Fachbuch, 2011
35 Seiten
Anmerkungen der Autoren
Veränderungen auf dem Flugplatz
Aufbau eines Leuchtfeuers auf dem Flugfeld
Lage des Flugplatzes Ende 1912
Fotos vom Entstehen des Leuchtturm Ende 1913
Die Zigarettenfirma „Manoli“- Werbeträger auf dem Leuchtturm
Fotos vom Manoli-Leuchtturm und vom Manoli Kiosk
Weitere Manoli-Werbungen
Gestern und heute
Die vorliegende Dokumentation widmet sich der historischen Aufarbeitung des „Manoli-Leuchtturms“ auf dem Flugplatz Berlin-Johannisthal, der zwischen 1913 und 1915 als markantes Orientierungszeichen für Piloten diente. Die Autoren verfolgen das Ziel, durch das Zusammenstellen zeitgeschichtlicher Bilder und Dokumente an diesen verschwundenen Ort der Luftfahrtgeschichte zu erinnern.
Aufbau eines Leuchtfeuers auf dem Flugfeld
Für das A.E.G-Licht war an der Seite des alten Startplatzes ein besonderer Gerüstturm erbaut, das Pintsch-Licht war auf dem Dach der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt Adlershof eingerichtet, und die hatte sich auf einem recht geschmackvollen Leuchtturm, zu dessen Herstellung die Firma „Manoli Cigarettenfabrik J. Mandelbaum G.m.b.H.“ finanziell beigetragen hatte, niedergelassen. Der Reklameturm der Firma „Manoli“ mit dem Blinkfeuer für das nächtliche Erkennen des Flugfeldes war am neuen Startplatz, neben den ersten Schuppen der Rumpler-Flugzeugwerke, aufgestellt worden.
Die zwei weiteren gebauten Leuchtfeuertürme auf dem Platz hatten keine „Manoli Werbung“.
„Die Grundidee dieser durch drei Feuer bewirkten Markierung des Johannisthaler Flugplatzes ist folgende: Das Oelgas-Bamag-Feuer auf dem Manoli-Leuchtturm gibt das Zeichen 1-2-3, das der Kartennummer des Flugplatzes Johannisthal entspricht, und zwar folgen einem längeren Achtungszeichen die Blitze 1-2-3. Das auf dem Adlershofer Turm errichtete Oelgas-Pintsch-Feuer rotiert, wie bei Leuchttürmen für die Seeschiffahrt üblich, d.h. mittels einer rotierenden Blende läuft ein Lichtblitz kontinuierlich im Kreise.
Das durch elektrischen Scheinwerfer hergestellte A.E.G.-Feuer soll einen nicht verlöschenden Lichtkegel senkrecht in die Luft werfen. Eine Landung bei Nacht müßte demnach folgendermaßen vor sich gehen: Das Luftfahrzeug steuert den Vertikalkegel des A.E.G.-Lichtes an und umrundet diesen, bis es in einer Richtung mit der Linie Pintsch-Licht – Bamag –Feuer liegt; durch diese Linie wird die durch Wald gegebene Begrenzung des Flugplatzes angezeigt. Das Flugzeug fährt nun, indem es die eben genannte Linie zur Rechten behält, auf das Manoli-Feuer zu, vor dem es ungehindert landen kann.“
Anmerkungen der Autoren: Die Autoren schildern die Entstehung der Dokumentenreihe und betonen den rein dokumentarischen Charakter des Hefts zur Erinnerung an den ehemaligen Flugplatz.
Veränderungen auf dem Flugplatz: Dieses Kapitel beschreibt die Modernisierungen ab 1910 unter Major von Tschudi und Arthur Müller, inklusive der Ansiedlung namhafter Flugzeugwerke.
Aufbau eines Leuchtfeuers auf dem Flugfeld: Es werden die technischen Details der drei Leuchtfeuer erläutert, die zur nächtlichen Orientierung und Landung auf dem Johannisthaler Flugplatz dienten.
Lage des Flugplatzes Ende 1912: Eine detaillierte Skizze verdeutlicht die infrastrukturelle Anordnung des Fluggeländes und der beteiligten Flugzeugfirmen.
Fotos vom Entstehen des Leuchtturm Ende 1913: Historisches Bildmaterial dokumentiert die Errichtung und das Erscheinungsbild des Leuchtturms kurz nach seiner Einweihung.
Die Zigarettenfirma „Manoli“- Werbeträger auf dem Leuchtturm: Das Kapitel befasst sich mit der Firmengeschichte von Manoli und der Rolle der Zigarettenfabrik als finanzieller Unterstützer und Werbepartner der Luftfahrt.
Fotos vom Manoli-Leuchtturm und vom Manoli Kiosk: Eine Zusammenstellung von Archivfotos zeigt die Turm- und Kiosk-Struktur sowie den Flugbetrieb in der direkten Umgebung.
Weitere Manoli-Werbungen: Hier werden diverse Werbemittel, wie Plakate, Zigarettendosen und Marken, präsentiert, die das Zusammenspiel von Fliegerei und moderner Werbung veranschaulichen.
Gestern und heute: Abschließend werden aktuelle Aufnahmen des ehemaligen Standortes mit dem historischen Zustand gegenübergestellt.
Flugplatz Johannisthal, Manoli-Leuchtturm, Luftfahrtgeschichte, Nachtlandung, Rumpler-Werke, Berliner Luftfahrt, Reklame, Flugpioniere, 1913, Adlershof, Blinkfeuer, Luftstraßen, historische Dokumentation, Zigarettenwerbung, Montage-Wettbewerb.
Die Arbeit dokumentiert die Geschichte und die Funktion des „Manoli-Leuchtturms“ sowie der zugehörigen Infrastruktur auf dem Flugplatz Johannisthal in den Jahren 1913 bis 1915.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Nachtflug-Infrastruktur, die Bedeutung der Firmenwerbung für die Finanzierung des Flugplatzes und die historische visuelle Aufarbeitung des Geländes.
Das Ziel ist es, historisches Bildmaterial und Dokumente zu sammeln, um an den heute fast vergessenen, historisch bedeutenden Ort des ersten zivilen Motorflugplatzes Deutschlands zu erinnern.
Es handelt sich um eine historisch-dokumentarische Recherche. Die Autoren nutzen Zeitzeugnisse, zeitgenössische Zeitschriften, Archivfotos und Pläne, um eine chronologische Übersicht zu erstellen.
Der Hauptteil befasst sich mit der technischen Einrichtung der Leuchtfeuer, der Geschichte der Firma Manoli als Werbepartner sowie der anschaulichen Dokumentation des Flugplatzgeländes anhand von Fotos und Skizzen.
Wichtige Begriffe sind Flugplatz Johannisthal, Manoli-Leuchtturm, Luftfahrtpioniere, Reklamegeschichte und Nachtflug-Markierungen.
Der Turm fungierte mit seinem Blinkfeuer als Navigationshilfe, die Piloten bei Nacht das Erkennen und Ansteuern des Flugplatzes ermöglichte.
Die Firma Manoli finanzierte den Leuchtturm maßgeblich als Werbeträger, um ihre Marke in der aufkommenden, als modern geltenden Welt der Luftfahrt zu präsentieren.
Der Manoli-Leuchtturm musste auf Anordnung der Heeresverwaltung während des Ersten Weltkrieges niedergelegt werden.
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