Bachelorarbeit, 2011
35 Seiten, Note: 2.0
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung des Holocaust in Literatur und untersucht die Problematik des Schreibens nach Auschwitz, ausgehend von Theodor W. Adornos bekanntem Diktum. Die Analyse dreier ausgewählter Werke, Ralph Giordanos Memoiren "Erinnerungen eines Davongekommenen", John Boynes Roman "Der Junge im gestreiften Pyjama" und Art Spiegelmans Graphic Novel "MAUS", soll Aufschluss darüber geben, ob und wie diese Werke dem Holocaust angemessen gerecht werden.
Die Einleitung führt in die Thematik des Schreibens nach Auschwitz ein und stellt die zentrale Frage nach der Möglichkeit und Angemessenheit der literarischen Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Das erste Kapitel analysiert Adornos These und diskutiert seine Kritik an der Literatur nach Auschwitz. Die verschiedenen Reaktionen auf Adornos Diktum werden beleuchtet, wobei ein Fokus auf die Frage nach der angestrebten Repräsentationsweise des Holocaust liegt.
Das zweite Kapitel befasst sich mit der Darstellung des Holocaust in verschiedenen literarischen Gattungen, wobei die Memoiren Ralph Giordanos, der Roman von John Boyne und die Graphic Novel von Art Spiegelman als Beispiele dienen. Es werden die spezifischen Herausforderungen und Möglichkeiten jeder Gattung im Kontext des Holocaust thematisiert.
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung des Holocaust in Literatur, Adornos Diktum, "Schreiben nach Auschwitz", Memoiren, Roman, Graphic Novel, Authentizität, Fiktionalität, Repräsentation, Ethik, Erinnerungskultur.
Theodor W. Adorno erklärte, dass es „barbarisch“ sei, nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, was eine Debatte über die Möglichkeit von Kunst nach dem Holocaust auslöste.
In seinen Memoiren „Erinnerungen eines Davongekommenen“ nutzt er die Faktizität des persönlichen Zeugnisses, um das Erlebte authentisch festzuhalten.
Kritiker bemängeln oft die Fiktionalisierung und mögliche historische Ungenauigkeiten in der Belletristik, die der Schwere des Holocaust nicht immer gerecht werden.
Die Arbeit untersucht, wie Spiegelman durch Tiermetaphern (Juden als Mäuse, Nazis als Katzen) eine neue, tiefgreifende Form der Repräsentation und Distanzierung schafft.
Es stellt sich die ethische Frage, ob Worte überhaupt die Schrecken der Shoah einfangen können oder ob jede künstlerische Darstellung das Leid unzulässig ästhetisiert.
Es beschreibt die Überzeugung, dass nach dem Holocaust die Welt und die Kultur nicht mehr dieselbe sein können und alle alltäglichen Dinge in einem neuen Licht stehen.
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