Examensarbeit, 2009
80 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Herkunft und unterrichtlicher Kontext des Themas „Verbesserung der Mündlichkeit im Fremdsprachenunterricht durch drei kooperative und schüleraktivierende Methoden“
1.1 Der Stellenwert der kommunikativen Fähigkeiten in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe
1.2 Eigene Erfahrungen und Beobachtungen
1.3 Sachstruktureller Entwicklungsstand der Lerngruppe
1.4 Das Vorhaben im Kontext der Lehrerfunktionen
2 Methodisch-didaktische Überlegungen
2.1 Mündlichkeit im Fremdsprachenunterricht
2.2 Das Prinzip des kooperativen Lernens
2.3 Die ausgewählten Methoden
2.3.1 Think-pair-share
2.3.2 Die Gesprächsmühle
2.3.3 Das Gruppenpuzzle
3 Darstellung der didaktischen Umsetzung
3.1 Schaffung geeigneter Ausgangsbedingungen zur Verbesserung der Mündlichkeit im Fremdsprachenunterricht
3.2 Eignung des Romans zur Verbesserung der Mündlichkeit im Fremdsprachenunterricht
3.3 Umgang mit Fehlern
3.4 Überblick über die Unterrichtsreihe
3.5 Darstellung der durchgeführten Methoden
3.5.1 Die Gesprächsmühle in Stunde 8 Christopher and the police
3.5.2 Das Gruppenpuzzle in den Stunden 11 und 12 Mrs. Boone – a callous mother?
3.5.3 Think-pair-share in Stunde 19 Christopher and the meaning of dogs in his life
4 Evaluation und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie durch den Einsatz spezifischer kooperativer Lernmethoden die Hemmungen von Schülern der gymnasialen Oberstufe abgebaut und ihre mündliche Sprachkompetenz im Englischunterricht gezielt gesteigert werden kann.
3.3 Umgang mit Fehlern
Selbstverständlich sollte Ziel des Englischunterrichts sein, dass die Lernenden möglichst fehlerfrei sprechen. Allerdings hat die Fremdsprachendidaktik erkannt, dass die Verfolgung dieses Ziels nicht immer Priorität haben kann. So hat sich eine Fehlertoleranz etabliert, die von der Zielsetzung der jeweiligen Unterrichtsphase abhängt. Dementsprechend sollten produktive Phasen von minimaler Fehlerkorrektur geprägt sein, wohingegen imitative Phasen intensive Korrekturen verlangen. Da es in der vorliegenden Unterrichtsreihe vorrangig darum geht, die Lernenden zum Sprechen zu motivieren und so die mündliche Sprachproduktion im Vordergrund steht, wurde durchgängig das Prinzip der message before accuracy verfolgt.
Offensichtlich hätte eine ständige korrektive Unterbrechung durch die Lehrperson den Sprachfluss der Lernenden gestört und diese zudem verunsichert und demotiviert. Daher wurde der Korrektur sprachlicher Fehler über die gesamte Unterrichtsreihe hinweg eine eigene Phase eingeräumt, die entweder direkt im Anschluss an produktive Phasen oder vorab im Einstieg zur nächsten Stunde platziert wurde. In der Praxis bedeutete dies, dass ich als Lehrperson die Fehler der Lernenden notiert und diese auf Folie oder Tafel unter der Überschrift language mistakes in our spoken English visualisiert habe, sodass sie im Plenum anschaulich thematisiert und in den meisten Fällen durch die Lernenden selbst verbessert werden konnten.
1 Herkunft und unterrichtlicher Kontext des Themas „Verbesserung der Mündlichkeit im Fremdsprachenunterricht durch drei kooperative und schüleraktivierende Methoden“: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage, in der die Bedeutung mündlicher Kompetenz sowie die Herausforderungen der Lerngruppe im Hinblick auf Sprechhemmungen dargelegt werden.
2 Methodisch-didaktische Überlegungen: Hier werden theoretische Grundlagen zur Mündlichkeit im Fremdsprachenunterricht sowie die Prinzipien kooperativen Lernens und die spezifischen gewählten Methoden vorgestellt.
3 Darstellung der didaktischen Umsetzung: Dieses zentrale Kapitel beschreibt die praktische Planung der Unterrichtsreihe sowie die detaillierte Durchführung der drei ausgewählten kooperativen Methoden anhand konkreter Unterrichtsstunden.
4 Evaluation und Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Ergebnisse der Unterrichtsreihe auf Basis der durchgeführten Evaluation und bewertet den Erfolg der angewandten Methoden für die Förderung der Mündlichkeit.
Mündlichkeit, Fremdsprachenunterricht, Kooperatives Lernen, Think-pair-share, Gesprächsmühle, Gruppenpuzzle, Kommunikative Kompetenz, Fehlerkorrektur, Mark Haddon, Sprechhemmungen, Schüleraktivierung, Unterrichtsplanung, Oberstufe, Sprachproduktion, Evaluation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbesserung der mündlichen Sprachproduktion im Englischunterricht einer elften Gymnasialklasse durch den Einsatz kooperativer Methoden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Förderung der Mündlichkeit, der Anwendung von kooperativen Arbeitsformen und der Arbeit mit der Ganzschrift von Mark Haddon.
Das Hauptziel ist es, die Hemmschwellen der Lernenden gegenüber freiem Sprechen in der Fremdsprache durch schüleraktivierende Methoden abzubauen.
Es handelt sich um einen praxisorientierten Ansatz, bei dem Unterrichtsmethoden (Think-pair-share, Gesprächsmühle, Gruppenpuzzle) geplant und praktisch erprobt sowie anschließend durch Schülerbefragungen evaluiert werden.
Der Hauptteil befasst sich mit der didaktischen Umsetzung der Unterrichtsreihe, inklusive der Materialaufbereitung, dem Umgang mit Fehlern und der detaillierten Beschreibung der gewählten Stunden.
Wichtige Begriffe sind Mündlichkeit, kooperatives Lernen, kommunikative Kompetenz, Schüleraktivierung und Fehlerkultur.
Die Gesprächsmühle wurde insbesondere als Einstieg gewählt, um träge Gruppen in den Morgenstunden zu aktivieren und niederschwellig zum Sprechen zu motivieren.
Das Gruppenpuzzle fördert die Eigenverantwortung der Lernenden und zwingt durch die Arbeit in Experten- und Stammgruppen jeden zur aktiven Beteiligung.
Die Arbeit verfolgt das Prinzip „message before accuracy“, bei dem Fehler gesammelt und in einer separaten Phase visualisiert und gemeinsam besprochen wurden, statt den Sprachfluss sofort zu unterbrechen.
Die Evaluation zeigt, dass sich die Hemmschwellen reduziert haben, die Schüler motivierter sind und eine rege Teilnahme am Unterrichtsgeschehen erreicht wurde.
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