Bachelorarbeit, 2011
32 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Begriffe
3. Epos und Romanhaftigkeit
3.1. Darstellung von Realismus
3.2. Figurenanzahl
3.3. Erzähltempo
3.4. Atmosphäre
3.5. Gesellschaftlicher Kontext
4. Vergleich mit einer Diskussion im Literaturbetrieb
5. Rezeptionsweise
6. Die Rolle des Autors
7. Qualitätshierarchie
8. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rezeption US-amerikanischer Qualitätsserien im deutschsprachigen Feuilleton, um die dort verwendeten Qualitätskriterien zu systematisieren, den Literaturbezug der Diskussion zu erörtern und die Rolle des sogenannten Showrunners als zentrales Qualitätsmerkmal herauszuarbeiten.
3.1. Darstellung von Realismus
Der amerikanische Autor Jonathan Franzen vergleicht in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)“, die neuen Serien mit den Gesellschaftsromanen des 19. Jahrhunderts; er selbst ist ebenfalls für umfangreiche Gesellschaftsportraits bekannt. Sie hätten die gleiche Funktion, „[…] die großen sozialen Probleme, anhand einer Vielzahl von Figuren, spannend zu verhandeln“ (vgl. Franzen in v. Lovenberg 2010). Es geht also nicht nur um den reinen Umfang, sondern auch um die Darstellung der umfangreichen Komplexität der Realität. So findet man eine Vielzahl an Textstellen in den entsprechenden Artikeln, die genau diese Merkmale hervorheben:
Die moderne Wirklichkeit ist auch in ihrer Komplexität potentiell darstellbar. (Kämmerlings 2010)
Mich interessiert daran vor allem die narrative Struktur, wie das „Reale“ auf ganz neue Weise erzählt wird […]. (Peltzer in Kämmerlings 2010)
Das ist ein realistischer Familienroman über fünf Staffeln […] (Wagner in Kämmerlings 2010)
1. Einführung: Die Arbeit thematisiert den Wandel des Fernsehens und das gestiegene Interesse des deutschen Feuilletons an komplexen amerikanischen Qualitätsserien.
2. Begriffe: Es werden verschiedene Bezeichnungen für das Phänomen „Qualitätsserie“ analysiert, die oft Anleihen bei literarischen Begriffen nehmen.
3. Epos und Romanhaftigkeit: Dieses Kapitel untersucht die im Feuilleton häufige Verwendung von Begriffen wie „episch“ oder „romanhaft“ zur Charakterisierung von Serien.
4. Vergleich mit einer Diskussion im Literaturbetrieb: Der Autor zieht Parallelen zwischen der Kritik am deutschen Fernsehen und der Debatte über einen Mangel an gesellschaftlicher Relevanz in der deutschen Gegenwartsliteratur.
5. Rezeptionsweise: Die veränderten Sehgewohnheiten durch DVD-Boxen und Internet, die eine neue Form des „romanhaften“ Konsums ermöglichen, stehen hier im Fokus.
6. Die Rolle des Autors: Das Kapitel beleuchtet den Paradigmenwechsel vom Regisseur zum „Showrunner“ als zentrale Instanz und kreativer Kopf hinter modernen Serien.
7. Qualitätshierarchie: Es wird untersucht, ob sich innerhalb der Diskussion Abstufungen der Qualität festmachen lassen, da nicht alle Serien die gleichen Merkmale erfüllen.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Diskussion primär eine Lobeshymne darstellt, die gleichzeitig eine implizite Kritik am deutschen Fernsehen und seiner mangelnden Fähigkeit zur Komplexitätsdarstellung enthält.
Qualitätsserie, Feuilleton, US-Fernsehen, Romanhaftigkeit, Epos, Showrunner, Rezeption, Realismus, Gesellschaftsanalyse, Serienkultur, Medienwandel, DVD, Internet, Fernsehgeschichte, Literaturbezug
Die Arbeit analysiert, wie US-amerikanische Qualitätsserien im deutschsprachigen Feuilleton besprochen werden und welche spezifischen Merkmale ihnen von Kritikern zugeschrieben werden.
Die zentralen Themen sind der Vergleich von Serien mit Literatur, die Rolle von Realismus und Komplexität, die Bedeutung des Showrunners und die veränderten Rezeptionsmöglichkeiten durch moderne Medien.
Ziel ist es, die Feuilleton-Diskussion zu ordnen, Begriffe zu systematisieren und zu verstehen, warum und wie amerikanische Serien im deutschen intellektuellen Diskurs als hochwertige Kunstform verhandelt werden.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Auswertung von Artikeln aus dem Feuilleton deutschsprachiger Tages- und Wochenzeitungen, die als empirische Grundlage für die Untersuchung der Qualitätskriterien dienen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung literarischer Analogien (Epos/Roman), den Vergleich mit literaturkritischen Diskursen, die Analyse veränderter Rezeptionsformen und die herausragende Rolle der „Showrunner“.
Begriffe wie Qualitätsserie, Romanhaftigkeit, Showrunner, feuilletonistische Rezeption und gesellschaftlicher Realismus beschreiben den Kern der Arbeit am besten.
Sie zeichnen sich durch komplexe Erzählstrukturen, eine realistische Darstellung sozialer Prozesse, eine Abkehr von klassischen Spannungsbögen und eine hohe atmosphärische Dichte aus.
Er gilt als der kreative Kopf, der als einzige Instanz den gesamten Entstehungsprozess – von der Idee über das Drehbuch bis zur Produktion – überwacht und so die künstlerische Konsistenz gewährleistet.
Der Autor zeigt auf, dass das Feuilleton amerikanischen Serien genau jene gesellschaftliche Relevanz und erzählerische Tiefe attestiert, die es in der zeitgenössischen deutschen Literatur häufig vermisst.
Nein, die Arbeit stellt fest, dass es Abstufungen gibt und Serien individuell betrachtet werden müssen, da sie sehr unterschiedliche Ansätze und Innovationsgrade aufweisen.
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