
2.2.2. Entwicklung
2.2.3. Sicherheit
2.2.4. Demokratie und Menschenrechte
3. Die Afrikapolitik der Vereinigten Staaten von Amerika
3.1. Geschichte
3.2. Die aktuelle Afrikapolitik der USA nach Themenfeldern
3.2.1. Wirtschaft
3.2.2. Entwicklung
3.2.3. Sicherheit
3.2.4. Demokratie und Menschenrechte
3.3. Zwischenfazit: Verfügen die USA über eine kohärente afrikapolitische Strategie?
4. Die Afrikapolitik der Volksrepublik China
4.1. Geschichte
4.2. Die aktuelle Afrikapolitik der Volksrepublik China nach Themenfeldern
4.2.1. Wirtschaft
4.2.2. Entwicklung
4.2.3. Sicherheit
4.2.4. Demokratie und Menschenrechte
4.3. Zwischenfazit: Verfügt die VR China über eine kohärente afrikapolitische Strategie?
5. Gemeinsamkeiten und Unterschiede des amerikanischen und chinesischen Engagements in den Themenfeldern
5.1. Wirtschaft
5.2. Entwicklung
5.3. Sicherheit
5.4. Demokratie und Menschenrechte
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die afrikapolitische Strategie der USA und der Volksrepublik China, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrem Engagement auf dem afrikanischen Kontinent unter den Aspekten Wirtschaft, Entwicklung, Sicherheit sowie Demokratie und Menschenrechte herauszuarbeiten.
3.1. Geschichte
Die USA, die sich nach ihrem eigenen Selbstverständnis zumindest noch bis in die Mitte der letzten Dekade als einzig verbliebene Supermacht in einer von ihr geprägten unipolaren Weltordnung ansah, war in der jüngsten Geschichte Afrikas traditionell der größte bilaterale Partner des Kontinents, auch wenn Afrika auf der anderen Seite traditionell in ihrer Außenpolitik nur einen sehr geringen Stellenwert einnahm. Noch im Jahre 2000 stellte der spätere Präsident George W. Bush fest: „While Africa may be important, it doesn’t fit into the [United States] strategic interest, as far as I can see them.” Auch sein Vorgänger Bill Clinton stellte nach Amtseintritt fest: “When I became President, it seemed to me that our Country didn`t really have a policy toward Africa.”
Erstmals erschien Afrika auf der außenpolitischen Agenda der USA nach der Unabhängigkeit Ghanas im Jahre 1957 und Guineas im Jahre 1958. Präsident Eisenhower ließ damals ein Bureau of African Affairs im State Department einrichten. Dort war von diesem Punkt an ein Assistant Secretary of State für Afrika verantwortlich. Zuvor war Afrika zusammen mit dem Nahen Osten und Asien in einer Abteilung zusammengefasst.
In dieser Zeit war die Außenpolitik der USA weitgehend von Containment (Eindämmung) nach der Truman-Doktrin und Roll Back (Zurückdrängen) nach der Eisenhower-Doktrin geprägt. Für Afrika bedeutete dies, dass „normalerweise“ der Präsident oder der Außenminister nur wenig mit dem Schwarzen Kontinent in Berührung kamen. Die in den folgenden Jahren einsetzende Dekolonisationswelle führte dazu, dass Afrika immer mehr dem Einfluss von Ländern ohne eine koloniale Vergangenheit zugänglich war. Parallel zu den USA gewann auch die ehemalige Sowjetunion unter diesem Gesichtspunkt immer mehr Einfluss auf dem Schwarzen Kontinent und so wurde Afrika in den sich entwickelnden Ost-West-Konflikt hineingezogen und stand bis 1989 unter dem Eindruck des Kalten Krieges.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den wachsenden Stellenwert Afrikas für globale Akteure wie die USA und die VR China sowie die veränderte, multipolare Weltordnung.
2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die für die Analyse zentralen Begriffe wie Strategie, Themenfelder und grenzt den geografischen Fokus auf Afrika südlich der Sahara ein.
3. Die Afrikapolitik der Vereinigten Staaten von Amerika: Das Kapitel untersucht die historische Entwicklung und das aktuelle US-Engagement in Afrika, differenziert nach Wirtschaft, Entwicklung, Sicherheit und Demokratie.
4. Die Afrikapolitik der Volksrepublik China: Diese Untersuchung widmet sich der historischen Genese und der heutigen chinesischen Afrikapolitik unter Anwendung der vier definierten Themenfelder.
5. Gemeinsamkeiten und Unterschiede des amerikanischen und chinesischen Engagements in den Themenfeldern: Ein direkter Vergleich der Ansätze beider Mächte, um spezifische Divergenzen und Übereinstimmungen herauszuarbeiten.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und beurteilt die Existenz einer kohärenten afrikapolitischen Strategie beider untersuchter Akteure.
USA, Volksrepublik China, Afrika, Außenpolitik, Strategie, Wirtschaft, Entwicklung, Sicherheit, Demokratie, Menschenrechte, Rohstoffe, Energiesicherheit, Nichteinmischung, AGOA, FOCAC
Die Arbeit analysiert das politische Engagement der USA und Chinas auf dem afrikanischen Kontinent und untersucht, ob diese Länder über eine schlüssige, langfristige Afrikastrategie verfügen.
Der Vergleich erfolgt anhand der vier spezifischen Bereiche Wirtschaft, Entwicklung, Sicherheit sowie Demokratie und Menschenrechte.
Das Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im afrikapolitischen Vorgehen beider Supermächte zu identifizieren und zu bewerten, inwiefern ihr Handeln einer strategischen Konzeption folgt.
Die Arbeit basiert auf einer intensiven Literaturauswertung, der Analyse von Strategiepapieren sowie dem Vergleich von Fallbeispielen und offiziellen Programmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung der Afrikapolitik der USA und Chinas sowie eine vergleichende Gegenüberstellung beider Akteure in den definierten Themenfeldern.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Afrikapolitik, Strategie, Energiesicherheit, Nichteinmischungsprinzip, AGOA und FOCAC.
Die USA propagieren Demokratie und Menschenrechte, stehen jedoch häufig vor dem Dilemma, dass sie diese Grundwerte zugunsten eigener sicherheitspolitischer und wirtschaftlicher Interessen, insbesondere im Energiesektor, teilweise vernachlässigen.
China agiert strikt nach dem Prinzip der Nichteinmischung, verzichtet auf politische Konditionalität bei der Vergabe von Hilfen und verknüpft sein Engagement eng mit Handels- und Investitionsinteressen.
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