Fachbuch, 2011
59 Seiten
Anmerkungen der Autoren
Entstehung des „Flieger-Heims“ Franz Tolinski
Die damaligen Innenräume des Flieger-Heims und des Aviatiker-Museums
Lage des Flieger-Heims in Johannisthal
Franz Tolinski und die Freiwillige Feuerwehr Johannisthal
Franz Tolinski und der Flugplatz Johannisthal
Wie kamen die Wrackteile ins Tolinski Museum
Franz Tolinski und die Sportfreunde Johannisthal
Bedeutung der damaligen und heutigen Straßennamen um das Restaurant
Fotos vom Flieger-Heim vor 1990
Reste des Flieger-Heims im Deutschen Technik Museum Berlin
Bilder von der Winckelmannstraße / Haeckelstraße
Der ehemalige Bunker hinter der Winckelmannstraße
Ende der traditionsreichen Stätte der Luftfahrt
Anlage 1
Fotos vom Großneffen Bernd Tolinski
Anlage 2
Die Brüder Paul und Otto Timm – Freunde von Franz Tolinski
Diese Arbeit dokumentiert die historische Bedeutung des „Flieger-Heims“ in Berlin-Johannisthal, das als Treffpunkt der frühen Luftfahrtpioniere und Standort des ersten Aviatischen Museums in Deutschland fungierte, und beleuchtet das Leben seines Wirts Franz Tolinski sowie die Entwicklung des Standortes vom Beginn der Motorfliegerei bis zur heutigen Zeit.
Eine zeitgenössische Quelle aus dem Jahre 1913 berichtet darüber:
„Wenn man eintritt, bemerkt man, dass diese Destille ein Museum ist. Die Wände und die Decke des Hauptraumes sind mit Trümmern von Aeroplanen bedeckt. Teile von Tragflächen, zerrissene Segelleinwand, zersplitterte Bambusstangen, verbogene Steuer hängen herum. In einer Ecke stehen zwei riesige alte Stiefel. Und an jedem Objekt klebt ein Zettel: „Vom Sturz dieses Aeroplans….Vom Absturz jenes Aviatikers….“
In einem Glase voll Spiritus prangt eine Hundeschnauze. Der Hund2 ist einmal in einen startenden Aeroplan geraten; zum ewigen Andenken steht jetzt seine Schnauze da, und es ist sehr appetitlich, sie anzusehen und eine Stulle mit Schlackwurst dazu zu essen…“
... Der Wirt bedient. Seine Gäste plaudern freundlich mit ihm, aber eigentlich müssten sie ihn hassen. Der Mann ist ein Sammler. Wenn er hört, dass drüben auf dem Flugplatz wieder jemand tot liegen geblieben ist, vielleicht einer, dem er gestern ein Glas Milch gebracht hat, dann tut das dem Wirt sicher leid. Aber in irgendeinem Winkel seines Kopfes wartet er doch auf die schöne gruselige Reliquie, die er jetzt wieder bekommen kann.
Er wird den armen Flieger warm bedauern und glücklich sein, dass das Stück Tragfläche einen großen Blutflecken hat. Und die Kameraden des Fliegers werden sich am Abend an die Wand setzen, an der das Stück Leinwand prangt und werden ruhig ihre Milch trinken. Ganz gleichgültig sitzen sie da und ihnen gegenüber sagt, schreit, dröhnt ein schmieriger kleiner Zettel: „vom Todessturz des Kapitäns Engelhardt3... Todessturz blau unterstrichen; der Wirt ist stolz darauf.
So müssen im alten Rom die Gladiatorenkneipen ausgesehen haben ...Es kommt die Zeit, wo ein Flieger sein Leben nicht mehr bei jedem Flug riskieren wird. Dann wird es auch solche Gladiatorenkneipen nicht mehr geben, und es wird schade sein."
Anmerkungen der Autoren: Einleitende Worte zur Motivation der Autoren, die Geschichte des ersten Motorflugplatzes Deutschlands und des dazugehörigen „Flieger-Heims“ zu dokumentieren.
Entstehung des „Flieger-Heims“ Franz Tolinski: Überblick über die Gründung und Entwicklung der Gaststätte und ihre Rolle als Treffpunkt der Aviatiker.
Die damaligen Innenräume des Flieger-Heims und des Aviatiker-Museums: Beschreibung der musealen Gestaltung und der Sammlung von Wrackteilen in den Räumlichkeiten.
Lage des Flieger-Heims in Johannisthal: Analyse der geografischen Position in Bezug auf das Flugfeld und die umliegende Infrastruktur.
Franz Tolinski und die Freiwillige Feuerwehr Johannisthal: Beleuchtung des ehrenamtlichen Engagements von Franz Tolinski als Brandmeister.
Franz Tolinski und der Flugplatz Johannisthal: Bericht über die Verbindung des Wirts zu Flugpionieren und Kunstfliegern wie Adolphe Pegoud.
Wie kamen die Wrackteile ins Tolinski Museum: Erläuterung der Sammelmethoden und des Umgangs mit Absturzstellen auf dem Flugplatz.
Franz Tolinski und die Sportfreunde Johannisthal: Darstellung der Rolle Tolinskis bei der Gründung des örtlichen Sportvereins.
Bedeutung der damaligen und heutigen Straßennamen um das Restaurant: Historischer Rückblick auf die Straßenbenennungen und ihre Verbindung zu Flugpionieren.
Fotos vom Flieger-Heim vor 1990: Visuelle Dokumentation des baulichen Zustands des Objekts vor der Wende.
Reste des Flieger-Heims im Deutschen Technik Museum Berlin: Nachverfolgung des Verbleibs der Exponate aus der Tolinski-Sammlung.
Bilder von der Winckelmannstraße / Haeckelstraße: Fotodokumentation der straßenbaulichen Veränderungen über das letzte Jahrhundert.
Der ehemalige Bunker hinter der Winckelmannstraße: Historische Einordnung des Bunkers und seiner Sprengung.
Ende der traditionsreichen Stätte der Luftfahrt: Zusammenfassung der Bemühungen des „Bewahrungsvereins“ zur Erhaltung der historischen Substanz vor dem Abriss.
Flieger-Heim, Franz Tolinski, Flugplatz Johannisthal, Aviatisches Museum, Luftfahrtgeschichte, Motorflugplatz, Wrackteile, Flugpioniere, Berlin-Johannisthal, Dokumentation, Freiwillige Feuerwehr, Deutsche Luftfahrt-Sammlung, Sportfreunde Johannisthal, Luftschiffahrt, Historie.
Die Arbeit beleuchtet die Geschichte des „Flieger-Heims“ in Johannisthal, das als Gaststätte und erstes Aviatisches Museum Deutschlands ein zentraler Treffpunkt für Luftfahrtpioniere war.
Zu den Schwerpunkten gehören die Biografie von Franz Tolinski, seine umfangreiche Sammlung von Flugzeugwrackteilen und die historische Entwicklung des Flugplatzgeländes Johannisthal.
Das Ziel ist die Sicherung und Dokumentation der Fliegergeschichte in Berlin-Johannisthal, um das Andenken an eine bedeutende Stätte der frühen Luftfahrt zu bewahren.
Die Autoren nutzen eine Kombination aus Zeitzeugenberichten, historischen Archivunterlagen, zeitgenössischen Zeitungsartikeln und einer umfangreichen Fotodokumentation.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Gaststätte, Tolinskis ehrenamtliche Arbeit, seine Sammlerleidenschaft sowie die städtebauliche Bedeutung des Areals.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Luftfahrtgeschichte, Johannisthal, Flugplatz, Franz Tolinski und Aviatisches Museum beschreiben.
Die Flieger verkehrten im Flieger-Heim und tauschten sich aus; der Wirt konnte seine Sammlung durch den Austausch von Ersatzteilen gegen Getränke ständig vergrößern.
Nach der Wende führten ungeklärte Eigentumsverhältnisse und mangelndes Interesse der damaligen Behörden trotz Denkmalschutzes letztlich zum Abriss des Gebäudes im Jahr 1996.
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