Bachelorarbeit, 2010
51 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
I. 1958-1960: Die Wurzeln der luxemburgischen Anteilnahme an der Atom-Debatte
1. „Koexistenzphrasen und wüste Drohungen“: Empörung in Luxemburg über den Wandel der sowjetischen Politik
2. Ja zu Nuklearexperimenten in der Sahara - Einheitspolitik der Benelux?
3. Luxemburg stärkt seine Position in den internationalen Beziehungen
II. Zwischen An- und Entspannung: Luxemburg bleibt seinem Kurs treu
1. Angst vor Westdeutschland? - Luxemburg unterstützt Frankreichs Atompolitik
2. Angst vor Chruschtschow? - Luxemburg während der Zeit zwischen dem U2-Vorfall und dem Ost-West Gipfeltreffen in Paris
3. Die Hoffnung Kennedy - und doch: Luxemburg will NATO weiter stärken
III. 1961-1962: Richtungswechsel Luxemburgs in der Atom-Debatte
1. Wachsender Missmut gegen Kernwaffentests im Großherzogtum
2. November 1961: Die luxemburgischen Abstimmungen in der UNO-Vollversammlung
3. Luxemburgs Stellung gegenüber Kernwaffen kurz vor und nach der Kuba-Krise: Ein Wandel?
Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht die Positionierung Luxemburgs in der internationalen Atom-Debatte zwischen 1958 und 1962. Ziel ist es, die Motive für die luxemburgische Außenpolitik im Kontext des Kalten Krieges zu identifizieren, insbesondere das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Sicherheit durch NATO-Solidarität und der zunehmenden Sorge vor nuklearer Eskalation.
Einleitung
4. Oktober 1957: die westliche Welt steht unter Schock. An diesem Tag ist es der Sowjetunion gelungen, den ersten künstlichen Satelliten mit Hilfe einer Interkontinentalrakete in die Erdumlaufbahn zu schießen. Es wird klar, dass die U.d.S.S.R. den U.S.A. ebenbürtig, wenn nicht sogar technisch überlegen ist. Nicht nur der Fakt, dass Moskau nun über funktionelle Interkontinentalraketen verfügt, die jeden Punkt des Territoriums der Vereinigten Staaten binnen einer halben Stunde erreichen könnten, versetzt den Westen in einen Schockzustand, sondern vielmehr die Tatsache, dass nun beide antagonistischen Lager des Kalten Krieges über die nötigen Mittel verfügen, um den jeweiligen Gegner mit einem Atomangriff zu Nichte zu machen.
Einzige Abschreckung vor dem Einsatz der Kernwaffen ist die Gewissheit, dass im Falle eines derartigen Angriffs der Gegner noch vernichtend zurückschlagen kann. Das „Gleichgewicht des Schreckens“ ist geschaffen.
Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den historischen Kontext des Kalten Krieges ab 1957 und das Aufkommen des "Gleichgewichts des Schreckens". Zudem wird die besondere Situation Luxemburgs als Kleinstaat dargelegt, der sich zwischen den Mächteblöcken positionieren muss.
I. 1958-1960: Die Wurzeln der luxemburgischen Anteilnahme an der Atom-Debatte: Das Kapitel analysiert die erste Phase der luxemburgischen Reaktion auf die sowjetische Politik und die zunehmende Bedeutung der UNO als Forum für Luxemburg.
II. Zwischen An- und Entspannung: Luxemburg bleibt seinem Kurs treu: Hier wird untersucht, wie Luxemburg auf die französische Atompolitik und die Berlin-Krise reagiert, wobei der Fokus auf dem Sicherheitsbedürfnis des Staates liegt.
III. 1961-1962: Richtungswechsel Luxemburgs in der Atom-Debatte: Dieses Kapitel beschreibt den allmählichen Wandel der luxemburgischen Haltung zu Nukleartests während der Hochphase der Kuba-Krise und die Anpassung an internationale Abrüstungstendenzen.
Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung resümiert die Politik des Selbstschutzes, die Luxemburgs Außenpolitik in dieser Ära leitete, und bewertet die langfristige Integration in die westliche Allianz.
Kalter Krieg, Luxemburg, Atom-Debatte, Kernwaffen, NATO, Sowjetunion, Außenpolitik, EURATOM, UNO, Kuba-Krise, Abrüstung, Selbstschutz, Benelux, Nukleartests, Westdeutschland.
Die Arbeit analysiert die luxemburgische Außenpolitik und die Haltung des Großherzogtums zur nuklearen Aufrüstung während der Jahre 1958 bis 1962.
Die zentralen Themen sind das Gleichgewicht des Schreckens, die Rolle Luxemburgs in der NATO, die Reaktionen auf französische Atomtests und die Einordnung in die Benelux-Politik.
Das Ziel ist die Offenlegung der Beweggründe hinter der luxemburgischen Positionierung zu Kernwaffen sowie die Analyse, ob ein Politikwandel in diesem Zeitraum stattfand.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf Archivmaterial der National Archive Luxemburgs, Presseberichten der Zeit und offiziellen Parlamentsprotokollen der Abgeordnetenkammer basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in drei chronologische Phasen, die von den Wurzeln der Atom-Debatte über die Krisenjahre 1960 bis hin zum Richtungswechsel während der Kuba-Krise reichen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kalter Krieg, Nukleardebatte, Kleinstaat-Diplomatie, NATO und Abrüstung charakterisiert.
Luxemburg verfolgte weitgehend eine abgestimmte Außenpolitik mit Belgien und den Niederlanden, wobei das Land sich oft erst nach Konsultationen innerhalb dieses Bündnisses international positionierte.
Während Luxemburg anfangs eine Politik der Unterstützung der Westmächte und der NATO-Aufrüstung verfolgte, vollzog sich nach der Kuba-Krise eine Abkehr, die sich in einer kritischeren Haltung gegenüber Atombombentests niederschlug.
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