Diplomarbeit, 1998
110 Seiten, Note: 1,5
1. EINLEITUNG / DANK
2. TEIL I - DIE THEORIE
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.a Einstellung - Szene - Sequenz
2.1.b Schnitt - Montage
2.1.c Kurzfilm
2.1.d Musikvideo
2.2. Genrefizierung von Musikvideos
2.2.a Performance-Video
2.2.b Konzept-Video
2.3. Genrespezifische Narrative Elemente des Musikvideos
2.3.a Narrative Rahmenhandlung
2.3.b Dosierte Rätselhaftigkeit
2.3.c Dehnungsfugen
2.4. Schnitt im Spiel-/Kurzfilm
2.4.a Schnitt-Wirkungen
2.4.b Techniken des Schnitts
2.4.c Einstellungsverkettungen
2.5 Schnitt im Musikvideo
2.5.a Schnittgeschwindigkeit
2.5.b Schnitt & Rhythmus
2.6. Unterscheidung von Ton im Musikvideo & Kurzfilm
2.6.a Wertigkeit
2.6.b Ton/Bild - Kontrastierung im Musikvideo
2.6.c Kitt für die Bilder
2.7 Einflüße von Montage-Techniken auf den Spiel-/Kurzfilm
2.7.a Beispiel: Weißflash
2.8. Musikalische Montagen
2.8.a Geräuschhaftigkeit
2.8.b Found Footage
2.8.c Bild-Scratching
2.8.d Unterschiedliche Bebilderung von A- & B-Teilen
2.8.e Synchronisation von Bewegungen
3. TEIL II - DAS EXPERIMENT
3.1 Vorgeschichte
3.1.a Die Paramounts
3.1.b BLACK CAT
3.2. Experiment
3.2.a. Ablauf
3.2.b Begründung für die Wahl der Cutter
3.3 Analyse
3.3.a Einfluß von Montagetechniken des Musikvideos
3.3.b Montage-Variationen
3.3.c Bedeutung des Originaltons
3.3.d Kitt für die Bilder
3.3.e Zusammenspiel von Musik & Bild
4. FAZIT
5. LITERATURLISTE
6. ANHANG
6.1 Karl Heinz Stenz (Kurzfilm)
6.1.a Interview vom 19.02.1998
6.1.b Interview vom 07.04.1998
6.2. Patrick Gericke (Musikvideo)
6.2.a Interview vom 20.02.1998
6.2.b Interview vom 08.04.1998
7. ERKLÄRUNG
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Narration, Musik und Bildschnitt im Musikvideo im Vergleich zum narrativen Kurzfilm. Ziel ist es, die spezifischen Montagetechniken im Musikvideo zu analysieren und zu klären, ob und wie eine „musikalische Montage“ visuelle Inhalte ohne stringente Narration dynamisieren und kohärent verbinden kann.
2.1.b SCHNITT - MONTAGE
„Daß ein Filmstreifen mehr als eine Einstellung enthalten konnte, >erfuhr< der französische Illusionist und Filmkünstler George Méliès 1896 durch einen Zufall. bei einer Aufnahme verfing sich der Film in der Kamera, und Méliès konnte am Place de l’Opera erst mit einminütiger Verzögerung weiter kurbeln: >Während dieser Minute hatten sich natürlich die Passanten, Omnibusse, Wagen von der Stelle bewegt. Als ich den Streifen, den ich dort, wo er gerissen war, wieder zusammengefügt hatte, projizierte, sah ich plötzlich, daß aus dem Omnibus Madeleine-Bastille ein Leichenwagen und aus Männern Frauen geworden waren.<“ 9 - George Méliès 1896 -
Ein zufällig eingefangener „Stopptrick“ demonstrierte erstmalig das Grundprinzip des Schnitts: Einstellungen die Verschiedenes zeigen werden zeitlich nahtlos hintereinander projiziert. Schnitt als Berührungspunkt zweier unterschiedlicher Einstellungen?
Spätestens seit Godards Video-Wiping-Montagen 10 stellt sich jedoch die Frage: wo setzt ein Schnitt an? Die heutigen Musikvideos sind derart mit Effekten bearbeitet, oder überblendet, daß es schwerfällt klare Schnittstellen zwischen den einzelnen Bildern auszumachen: Tempovariationen und Einzelbildschaltungen verwischen den Bildübergang.
1. EINLEITUNG / DANK: Einleitung in die Thematik der Musikvideo-Wissenschaft sowie Danksagungen an beteiligte Personen.
2. TEIL I - DIE THEORIE: Theoretische Auseinandersetzung mit Begriffen, Genres und Montagetechniken im Musikvideo und Kurzfilm.
3. TEIL II - DAS EXPERIMENT: Praktischer Vergleich zweier Schnittversionen eines Rohmaterials durch zwei unterschiedliche Cutter.
4. FAZIT: Zusammenfassende Reflexion über das Verhältnis von Narration und musikalischer Montage.
5. LITERATURLISTE: Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur.
6. ANHANG: Transkripte der Interviews mit den Cuttern und filmographische Angaben.
7. ERKLÄRUNG: Formale Erklärung zur selbstständigen Anfertigung der Arbeit.
Musikvideo, Kurzfilm, Filmmontage, Filmschnitt, Narrativ, Musikalischer Rhythmus, Continuity, Bildzentrum, Montage, Postmodernismus, Audio-visuelle Synchronisation, Schnittgeschwindigkeit, Bild-Scratching, Found Footage, Experimenteller Schnitt
Die Arbeit befasst sich mit der visuellen Umsetzung von Musik im Format des Musikvideos und untersucht, wie sich die Montagetechniken hier von klassischen narrativen Kurzfilmen unterscheiden.
Im Fokus stehen die theoretische Definition von Musikvideos, die Rolle von Bildschnitt und Montage sowie der Einfluss musikalischer Rhythmen auf die Bilddramaturgie.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie musikalische Montage eine eigenständige Ordnung schafft, die über die klassische, handlungsorientierte Continuity hinausgeht.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse führt der Autor ein praktisches Experiment durch, bei dem dasselbe Rohmaterial einmal als narrativer Kurzfilm und einmal als Musikvideo montiert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Schnitttechniken und Musiktheorie sowie einen praktischen Teil, in dem die Schnittfassungen von zwei Cuttern analysiert und verglichen werden.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Musikvideo, Filmmontage, Narrativ, audiovisuelle Synchronisation und Schnittgeschwindigkeit.
Dieser Begriff, zitiert von Behne, beschreibt ein Gestaltungsprinzip, bei dem durch Reizüberflutung oder surrealistische Bilder eine emotionale Atmosphäre erzeugt wird, statt eine logische Story zu verfolgen.
„BLACK CAT“ dient als neutrales Rohmaterial, um zu demonstrieren, wie zwei Cutter allein durch ihre unterschiedliche Herangehensweise und Genre-Wahl (Kurzfilm vs. Musikvideo) die Bedeutung des Materials verändern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

