Fachbuch, 2011
65 Seiten
1. Einleitung
2. Lage der Dachschiefergruben
3. Geologie
4. Geschichte
4.1 Grube Martinsberg
4.2 Grube Köhlerwald
5. Transkription der historischen Dokumente
6. Quellen- und Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit rekonstruiert auf Basis historischer Quellen die Geschichte der Dachschiefergruben Martinsberg bei Arborn und Köhlerwald bei Nenderoth, wobei der Fokus auf der bergbaugeschichtlichen Entwicklung, den Eigentümerwechseln und der betrieblichen Struktur im 19. und 20. Jahrhundert liegt.
1. Einleitung
Bergbauliche Aktivitäten in der Gemarkung Arborn (Gemeinde Greifenstein, Lahn-Dill-Kreis) beschränken sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf den Abbau eozäner Tone am Nordostrand des Hansenbergs. Im zurückliegenden Jahrhundert wurden zudem die im Hangenden auftretenden oligozänen bis miozänen Basalte an mehreren Lokalitäten abgebaut.
Im 19. Jahrhundert war das Interesse am Abbau von Rohstoffen wesentlich breiter gefächert. Die gesamte Fläche der Gemarkung Arborn war einst von neun Bergwerksfeldern überdeckt, die bis auf Nenderother Gebiet reichten: 1. "Germania consolidiert" (Braunkohle), 2. "Erle" (Eisenerz), 3. "Forell" (Eisenerz), 4. "Forell II" (Eisenerz), 5. "Arborn" (Eisenerz), 6. "Sedan II" (Eisen- und Manganerz), 7. "Christiansglück" (Kupfer-, Blei- und Zinkerz), 8. "Christiansglück II" (Eisen- und Manganerz) und 9. "Martinsberg" (Dachschiefer). Die Bergbauberechtigungen "Germania consolidiert" und "Erle" bestehen noch, alle übrigen Bergwerksfelder sind mittlerweile erloschen.
Historischer Bergbau hat jedoch lediglich auf dem Feld "Martinsberg" und in der nahegelegenen Grube "Köhlerwald" bei Nenderoth stattgefunden. Die dort abgebauten oberdevonischen Tonschiefer fanden als Dachschiefer, Giebelsteine und Schornsteinplatten Verwendung. Die vorliegende Arbeit nutzt die wenigen noch existierenden Quellen für den Versuch, die Geschichte der beiden Dachschiefergruben zu rekonstruieren. Eine Transkription der historischen Dokumente ist beigefügt.
1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die bergbaulichen Aktivitäten in der Gemarkung Arborn und definiert den Fokus auf die Gruben Martinsberg und Köhlerwald.
2. Lage der Dachschiefergruben: Hier werden die geografische Verortung der Stollen sowie deren bauliche Anordnung und Identifizierung anhand historischer Pläne beschrieben.
3. Geologie: Dieses Kapitel erläutert die geologische Beschaffenheit der Tonschiefervorkommen sowie deren stratigraphische Einordnung im Oberdevon.
4. Geschichte: Dieser Abschnitt rekonstruiert detailliert die chronologische Entwicklung der Gruben Martinsberg und Köhlerwald, inklusive Eigentümerhistorie und Betriebskontext.
5. Transkription der historischen Dokumente: Dieses Kapitel enthält die wortgetreue Wiedergabe der primären historischen Quellen, die als Basis für die geschichtliche Rekonstruktion dienten.
6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Archivquellen, Dokumente und wissenschaftliche Literatur aufgelistet.
Dachschiefer, Martinsberg, Köhlerwald, Arborn, Nenderoth, Bergbau, Berggrundbuch, Tonschiefer, Kuxe, Gewerkschaft, Stollen, Industriegeschichte, Lahn-Dill-Kreis, Bergbauberechtigung, Eigentümerhistorie.
Die Arbeit befasst sich mit der Aufarbeitung der Bergbaugeschichte zweier spezieller Dachschiefergruben im Kallenbachtal, namentlich Martinsberg und Köhlerwald.
Zentral sind die Entwicklung des Grubenbetriebs, die wechselhafte Eigentümerstruktur über das 19. und 20. Jahrhundert sowie die archivarische Dokumentation dieser Prozesse.
Das Ziel ist die historische Rekonstruktion und Dokumentation der Betriebshistorie der beiden genannten Gruben unter Nutzung erhaltener Primärquellen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine tiefgehende Auswertung und Transkription von Archivdokumenten, wie Grundbucheinträgen und offiziellen Bergbauberichten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine geografische und geologische Einordnung, gefolgt von einer chronologischen Darstellung der Eigentümer- und Betriebsgeschichte beider Gruben.
Die wichtigsten Schlagworte sind Dachschiefer, Martinsberg, Köhlerwald, Bergbau, Kuxe und Archivquellen.
Die beiden Gruben liegen geografisch nah beieinander und teilen sich eine weitgehend identische Eigentümergeschichte sowie eine enge administrative Verknüpfung durch Bergrechtsverleihungen.
Die Dokumente, wie Berggrundbuchauszüge und Betriebspläne, bilden das wissenschaftliche Fundament, da sie die einzige verlässliche Quelle für die Rekonstruktion der Betriebstätigkeit darstellen.
Die Bergbauberechtigung für die Grube Martinsberg erlosch nach den Vorschriften des Bundesberggesetzes im Dezember 1990.
Kuxe sind Anteile an einer Gewerkschaft (Bergwerk); ihr häufiger Verkauf verdeutlicht die wirtschaftliche Instabilität und die wechselnden Eigentumsverhältnisse der untersuchten Betriebe.
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