Bachelorarbeit, 2011
42 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung
2. Allgemeines zum klinischen Störungsbild der Depression
2.1 ICD-10
2.2 DSM-IV
2.3 Klassifizierungen nach ICD-10 und DSM IV
2.3.1 Major Depression (DSM-IV) und Depressive Episode (ICD-10)
2.3.2 Dysthyme Störung (DSM-IV) und Dysthymia (ICD-10)
3. Ursachen der Kinder- und Jugenddepression
3.1 Historischer Wandel
3.2 Depressive Kinder und Jugendliche in der heutigen Zeit
3.3 Ursachen
3.3.1 Anzeichen und Auswirkungen
4. Forschungsmethode
4.1 Definition qualitative Sozialforschung
4.2 Leitfadengestütztes Experteninterview
5. Erläuterung der Vorgehensweise
5.1 Vorbereitung auf das Interview
5.2 Vorstellung der Experten
6. Auswertung
6.1 Begleitprotokoll (Postskript)
6.2 Zusammenfassung
7. Erläuterung und Belegung der Themen / Ergebnisse
7.1 Freizeitgestaltung
7.2 Zusammenarbeit mit den Eltern
7.3 Maßnahmen und Grenzen
7.4 Umgang mit Grenzsituationen
8. Interpretation
9. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die professionelle Tätigkeit der Sozialarbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie bei der Behandlung von Depressionen. Ziel ist es, durch qualitative Experteninterviews aufzuzeigen, wie Sozialarbeiter in einem multiprofessionellen Team agieren, welche Methoden und Maßnahmen angewandt werden und wie mit den Herausforderungen und Grenzen dieses Arbeitsfeldes, wie beispielsweise Krisensituationen, umgegangen wird.
3.1 Historischer Wandel
Laut Parry Jones (2001) wurden bereits im ausgehenden Mittelalter und im 19. Jahrhundert depressive Zustandsbilder bei Kindern und Jugendlichen beschrieben. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts klassifizierte man bereits emotionale Störungen, wie z.B. Manie, Depression bzw. Melancholie. Schon damals wurden für diese emotionalen Probleme bereits frühe Verlusterfahrungen, belastende Lebensereignisee, sowie Strafen und überbehütete oder inkonsistente Erziehung als Gründe angebracht (vgl. Parry-Jones, 2001, S. 8).
Im letzten Quartal des 19. Jahrhunderts wurden mehrere Fälle von Bipolaren Störungen bei Kindern aufgezeichnet. „Ireland (1875), for example, reported a 13-year-old German boy, who ‘had been so often punished at school…that he became deeply melancholy and tried to kill himself. The melancholy alternated with mania, in which he whistled and sang day and night, tore his clothes and was filthy in his habits’.” (Hurd (1895), zitiert von Perry-Jones, 2001, S. 8).
In den 20er und 30er Jahren begannen die Untersuchungen im Bereich psychiatrischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalters umfassender und systematischer zu werden. Hauptsächlich beschäftige man sich mit den psychischen Folgen von Verlusterfahrungen bei Kindern. René A. Spitz zeichnete 1946 in seinem Konzept „anaklitischen Depressionen“ die Reaktion von Kindern zwischen sechs und zwölf Monaten auf, nachdem man sie von der Mutter trennte. Diese Reaktionen waren vergleichbar mit Symptomen einer Depression bei Erwachsenen. Sie bestanden aus Traurigkeit, Zurückgezogenheit und einem verminderten Kommunikationbedürfnis (vgl. Friese/Trott, 1988, S. 23).
Trotz der damaligen Forschungen herrschte allgemeine Skepsis und die Meinung, präpubertäre Kinder und Jugendliche könnten keine klinisch relevante Depression ausbilden. „Aus psychoanalytischer Sicht wurde die Auffassung vertreten, daß die Depression, als ein Konflikt mit dem Über-Ich, in dieser Altersgruppe nicht auftreten könne. Aufgrund der kognitiven und emotionalen Unreife von Kindern, dem noch nicht vollständig entwickelten Über-Ich sowie der mangelnden Fähigkeit, differenzierte Gefühle von Hoffnungslosigkeit oder Trennung zu erleben, könne sich das vollständige, typische Störungsbild einer Depression bei Kindern nicht manifestieren.“ (Groen/Petermann, 2002, S12).
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Zunahme von Depressionen als gesellschaftliches Problem und führt in die Fragestellung zur Sozialarbeit mit betroffenen Kindern und Jugendlichen ein.
2. Allgemeines zum klinischen Störungsbild der Depression: Das Kapitel definiert den Begriff Depression und erläutert die gängigen Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV.
3. Ursachen der Kinder- und Jugenddepression: Hier werden der historische Umgang mit kindlichen Depressionen sowie verschiedene theoretische Erklärungsmodelle für deren Entstehung beleuchtet.
4. Forschungsmethode: Dieser Abschnitt definiert die qualitative Sozialforschung und begründet die Wahl des leitfadengestützten Experteninterviews als methodisches Vorgehen.
5. Erläuterung der Vorgehensweise: Das Kapitel beschreibt die Vorbereitung auf die Interviews sowie die Vorstellung der anonymisierten Experten und ihrer jeweiligen Stationen.
6. Auswertung: Die Auswertung umfasst das begleitende Postskript der Interviews sowie eine inhaltliche Zusammenfassung der gewonnenen Daten.
7. Erläuterung und Belegung der Themen / Ergebnisse: In diesem zentralen Teil werden die vier Hauptthemen Freizeitgestaltung, Elternarbeit, Maßnahmen/Grenzen und Umgang mit Grenzsituationen detailliert analysiert und belegt.
8. Interpretation: Das Kapitel reflektiert die Bedeutung von Teamarbeit und multiprofessionellem Handeln als essenzielle Stütze für die Sozialarbeit in der Psychiatrie.
9. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Forschungsergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit der systemischen Arbeit und des teaminternen Zusammenhalts.
Sozialarbeit, Kinderpsychiatrie, Jugenddepression, Depression, Experteninterview, multiprofessionelles Team, Krisenintervention, Elternarbeit, Freizeitgestaltung, qualitative Sozialforschung, Fallbesprechung, psychische Gesundheit, stationäre Unterbringung, Diagnose, Behandlung.
Die Arbeit untersucht die Aufgaben, Methoden und Herausforderungen der Sozialarbeit in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit depressiven Störungen.
Die zentralen Felder sind die Freizeitgestaltung, die intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, die praktischen Maßnahmen und beruflichen Grenzen der Sozialarbeiter sowie der Umgang mit Krisensituationen im Klinikalltag.
Das primäre Ziel ist es zu erforschen, wie Sozialarbeit unter den spezifischen Bedingungen einer psychiatrischen Klinik gestaltet wird und wie das multiprofessionelle Team dabei zusammenwirkt.
Die Autorin wählt einen qualitativen Forschungsansatz und führt leitfadengestützte Experteninterviews mit zwei in der Psychiatrie tätigen Fachkräften durch.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zu Depressionsdiagnosen (ICD-10/DSM-IV) und Ursachenforschung die Ergebnisse der Experteninterviews ausgewertet, interpretiert und anhand von Praxisbeispielen belegt.
Sozialarbeit, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Depression, Experteninterview, multiprofessionelles Team, Krisenintervention und Elternarbeit sind die prägenden Begriffe.
Das Team ist von zentraler Bedeutung, da es sowohl die emotionale Entlastung der einzelnen Mitarbeiter ermöglicht als auch die Entscheidungsgrundlage bei komplexen Fällen und Krisen bildet.
Die Mitarbeiter nutzen standardisierte Schulungen (PART - Professional Assault Response Training), um präventiv zu handeln oder in Extremfällen (wie Fixierung) sicher und gesetzeskonform zu intervenieren.
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