Fachbuch, 2011
150 Seiten
Dank
Vorwort
Löwenfunde in Deutschland
Löwenfunde in Österreich
Löwenfunde in der Schweiz
Eiszeitliche Raubkatzen
Der Mosbacher Löwe
Der Europäische Höhlenlöwe
Der Europäische Jaguar
Die Säbelzahnkatze
Der Leopard
Der Schnee-Leopard
Der Gepard
Der Puma
Der Autor
Literatur
Bildquellen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die Fundorte eiszeitlicher Raubkatzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu geben. Dabei wird insbesondere die Verbreitung und wissenschaftliche Bedeutung von Fossilfunden, vor allem von Höhlenlöwen und anderen Raubkatzenarten, detailliert dokumentiert und kontextualisiert.
Der Europäische Höhlenlöwe
Der Europäische Höhlenlöwe (Panthera leo spelaea) existierte im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 10.000 Jahren. Er wurde 1810 von dem Arzt und Naturforscher Georg August Goldfuß (1782–1848) anhand eines Schädelfundes aus der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern) erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die Höhlenlöwen verdanken ihren falschen Namen dem Umstand, dass ihre Knochenreste häufig in Höhlen entdeckt wurden. In Wirklichkeit waren diese Löwen aber Tiere der Steppe, der Busch- und Waldtundra und in Gebieten mit Höhlen genauso verbreitet wie in Landschaften ohne Höhlen. Weil die Höhlenlöwen nachweislich keine Höhlen als Lebens- oder Geburtsort nutzten, bezeichnete der deutsche Paläontologe Cajus G. Diedrich sie als „eiszeitliche Löwen“ oder „spätpleistozäne Steppenlöwen“.
Der Europäische Höhlenlöwe erreichte eine Kopfrumpflänge von etwa 1,45 bis 2,20 Metern, wozu noch der Schwanz kam, sowie eine Schulterhöhe von etwa 0,90 bis 1,50 Metern. Das Gewicht der größten männlichen Höhlenlöwen wird auf mehr als 300 Kilogramm geschätzt. Merklich größer als der Europäische Höhlenlöwe war der Amerikanische Höhlenlöwe (Panthera leo atrox), der im Eiszeitalter vor etwa 100.000 bis 10.000 Jahren in Nord- und Südamerika lebte. Dieser Löwe erreichte eine Kopfrumpflänge bis zu 2,50 Metern, wozu noch der ungefähr 1,20 Meter lange Schwanz hinzu kam. Mit einer Gesamtlänge von rund 3,70 Metern gilt der Amerikanische Höhlenlöwe als der größte Löwe aller Zeiten. Etwas kleiner als der Amerikanische Höhlenlöwe, aber größer als der Europäische Höhlenlöwe war der Ostsibirische Höhlenlöwe (Panthera leo vereshchagini) aus Nordostasien und Beringia, der auch Beringia-Höhlenlöwe genannt wird. Er existierte im Eiszeitalter vor etwa 40.000 bis 10.000 Jahren.
Löwenfunde in Deutschland: Detaillierte Auflistung und Beschreibung der zahlreichen Fundstätten von Mosbacher Löwen und Höhlenlöwen in verschiedenen deutschen Bundesländern.
Löwenfunde in Österreich: Dokumentation wichtiger Fossilfundstellen von Raubkatzen in verschiedenen österreichischen Bundesländern, insbesondere in Höhlen.
Löwenfunde in der Schweiz: Übersicht über Funde von Höhlenlöwenresten in verschiedenen Schweizer Kantonen.
Eiszeitliche Raubkatzen: Wissenschaftliche Einordnung und detaillierte Porträts der einzelnen Raubkatzenarten, inklusive ihrer Verbreitung und Merkmale.
Eiszeitalter, Pleistozän, Höhlenlöwe, Mosbacher Löwe, Raubkatzen, Fossilien, Fundstätten, Säbelzahnkatze, Leopard, Gepard, Puma, Paläontologie, Deutschland, Österreich, Schweiz
Das Buch bietet einen detaillierten Überblick über die Fundorte und die wissenschaftliche Bedeutung von Löwenfossilien sowie anderen eiszeitlichen Raubkatzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die zentralen Themen sind die Dokumentation paläontologischer Funde von Löwen, Jaguaren, Säbelzahnkatzen, Leoparden, Geparden und Pumas in Mitteleuropa sowie deren Einordnung in das Eiszeitalter.
Das primäre Ziel ist die umfassende Zusammenstellung und Katalogisierung bekannter Fundorte dieser Raubkatzen, um einen detaillierten Wissensstand über deren Verbreitung im europäischen Pleistozän zu vermitteln.
Es handelt sich um eine deskriptive und katalogisierende Aufarbeitung paläontologischer Literatur und Fundberichte, ergänzt durch historische und anatomische Kontextualisierung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine regionale Bestandsaufnahme der Fundorte nach Ländern und eine systematische Abhandlung der verschiedenen Raubkatzenarten mit Beschreibungen ihrer Merkmale und Geschichte.
Eiszeitalter, Pleistozän, Höhlenlöwe, Mosbacher Löwe, Paläontologie, Fossilien, Fundstätten, Raubkatzen.
Der Name ist irreführend und beruht auf der Tatsache, dass viele Knochenreste dieser Tiere in Höhlen gefunden wurden, obwohl die Tiere dort nicht lebten, sondern Steppen- und Tundrabewohner waren.
Die Conturineshöhle in Südtirol auf 2800 Metern Höhe gilt als die weltweit höchste Fundstelle für Höhlenbären und Höhlenlöwen.
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