Magisterarbeit, 2007
88 Seiten
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in den Begriff der Postmoderne und ihren Einfluss auf die Literatur. Es wird ein Überblick über postmoderne Erzählstrategien gegeben, die als Grundlage für die spätere Analyse der Romane dienen.
In Kapitel 3 werden charakteristische Plotmuster und -elemente in Atkinsons Romanen behandelt, darunter unzuverlässiges Erzählen, der Einsatz von magischen Elementen und die Manipulation von Zeit und Raum. Dabei wird exemplarisch die Figur der Effie aus "Emotionally Weird" analysiert.
Kapitel 4 widmet sich den Strukturen der Dialogizität und Selbstreflexivität in Atkinsons Romanen. Es werden verschiedene Formen der Intertextualität beleuchtet und am Beispiel von "Human Croquet" untersucht, wie Atkinson in ihren Romanen andere literarische Werke zitiert und integriert. In diesem Zusammenhang werden insbesondere Shakespeares Komödien und traditionelle Grimmsche Märchen analysiert.
Im weiteren Verlauf des Kapitels wird der Begriff der Metafiktion erläutert und am Beispiel von "Emotionally Weird" analysiert, wie Atkinson die Kunst des Erzählens selbst zum Thema macht. Die Arbeit beleuchtet verschiedene stilistische und graphische Strategien der Metafiktion und betrachtet die metafiktionalen Aspekte in Atkinsons Detektivromanen "Case Histories" und "One Good Turn".
Schließlich wird in Kapitel 4.3 das Konzept der historiographischen Metafiktion vorgestellt. Anhand von "Behind the Scenes at the Museum" wird gezeigt, wie Atkinson mit Hilfe innovativer Erzählstrategien ein revisionistisches Geschichtsbild aus dem Blickwinkel der Frau entwirft und Probleme der Geschichtsschreibung thematisiert. Die Arbeit beleuchtet die Funktion realer historischer Figuren in fiktionalen Werken unter dem Aspekt der historiographischen Metafiktion.
Kate Atkinson verwendet typisch postmoderne Strategien wie das unzuverlässige Erzählen, die Mischung verschiedener Gattungen und Genres, Intertextualität, Metafiktionalität sowie die historiographische Metafiktion zur Thematisierung von Geschichte.
Die Untersuchung umfasst fünf Werke: "Behind the Scenes at the Museum" (1995), "Human Croquet" (1997), "Emotionally Weird" (2000), "Case Histories" (2004) und "One Good Turn" (2006).
Unzuverlässiges Erzählen bezieht sich auf Erzählfiguren wie Ruby, Isobel oder Effie, deren Perspektiven die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischen und den Leser an der Objektivität der dargestellten Ereignisse zweifeln lassen.
Besonders im Roman "Human Croquet" setzt Atkinson magische Elemente wie Zeitreisen, alternative Realitäten und Metamorphosen ein, um die narrative Struktur im Sinne des Magischen Realismus zu erweitern.
Atkinson nutzt innovative Strategien wie Fußnoten, um ein revisionistisches Geschichtsbild aus weiblicher Perspektive zu entwerfen und die Problematik der traditionellen Geschichtsschreibung zu thematisieren.
In "Emotionally Weird" wird die Kunst des Erzählens selbst zum Thema gemacht. Atkinson betont durch metafiktionale Rückbezüge kontinuierlich die Künstlichkeit der Erzählung und reflektiert über den Gebrauch von Sprache.
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