Bachelorarbeit, 2010
53 Seiten, Note: 1.3
1 Hintergrund und Forschungsfragen der Arbeit
2 Grundlegende Begriffe
2.1 Suchen oder Finden
2.2 Struktur von Datenbeständen
2.3 Unterschiedliche Arten der Relevanz
2.4 Information Retrieval
3 Suchen
3.1 Suchmaschinenarten
3.1.1 Suche in lokalen Datenbanken
3.1.2 Volltextsuchmaschinen
3.1.3 Metasuchmaschinen
3.1.4 Verzeichnisse
3.1.5 Spezielle Suchdienste
3.2 Suchmechanismen und Funktionsweisen
3.2.1 Webcrawler
3.2.2 Indexierung
3.2.3 Rangierungsprinzipien
3.3 Probleme der Suche und Lösungsansätze
3.3.1 Schwachstellen
3.3.2 Lösungsansätze
4 Finden
4.1 Personalisierte Internetsuche
4.1.1 Nutzerprofile als Basis der Personalisierung
4.1.2 Personalisierung der Suchanfrage
4.1.3 Personalisierung des Suchalgorithmus
4.1.4 Personalisierte Präsentation der Suchergebnisse
4.2 Kontextorientierte Konzepte
4.2.1 Semantic Web
4.2.2 Nutzenspotentiale
4.2.3 Problemfelder
4.2.4 Bisherige Umsetzung neuer Suchkonzepte
5 Vergleich verschiedener Suchmaschinen
5.1 Beschreibung des Vorgehens
5.2 Auswahl der Testobjekte
5.3 Ergebnisse und Auswertung
6 Zusammenhang und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Unterschied zwischen traditionellem Suchen und dem gezielten Finden in einer digitalen Umgebung. Das primäre Ziel ist es, die Effizienz klassischer Volltextsuchmaschinen derjenigen moderner, kontextorientierter Konzepte gegenüberzustellen und die Eignung der verschiedenen Ansätze für die Informationssuche zu bewerten.
2.1 Suchen oder Finden
Der Titel dieser Arbeit ”Die Geschichte von Suchen und Finden in einer digitalen Welt” wirft die Frage nach dem Unterschied zwischen klassischen Suchmaschinen und modernen, kontextorientierten Suchkonzepten auf. Prinzipiell wäre eine Maschine in dem Moment eine Findemaschine, wenn sie die Frage des Nutzers so beantwortet, dass dies die Suche beendet. Bisherige Suchmaschinen liefern auf eine Suchanfrage hingegen nur Unmengen an Daten und können dennoch nicht garantieren, dass die Anfrage damit vollständig beantwortet wird. Es existieren aber bereits kontextorientierte Konzepte, welche einer Findemaschine näher kommen als bisherige Systeme. Im Folgenden wird der Unterschied zwischen Suchen und Finden mit Hilfe der Data-Information-Knowledge-Wisdom (DIKW) Hierarchie erklärt. In diesem Rahmen können verschiedene Beispielmaschinen geordnet werden.
Die DIKW Hierarchie visualisiert den Zusammenhang von Daten, Informationen, Wissen und Weisheit. Daten bilden die Basis dieser Pyramide. Aus ihnen können später Informationen generiert werden, welche die Grundlage für Wissen bilden. Die Spitze der Pyramide, die Weisheit, kann wiederum nur über Wissen erreicht werden (Rowley, 2007, S. 2 ff). Um verschiedene Suchkonzepte in diese Hierarchie einordnen zu können, werden die einzelnen Stufen (Daten, Information, Wissen und Weisheit) und die Übergänge zwischen ihnen im Folgenden näher betrachtet.
Daten sind das Produkt von Beobachtungen. Sie sind nicht nutzbar, bevor sie nicht in eine sinnvolle Struktur gebracht werden. Es fehlt ihnen sowohl an Wert als auch an Bedeutung, wenn sie ohne Kontext oder Interpretation vorliegen (Vgl.Ackoff, 1989; Groff & Jones, 2003). Beispielsweise beinhaltet eine Kundendatenbank Daten. Alle Fakten, die über Kunden bekannt sind, zum Beispiel Name, Adresse und gekaufte Produkte, werden darin eingetragen. Die Tabelle als Gesamtheit betrachtet, bringt Menschen keine Informationen, da diese nicht alle Einträge auf einmal überblicken können.
Hintergrund und Forschungsfragen der Arbeit: Einführung in die Problematik des rasanten Internetwachstums und Festlegung der Forschungsfragen hinsichtlich der Eignung aktueller Suchkonzepte.
Grundlegende Begriffe: Erläuterung der theoretischen Basis mittels der DIKW-Hierarchie sowie Definition von Information Retrieval und verschiedenen Relevanzarten.
Suchen: Darstellung klassischer Suchmaschinenarten, deren technischer Funktionsweise wie Webcrawling und Indexierung sowie Analyse der Schwachstellen herkömmlicher Volltextsuche.
Finden: Untersuchung moderner Konzepte zur Effizienzsteigerung, insbesondere personalisierte Suche und der Vision des Semantic Web.
Vergleich verschiedener Suchmaschinen: Durchführung einer Fallstudie, in der verschiedene Suchmaschinen anhand von drei Testfragen in ihrer Sucheffizienz verglichen werden.
Zusammenhang und Ausblick: Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und Prognose zur künftigen Entwicklung semantischer Suchtechnologien.
Suchen, Finden, Suchmaschinen, Information Retrieval, Webcrawler, Indexierung, Relevanz, Personalisierung, Semantic Web, Ontologien, DIKW-Hierarchie, Volltextsuche, Effizienz, Fallstudie, Wissensmanagement.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und den Vergleich von Suchkonzepten im Internet, um den Unterschied zwischen dem reinen „Suchen“ und dem zielführenden „Finden“ von Informationen zu verdeutlichen.
Die zentralen Felder umfassen die Funktionsweisen klassischer Volltextsuchmaschinen, moderne Ansätze wie die Personalisierung und das Semantic Web sowie die Bewertung der Sucheffizienz.
Das Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit bestehende Suchkonzepte für das Internet geeignet sind und welche Suchmaschinen bei spezifischen Anfragen die beste Effizienz erzielen.
Es wird eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung durchgeführt und eine empirische Fallstudie (Case Study) angewandt, um die Sucheffizienz anhand von drei ausgewählten Testfragen zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche „Suchen“ (klassische Konzepte) und „Finden“ (moderne, kontextorientierte Konzepte) sowie den Vergleich ausgewählter Suchmaschinen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Suchen, Finden, Information Retrieval, Personalisierung, Semantic Web und Sucheffizienz.
Wolfram Alpha wird als „Wissensberechnungsmaschine“ beschrieben, die Fragen semantisch interpretiert und direkt berechnete Antworten liefert, anstatt nur eine Linkliste zu präsentieren.
Das Semantic Web wird als zukünftige Vision zur Verbesserung der Suchqualität durch semantische Anreicherung von Daten und Ontologien diskutiert, deren breite Anwendung jedoch noch in der Entwicklung steckt.
Es wird festgestellt, dass das Open Directory Project aufgrund seiner manuellen Verzeichnisstruktur für die Beantwortung konkreter und komplexer Suchanfragen ungeeignet ist, obwohl es als Verzeichnis informativen Wert besitzt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

