Diplomarbeit, 2011
93 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1. Fragestellung und Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Teil
2.1. Entwicklungstheoretische Grundlagen des Denkens und Lernens von Kindern der mittleren Kindheit
2.1.1. Piagets Entwicklungstheorie
2.1.1.1. Das präoperationale Stadium nach Piaget
2.1.1.2. Das konkret operationale Stadium nach Piaget
2.1.2. Zusammenfassung
2.2. Lerntheoretische Grundlagen
2.2.1. Begriff des Lernens
2.2.2. Behavioristisches Paradigma
2.2.2.1. Medien im Konzept des Behaviorismus
2.2.3. Kognitivistisches Paradigma
2.2.3.1. Medien im Konzept des Kognitivismus
2.2.4. Konstruktivistisches Paradigma
2.2.4.1. Medien im Konzept des Konstruktivismus
2.2.5. Zusammenfassung: Lernparadigmen
2.3. Das Lernportal als Form des Edutainments auf der Schnittstelle zwischen Computerspiel und Lernsoftware
2.3.1. Medien, Computer und Internet in der mittleren Kindheit
2.3.2. Dimensionen von Medien nach Maier
2.3.3. Computerunterstütztes Lernen
2.3.4. Typologie von Lernsoftware
2.3.5. Exkurs: Differenzierung von Aufgabentypen
2.3.6. Typologie von Computerspielen
2.3.7. Charakteristik vom Lernportal als Form des Edutainments und seine Vorteile
3. Praktischer Teil
3.1. Kriterien zur Bewertung von Lernportalen für Grundschüler
3.2. Bewertungsbogen zur Bewertung von Lernportalen
3.3. Das Lernportal „scoyo“
3.3.1. Kurzbeschreibung
3.3.2. Die Startseite des Lernportals „scoyo“
3.3.3. Die Preise für das Lernportal „scoyo“
3.3.4. Aufbau des Lernportals für Klasse 1 bis 4
3.3.4.1. Der Schreibtisch im Lernportal „scoyo“
3.3.4.2. Die Planetenkugel im Lernportal „scoyo“
3.3.4.3. Das Aufgabenbuch im Lernportal „scoyo“
3.3.4.4. Die Themensuche im Lernportal „scoyo“
3.3.4.5. Das Levelsystem im Lernportal „scoyo“
3.3.4.6. „Mein scoyo“
3.3.4.7. Aufbau der Lerneinheiten
3.3.4.8. Aufbau der Aufgaben
3.3.5. „scoyo“ für Eltern
3.3.6. „scoyo“ für Lehrer
3.3.7. Nachgewiesener Lernerfolg
3.3.8. Didaktische Grundlagen und medienpädagogisches Konzept
3.3.8.1. Problemorientiertes Lernen
3.3.8.2. Alltagsrelevanz der Inhalte
3.3.8.3. Spielerisches und exploratives Lernen
3.3.8.4. Medienpädagogisches Konzept
3.3.8.5. Fachdidaktischer Review
3.3.9. Auszeichnungen
3.3.10. Sonstiges
3.3.11. Bewertung vom Lernportal „scoyo“
3.3.11.1. Zusammenfassende Beurteilung von „scoyo“
3.4. Das Lernportal „Karlchen Krabbelfix“
3.4.1. Kurzbeschreibung
3.4.2. Startseite
3.4.3. Der „Karlchen-Krabbelfix-Club“
3.4.3.1. Mitgliedschaft
3.4.3.2. „Karlchens Welt“
3.4.3.3. Aufgaben
3.4.3.4. Didaktik
3.4.4. „Karlchens Eltern- und Lehrerzimmer“
3.4.5. Bewertung vom Lernportal „Karlchen Krabbelfix“
3.4.5.1. Zusammenfassende Beurteilung von „Karlchen Krabbelfix“
4. Was macht ein pädagogisch wertvolles Lernportal aus?
Die Arbeit untersucht, welche Voraussetzungen Lernportale für Grundschüler im Internet erfüllen müssen, um als pädagogisch wertvoll zu gelten, indem sie theoretische Grundlagen mit einer praktischen Analyse ausgewählter Plattformen verknüpft.
2.1.1. Piagets Entwicklungstheorie
Piaget verstand unter Intelligenz „die Fähigkeit, sich allen Aspekten der Wirklichkeit anzupassen“ (Siegler 2001, S.35) und unterschied vier Stadien der geistigen Entwicklung in der Kindheit und im Jugendalter, in der sich diese Fähigkeit entwickeln würde: die sensumotorische, die präoperationale, die konkret operationale und schließlich die formal operationale Phase. (zur Unterscheidung der vier Stadien vgl. auch Oerter/Montada 2008, Berk 2005, Zimbardo/Gerrig 2004)
Die Entwicklungsstadien müssen nach Piaget als aufeinander aufbauend und miteinander in Wechselwirkung stehend verstanden werden. Mit dem Begriff des Entwicklungsstadiums meint er einen Zeitabschnitt, in dem das Denken und Verhalten eines Kindes eine spezifische geistige Grundstruktur widerspiegelt. Jedes Stadium geht aus dem vorangegangenen Stadium hervor, integriert und transformiert es und bereitet das nachfolgende vor.
Im sensumotorischen Stadium, welches von der Geburt bis zum Alter von zwei Jahren dauert, werden „die Reflexe des Neugeborenen nach und nach in das aktivere Handlungsmuster älterer Säuglinge umgewandelt.“ (Berk 2005, S.230)
In der präoperationalen Phase, die das Alter von zwei bis sechs oder sieben Jahren umfasse, sei die größte Leistung im Erlernen von Möglichkeiten zu sehen, die Welt symbolisch mit Hilfe von gedanklichen Bildern, dem Zeichnen und der Sprache darzustellen. (vgl. Siegler, S.35.)
Die konkret operationale Phase dauert von sechs oder sieben bis elf oder zwölf Jahren an und ist durch die Fähigkeiten gekennzeichnet, mehrere Perspektiven in Betracht ziehen zu können und Veränderungen, sowie statische Situationen, genau darstellen zu können. (vgl. Siegler, S.36)
Mit etwa elf oder zwölf Jahren erreicht nach Piagets Theorie das Kind dann das vierte und letzte Entwicklungsstadium, das der formalen Operationen. (vgl. ebd.)
In diesem Stadium erlernen Heranwachsende das abstrakte Denken, sie werden fähig, hypothetisch-deduktiv und propositional zu denken.(vgl. Berk 2005, S.523)
1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung von Lernportalen für Grundschüler durch die wachsende Bedeutung digitaler Bildungsmedien und stellt die Forschungsfrage nach den Voraussetzungen für pädagogische Wertigkeit.
2. Theoretischer Teil: Es werden kognitionspsychologische Grundlagen nach Piaget sowie die drei klassischen Lerntheorien (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus) dargelegt und als Basis für die Einordnung von Lernportalen als Edutainment-Form genutzt.
3. Praktischer Teil: Basierend auf einem entwickelten Kriterienkatalog werden die Lernportale „scoyo“ und „Karlchen Krabbelfix“ detailliert beschrieben, evaluiert und vergleichend beurteilt.
4. Was macht ein pädagogisch wertvolles Lernportal aus?: Die Ergebnisse der theoretischen und praktischen Analyse werden synthetisiert, um allgemeine Qualitätsmerkmale für eine pädagogisch sinnvolle Gestaltung von Lernportalen für die Grundschule zu definieren.
Lernportale, Grundschule, Edutainment, Piagets Entwicklungstheorie, Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Lernsoftware, Computerspiel, Medienpädagogik, Evaluation, multimediales Lernen, interaktives Lernen, Kompetenzentwicklung, E-Learning
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle und Qualität von Online-Lernportalen für Kinder im Grundschulalter und bewertet diese anhand pädagogischer und technischer Kriterien.
Die zentralen Felder sind entwicklungstheoretische Grundlagen des Lernens (Piaget), verschiedene Lerntheorien (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus), die Einordnung von Edutainment sowie die praktische Evaluation spezifischer Online-Plattformen.
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu klären, welche Voraussetzungen Lernportale für Grundschüler erfüllen müssen, um als pädagogisch wertvolle Bildungsangebote eingestuft zu werden.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse mit einer empirisch-analytischen Methode, indem sie einen Kriterienkatalog entwickelt und diesen auf zwei Fallbeispiele (Lernportale) anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Entwicklungspsychologie und Lerntheorie sowie einen praktischen Teil, in dem die Portale „scoyo“ und „Karlchen Krabbelfix“ nach einem selbst erstellten Bewertungsbogen analysiert werden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lernportale, Edutainment, pädagogische Wertigkeit, Lernsoftware, Konstruktivismus und Medienkompetenz charakterisiert.
Das Portal „scoyo“ erzielt ein gutes Ergebnis, da es insbesondere im fachdidaktischen Standard überzeugt und 29 von 37 Kriterien erfüllt.
Das Portal weist deutliche Schwächen in der Benutzerführung, der akustischen und textlichen Gestaltung sowie beim didaktischen Mehrwert auf und erfüllt daher nur 11 von 37 Kriterien.
Computerspiele werden im Kontext von Edutainment als motivierende Komponente verstanden, die durch spielerische Elemente das Lernen unterstützt, solange sie zielgerichtet und didaktisch sinnvoll eingebunden sind.
Ein wertvolles Portal muss entwicklungsgerecht sein, Multimedialität, Interaktivität und Non-Linearität bieten und die Lernenden zu eigenständigem, problemorientiertem Handeln anregen.
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