Fachbuch, 2011
22 Seiten
1. Anmerkungen der Autoren
2. Zeitungsartikel B. Z. am Mittag vom 1. März 1911
3. Der Flugplatzdirektor Georg von Tschudi erinnerte sich
4. Kurzdarstellung der Firmengeschichte der Albatros-Flugzeugwerke
5. Die engsten Freunde vom Hund Pilot
6. Der Hund Pilot und das Restaurant Franz Tolinski“
7. Grabstätte und Grabplatte vom Hund Pilot in der Johannisthaler Wrightallee am damaligen alten Startplatz an der Unglückstelle
Die vorliegende Dokumentation widmet sich der historischen Aufarbeitung eines ungewöhnlichen Ereignisses am ehemaligen Flugplatz Berlin-Johannisthal: der Lebensgeschichte und dem tragischen Tod des Werkshundes "Pilot" der Albatros-Werke GmbH im Jahr 1911 sowie seiner anschließenden zweifelhaften Verewigung in einer Kuriositätensammlung.
Der Hund Pilot und das Restaurant Franz Tolinski“
Bereits 1909, mit der Eröffnung des Flugplatzes Johannisthal, entstand in der Fliegergaststätte Franz Tolinski eine Ausstellung, die sich ab 1912 als Aviatisches Museum präsentierte. Im Flieger-Heim befand sich eine Sammlung von Reliquien aus verhängnisvollen Aeroplan- und Ballonkatastrophen. Sämtliche freie Wand- und Deckenflächen waren behangen mit allerlei Gegenständen. Vom Propeller, Räder, Sitze, Reste von Tragflügeln und Flugschrauben bis zur kompletten Tragfläche war alles in dieser bezeichneten Ausstellung vorhanden.
Das Aviatische Museum Tolinski war die damals umfangsreichste Sammlung dieser Art in Deutschland und wurde 1932 als „Tolinski-Sammlung“ in die Deutsche Luftfahrt-Sammlung, Berlin, vorerst in Hallen auf dem Adlershofer Teil des Flugplatzes, eingegliedert. Das Sammlergenie Tolinski zeigte Reste historisch gewordener Fliegerbrüche.
Eine zeitgenössische Quelle aus dem Jahre 1913 berichtet darüber:
„Wenn man eintritt, bemerkt man, dass diese Destille ein Museum ist. Die Wände und die Decke des Hauptraumes sind mit Trümmern von Aeroplanen bedeckt. Teile von Tragflächen, zerrissene Segelleinwand, zersplitterte Bambusstangen, verbogene Steuer hängen herum. In einer Ecke stehen zwei riesige alte Stiefel. Und an jedem Objekt klebt ein Zettel: „Vom Sturz dieses Aeroplans….Vom Absturz jenes Aviatikers….“
In einem Glase voll Spiritus prangt eine Hundeschnauze. Der Hund ist einmal in einen startenden Aeroplan geraten; zum ewigen Andenken steht jetzt seine Schnauze da, und es ist sehr appetitlich, sie anzusehen und eine Stulle mit Schlackwurst dazu zu essen…“
Anmerkungen der Autoren: Die Autoren schildern ihre Motivation, die vergessene Geschichte des Werkshundes Pilot im Kontext des historischen Johannisthaler Flugplatzes zu dokumentieren.
Zeitungsartikel B. Z. am Mittag vom 1. März 1911: Der zeitgenössische Bericht schildert den tragischen Unfallhergang, bei dem der Hund Pilot durch einen rotierenden Flugzeugpropeller tödlich verunglückte.
Der Flugplatzdirektor Georg von Tschudi erinnerte sich: Der Direktor kommentiert kritisch das Fehlen von Sicherheitsmaßnahmen an den frühen Flugzeugen und reflektiert über das gefährliche Arbeitsumfeld.
Kurzdarstellung der Firmengeschichte der Albatros-Flugzeugwerke: Dieses Kapitel zeichnet den Aufstieg der Albatros-Werke von der Ikaros-Gesellschaft zum bedeutenden Heeresflugzeug-Lieferanten nach.
Die engsten Freunde vom Hund Pilot: Hier werden die Biografien der Menschen vorgestellt, die den Hund Pilot bei den Albatros-Werken begleiteten, darunter Direktor Otto Wiener und verschiedene Flugpioniere.
Der Hund Pilot und das Restaurant Franz Tolinski“: Das Kapitel beschreibt das schaurige "Aviatische Museum", in dem Überreste von Flugunfällen – und die Schnauze des Hundes – ausgestellt wurden.
Grabstätte und Grabplatte vom Hund Pilot in der Johannisthaler Wrightallee am damaligen alten Startplatz an der Unglückstelle: Die Autoren dokumentieren das Anbringen einer Gedenkplatte zur Erinnerung an das Schicksal des Tieres im Jahr 2008.
Flugplatz Berlin-Johannisthal, Albatros-Werke, Hund Pilot, Otto Wiener, Luftfahrtpioniere, Aviatisches Museum, Franz Tolinski, Fluggeschichte, Motorflug, Propellerunfall, Firmengeschichte, Denkmal, Berlin-Johannisthal, Luftfahrtmuseum, Dokumentation.
Die Arbeit dokumentiert das Leben und den tragischen Unfalltod des Werkshundes "Pilot" bei den Albatros-Werken und dessen Einbettung in die frühe Geschichte der deutschen Luftfahrt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Flugplatzes Johannisthal, der Geschichte der Albatros-Flugzeugwerke sowie der skurrilen Gedenkkultur um Flugunfälle zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Ziel ist es, ein vergessenes historisches Detail über den Flugplatz Johannisthal durch Quellenarbeit und Zeitzeugendokumente für die Nachwelt zu bewahren.
Die Autoren nutzen eine historische Aufarbeitung basierend auf zeitgenössischen Zeitungsartikeln, Biografien, Fotografien und Literaturrecherchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Firmengeschichte der Albatros-Werke, die Vorstellung der Piloten und das Phänomen des "Bruchmuseums" von Franz Tolinski.
Luftfahrtpioniere, Johannisthal, Albatros-Werke, Industriegeschichte und lokale Erinnerungskultur.
Das Restaurant fungierte als "Aviatisches Museum", das Trümmer von Flugunfällen sammelte und als Kuriosität ausstellte, wozu auch Überreste des Hundes Pilot zählten.
Direktor Otto Wiener war der Halter des Hundes Pilot und leitender Direktor der Albatros-Werke.
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