Diplomarbeit, 2011
113 Seiten, Note: 1,4
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Nutzen der Arbeit
1.3 Aufbau und Vorgehensweise
2 Finanzkonglomerate im Überblick
2.1 Motive für die Bildung von Finanzkonglomeraten
2.2 Rechtliche Bestimmungen
2.3 Risikoarten in Finanzinstituten
2.3.1 Risikobegriff
2.3.2 Risiken von Banken
2.3.2.1 Kreditrisiko
2.3.2.2 Marktpreisrisiko
2.3.2.3 Operationales Risiko
2.3.2.4 Liquiditätsrisiko
2.3.2.5 Weitere Risiken
2.3.3 Risiken von Versicherungen
2.3.3.1 Marktpreisrisiko
2.3.3.2 Kreditrisiko
2.3.3.3 ALM-Risiko
2.3.3.4 Versicherungstechnisches Risiko
2.3.3.5 Liquiditätsrisiko
2.3.3.6 Operationales Risiko
2.3.4 Konglomeratsspezifische Risiken
2.3.4.1 Ansteckungsgefahr
2.3.4.2 Double-Gearing
2.3.4.3 Risikokonzentration
2.3.4.4 Weitere Risiken
2.4 Bedeutung von Finanzkonglomeraten in Österreich
3 Das Aufsichtssystem für Banken - Basel II
3.1 Der Weg zu Basel II
3.2 Das 3-Säulen-Modell von Basel II
3.2.1 Säule 1 – Mindestkapitalanforderungen
3.2.2 Säule 2 – Aufsichtlicher Überprüfungsprozess
3.2.3 Säule 3 – Marktdisziplin
3.3 Modelle zur Berechnung der notwendigen EK-Unterlegung
3.3.1 Kreditrisiko
3.3.1.1 Kredit-Standardansatz
3.3.1.2 IRB-Ansätze
3.3.2 Marktrisiko
3.3.3 Operationelles Risiko
3.3.3.1 Basisindikatoransatz
3.3.3.2 Standardansatz
3.3.3.3 Ambitionierter Messansatz
3.4 Auswirkungen von Basel II
3.4.1 Auswirkungen auf EK-Unterlegung und Unternehmensprozesse
3.4.1.1 Quantitative Änderung der EK-Unterlegung
3.4.1.2 Von Änderungen betroffene Unternehmensbereiche
3.4.2 Auswirkungen auf Mitarbeiter und Kunden
3.5 Kritikpunkte an Basel II
3.6 Ausblick auf die Inhalte von Basel III
4 Neue Eigenkapitalvorschriften für Versicherungen
4.1 Das derzeit gültige Aufsichtsmodell Solvency I
4.2 Das 3-Säulen Modell-von Solvency II
4.2.1 Säule 1 – Quantitative Kapitalanforderungen
4.2.2 Säule 2 – Aufsichtliches Überprüfungsverfahren
4.2.3 Säule 3 – Marktdisziplin
4.3 Modelle zur Berechnung der neuen EK-Anforderung
4.3.1 Standardmodell
4.3.2 Interne Modelle
4.4 Auswirkungen von Solvency II
4.4.1 Auswirkungen auf die EK-Unterlegung
4.4.2 Änderungen in unterschiedlichen Unternehmensbereichen
4.5 Kritikpunkte an Solvency II
5 Risikoaggregation auf Ebene des Finanzkonglomerats
5.1 Begriff Risikoaggregation
5.2 Ablauf der Risikoaggregation in Finanzkonglomeraten
5.2.1 Schritt 1 – Ermittlung der Einzelrisiken
5.2.2 Schritt 2 – Ermittlung des Risikos auf Unternehmensebene
5.2.3 Schritt 3 – Ermittlung des Risikos auf Ebene des Konglomerats
6 Empirische Untersuchung der Auswirkungen von Basel II und Solvency II auf die Eigenmittelausstattung
6.1 Dokumentenanalyse
6.1.1 Forschungsziel
6.1.2 Forschungsdesign
6.1.2.1 Formulierung der Forschungsfrage
6.1.2.2 Methoden- und Unternehmensauswahl
6.1.2.3 Datenerhebung
6.1.2.4 Auswertung der Daten
6.1.3 Darstellung der Ergebnisse
6.1.3.1 Jahr der Einführung von Basel II
6.1.3.2 Wirtschaftliche Situation des Unternehmens
6.1.3.3 Veränderung des notwendigen EK-Erfordernisses
6.1.3.4 Anwendung von Standardmodell oder internem Modell
6.1.4 Interpretation
6.2 Expertengespräche
6.2.1 Forschungsziel
6.2.2 Forschungsdesign
6.2.2.1 Formulierung der Forschungsfrage
6.2.2.2 Methoden- bzw. Expertenauswahl
6.2.2.3 Datenerhebung
6.2.2.4 Auswertung der Daten
6.2.3 Darstellung der Ergebnisse
6.2.3.1 Risiken in Versicherungen
6.2.3.2 Risikosteuerungsinstrumente
6.2.3.3 Stand der Vorbereitungen auf Solvency II
6.2.3.4 Vorteile von Solvency II
6.2.3.5 Herausforderungen durch Solvency II-Einführung
6.2.3.6 Auswirkungen auf die notwendige EK-Ausstattung
6.2.3.7 Verwendung von internen Modellen
6.2.3.8 Zukünftige Solvabilitätsengpässe von Versicherungen
6.2.3.9 QIS-Studien
6.2.3.10 Schwierigkeiten bei der Risikoaggregation
6.2.3.11 Risikoaggregation in Finanzkonglomeraten
6.2.3.12 Sonstige aufgeworfene Themen
6.2.4 Schlussfolgerungen
7 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Diplomarbeit analysiert die Auswirkungen der neuen Eigenkapitalvorschriften Basel II (für Banken) und Solvency II (für Versicherungen) auf die Eigenkapitalausstattung von Finanzkonglomeraten in Österreich. Ziel ist es, die Konsequenzen dieser regulatorischen Änderungen zu quantifizieren, Risikomanagement-Herausforderungen in Konglomeraten aufzuzeigen und zu klären, inwieweit eine Risikoaggregation auf Konzernebene sinnvoll und methodisch umsetzbar ist.
2.3.4 Konglomeratsspezifische Risiken
Wurden in den vergangenen Kapiteln die Risiken von Banken und Versicherungen separat betrachtet, erfolgt nun die Einschätzung der Risiken auf Konglomeratsebene.
2.3.4.1 Ansteckungsgefahr
Ein wesentliches Problem der Aufsicht über Finanzkonglomerate besteht darin, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten eines Unternehmens des Finanzkonglomerats zum Verlust des Vertrauens der Marktteilnehmer in die Leistungsfähigkeit der anderen Unternehmen des Finanzkonglomerats führen können.
So können finanzielle Schwierigkeiten von Versicherern eines Finanzkonglomerats dazu führen, dass Kunden vermehrt ihre Einlagen bei konglomeratszugehörigen Banken abheben und somit die ganze Unternehmensgruppe in Liquiditätsschwierigkeiten gerät. Dieses Problem nennt man „Ansteckungsgefahr“/“Dominoeffekt“.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung durch den Strukturwandel im Finanzsektor ein, definiert das Forschungsziel und erläutert den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Finanzkonglomerate im Überblick: Dieses Kapitel erläutert die Motive für die Bildung von Finanzkonglomeraten, die rechtlichen Rahmenbedingungen und kategorisiert die diversen Risiken in Banken, Versicherungen und auf Konglomeratsebene.
3 Das Aufsichtssystem für Banken - Basel II: Hier werden das Basel II-Regelwerk und das 3-Säulen-Modell detailliert beschrieben, inklusive der verschiedenen Ansätze zur Berechnung der Mindestkapitalanforderungen für Kredit-, Markt- und operationelle Risiken.
4 Neue Eigenkapitalvorschriften für Versicherungen: Dieses Kapitel widmet sich dem Solvency II-Regelwerk, erläutert dessen 3-Säulen-Struktur sowie die neuen Ansätze zur Ermittlung des Solvenzkapitals und analysiert die Auswirkungen auf Versicherungsunternehmen.
5 Risikoaggregation auf Ebene des Finanzkonglomerats: Das Kapitel definiert den Begriff der Risikoaggregation und beschreibt einen strukturierten Prozess, um Risiken auf Ebene des Finanzkonglomerats durch Berücksichtigung von Diversifikationseffekten zusammenzuführen.
6 Empirische Untersuchung der Auswirkungen von Basel II und Solvency II auf die Eigenmittelausstattung: Dieser Teil präsentiert die Ergebnisse einer Dokumentenanalyse bei österreichischen Banken sowie Experteninterviews mit Versicherern und Aufsichtsvertretern zur praktischen Implementierung der neuen Aufsichtsregeln.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der theoretischen und empirischen Analyse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen rund um Basel III.
Finanzkonglomerate, Basel II, Solvency II, Eigenkapitalausstattung, Risikoaggregation, Bankenaufsicht, Versicherungsregulierung, Mindestkapitalanforderungen, Marktrisiko, Kreditrisiko, Operationales Risiko, Eigenmittel, Solvabilität, Dokumentenanalyse, Expertengespräche
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen regulatorischer Änderungen – konkret Basel II für Banken und Solvency II für Versicherungen – auf die Eigenkapitalausstattung von österreichischen Finanzkonglomeraten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Risikostrukturen von Finanzinstituten, den neuen Eigenkapitalanforderungen der Aufsichtsbehörden sowie der methodischen Herausforderung, diese Risiken auf der Ebene einer Unternehmensgruppe zu aggregieren.
Ziel ist es, die quantitativen und qualitativen Konsequenzen der neuen Aufsichtsregeln auf Finanzkonglomerate zu bewerten, um Unternehmensgruppen eine Hilfestellung für ihre unternehmenspolitischen Entscheidungen zu geben.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte Literaturrecherche (theoretischer Teil) mit einer Dokumentenanalyse der Geschäftsberichte österreichischer Banken sowie einer qualitativen Analyse von Experteninterviews mit Vertretern aus Versicherungen und Aufsichtsbehörden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der Aufsichtssysteme (Basel II, Solvency II), eine theoretische Auseinandersetzung mit der Risikoaggregation sowie den empirischen Teil, der sowohl die quantitativen Bankdaten als auch die qualitative Expertenmeinung auswertet.
Zentrale Begriffe sind Finanzkonglomerate, Eigenkapitalausstattung, Risikoaggregation, Basel II, Solvency II und Solvabilitätsengpässe.
Während Banken stärker auf interne Modelle und das Kreditrisiko fokussiert sind, müssen Versicherungen unter Solvency II eine gesamtheitliche Betrachtung vornehmen, die verstärkt versicherungstechnische Risiken und Katastrophenereignisse einbezieht.
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl Basel II als auch Solvency II keine absoluten Garantien gegen Insolvenzen bieten, da regulatorische Modelle komplexe menschliche Fehlentscheidungen und unvorhersehbare Marktverwerfungen nur begrenzt abbilden können.
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