Masterarbeit, 2011
95 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Ausgangslage
2.1 Problemstellung
2.2 Zielsetzung
3 Grundlagen des Risikomanagements
3.1 Risikodefinition
3.2 Erfassung und Verwaltung von Risiken
3.3 Aggregation von Risiken
3.4 Risikomanagement als Prozess
3.4.1 Einbindung der Risiko-Analyse in einen RM-Prozess
3.4.2 Bewertung von Risiken
3.4.3 Steuerung und Kontrolle von Risiken
3.4.4 Risikoreporting und -kommunikation
4 Management-Ansätze
4.1 Generisches Managementsystem
4.2 St. Galler Management-Modell
4.2.1 Normatives Management
4.2.2 Strategisches Management
4.2.3 Operatives Management
4.3 Unternehmensführung und -steuerung
4.3.1 Balanced Scorecard
4.3.2 SWOT Analyse
4.3.3 Strategy Map
4.4 IT-Frameworks für Prozesse und Ziele
4.4.1 CobiT – Control Objectives for Information and related Technology
4.4.2 ITIL – Information Technology Infrastructure Library
5 Ansätze für die Integration des Risikomanagements in bestehende Management-Ansätze
5.1 Organisatorischer Ansatz eines integrativen Risikomanagementkonzeptes
5.1.1 Konzernweite Ausrichtung
5.1.2 Risikoarten
5.1.3 Einheitliche Begrifflichkeiten
5.1.4 Methodische Umsetzung
5.2 Change Management für den Integrationsprozess
5.2.1 Ursprung des Change Management
5.2.2 Gegenstand der Änderung
5.2.2.1 Strategie
5.2.2.2 Strukturen und Organisationen
5.2.2.3 Prozesse
5.2.3 Rahmenbedingungen
5.2.4 Relevanz des Change Management
5.2.5 Transformationsprozesse in Organisationen
5.3 Risikosteuerung mittels integrierter Balanced Scorecard
5.4 Ausgestaltung eines integrativen RM-Prozesses
6 Fazit und Ausblick auf Möglichkeiten und Grenzen
Die Arbeit zielt darauf ab, ein systematisches Risikomanagement in die Unternehmensführung zu integrieren, um einen holistischen Ansatz zu schaffen, der Risiken nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Chance für die strategische Entwicklung begreift. Hierbei soll die IT-Infrastruktur als strategischer Wettbewerbsvorteil durch ein integratives Prozessmodell verankert werden.
3.1 Risikodefinition
Bevor ein entsprechendes Risiko allerdings moderiert und kontrolliert werden kann, muss analog dazu definiert werden, was genau ein Risiko darstellt bzw. wie es zu definieren ist.
Laut der ISO – International Organization for Standardization– ist ein Risiko:
Combination of the probability of an event and its consequence
ins Deutsche übersetzt
Kombination der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses und dessen Auswirkungen
Somit fällt auf, dass die Definition eines Risikos an dieser Stelle wertfrei ist. Dabei kann es sich somit um positive, als auch um negative Auswirkungen eines Ereignisses handeln.
Im Rahmen einer mathematischen Betrachtung werden so in einer Matrix Eintrittswahrscheinlichkeit und Tragweite einander gegenübergestellt (vergleiche Abbildung 1: Risikomatrix) – so ist es ohne weiteres möglich, visuell Risiken zu „platzieren“, um sie besser im Auge zu behalten.
Durch diese näheren Umstände wird ein Risiko also stilisiert. Die Faktoren „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „Schadenshöhe“ tragen auch letztlich dazu bei, zu entscheiden, mit welchem Augenmerk ein Risiko behandelt werden kann und muss.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Wandel der Märkte und die Notwendigkeit, Risikomanagement als festen Bestandteil in der Unternehmensführung zu verankern.
2 Ausgangslage: Es wird die Problemstellung diskutiert, dass modernes Risikomanagement über die IT-gestützte Prozessführung hinausgehen und ein holistisches Verständnis von Risiken etablieren muss.
3 Grundlagen des Risikomanagements: Dieses Kapitel definiert Risiken und erläutert den iterativen Prozess des Risikomanagements, inklusive der Methoden zur Erfassung, Bewertung und Aggregation.
4 Management-Ansätze: Hier werden verschiedene Frameworks wie das St. Galler Management-Modell, die Balanced Scorecard und IT-Frameworks wie CobiT und ITIL als Steuerungsinstrumente analysiert.
5 Ansätze für die Integration des Risikomanagements in bestehende Management-Ansätze: Dieses Kapitel zeigt auf, wie durch organisatorische Ansätze, Change Management und IT-Integration ein ganzheitlicher, konzernweiter Risikomanagement-Prozess gestaltet werden kann.
6 Fazit und Ausblick auf Möglichkeiten und Grenzen: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über das Potential integrierter Risikomanagement-Systeme und deren Beitrag zu einer proaktiven, strategischen Unternehmensentwicklung.
Risikomanagement, Unternehmensführung, IT-Governance, Balanced Scorecard, Change Management, Risikomatrix, Strategisches Management, Prozessoptimierung, Business-IT-Alignment, CobiT, ITIL, Risikoaggregation, Unternehmensstrategie, operative Steuerung, Unternehmenskultur.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration eines ganzheitlichen Risikomanagements in bestehende betriebswirtschaftliche Management-Ansätze, wobei ein besonderer Fokus auf der Einbindung der Informationstechnologie liegt.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements, verschiedene Management-Modelle (wie das St. Galler Modell), IT-Frameworks und die Rolle des Change Managements bei der Implementierung neuer Prozesse.
Das Ziel ist die Realisierung eines holistischen und abteilungsübergreifenden Risikomanagement-Ansatzes, der über reines Reagieren hinausgeht und Risiken als steuerbare Variable in die strategische Unternehmensplanung integriert.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer systemtheoretischen Betrachtung, bei der verschiedene Management-Frameworks miteinander verknüpft und deren Eignung für ein integriertes Risikomanagement bewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Fundierung des Risikomanagements, die Analyse gängiger Management-Ansätze und die konkrete Ausgestaltung eines integrativen Prozesses unter Berücksichtigung organisationaler Veränderungsphasen.
Wichtige Begriffe sind Risikokultur, IT-Governance, Strategieumsetzung, Balanced Scorecard und der integrative Risikomanagement-Prozess.
Die Balanced Scorecard dient als Instrument zur Operationalisierung strategischer Ziele, indem sie finanzielle, prozessuale und kundenorientierte Kennzahlen mit spezifischen IT-Risikoindikatoren verbindet.
Die Implementierung eines integrativen Risikomanagements erfordert eine tiefgreifende Änderung der Unternehmenskultur, da Menschen und Organisationen auf Veränderungen oft mit Widerstand reagieren, was wiederum als Risiko für den Erfolg des Transformationsprozesses verstanden werden muss.
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