Masterarbeit, 2008
102 Seiten
1 EINLEITUNG
2 GRUNDLAGEN
2.1 WAS IST „KULTUR“?
2.1.1 Definition von Kultur
2.1.2 Kulturstandards
2.1.3 Kulturdimensionen
2.2 INTERKULTURELLE KOMPETENZ
2.3 INTERKULTURELLES LERNEN
2.3.1 Definition
2.3.2 Modelle des interkulturellen Lernens
2.3.3 Akkulturation
2.3.4 Interkulturelles Training
3 INTERKULTURELLES COACHING
3.1 DEFINITION VON COACHING
3.2 DEFINITION INTERKULTURELLES COACHING
3.3 UNTERSCHIED ZU INTERKULTURELLEM TRAINING
3.4 ZIELGRUPPE FÜR EIN INTERKULTURELLES COACHING
3.5 ANLASS FÜR EIN INTERKULTURELLES COACHING
3.6 FORMEN DES INTERKULTURELLEN COACHINGS
3.7 DIMENSIONEN IM INTERKULTURELLEN COACHING
3.8 DER COACHING PROZESS
3.8.1 Ausgangssituation und konkrete Problemsituation
3.8.2 Zielvereinbarung
3.8.3 Erarbeitung von Lösungen
3.8.4 Evaluation
3.8.5 Abschluss und Dauer eines Coaching Prozesses
3.9 ANFORDERUNGEN AN EINEN INTERKULTURELLEN COACH
3.10 AUSBILDUNG ZUM INTERKULTURELLEN COACH
4 ERFOLGSFAKTOREN UND GRENZEN
4.1 ERFOLGSFAKTOREN IM INTERKULTURELLEN COACHING
4.2 GRENZEN IM INTERKULTURELLEN COACHING
5 FAZIT
Die Master-These analysiert das interkulturelle Coaching als spezielle Beratungsform, um Erfolgsfaktoren und Grenzen für die professionelle Begleitung von Fach- und Führungskräften in globalen Arbeitskontexten zu identifizieren. Im Kern steht die Forschungsfrage, wie die Dimensionen Kultur, Person und Funktion synergetisch im Coaching-Prozess verknüpft werden können, um eine erfolgreiche interkulturelle Zusammenarbeit zu fördern.
3.1 Definition von Coaching
Ehe auf die einzelnen Aspekte des interkulturellen Coachings eingegangen wird, soll der generelle Begriff Coaching skizziert werden. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Sportbereich. Der Trainer wird hier als Coach bezeichnet, der den Sportler sowohl fachlich, als auch emotional unterstützt und berät. In den 1980er Jahren wurde der Begriff auch auf das Management übertragen.
Coaching ist nach Rauen/Tomaschek (2000) ein interaktiver personenzentrierter Beratungs- und Begleitungsprozess im beruflichen Kontext, der zeitlich begrenzt und thematisch (zielorientiert) definiert ist. Die individuelle Beratung von einzelnen Personen, Gruppen oder Teams richtet sich auf die Arbeitswelt bezogene, fachlich-sachliche und/oder psychologisch-soziodynamische Fragen bzw. Problemstellungen. Coaching findet auf einer tragfähigen Beziehungsbasis statt, die durch Freiwilligkeit, gegenseitigem Respektieren und Vertrauen begründet ist und eine gleichwertige Ebene des Kooperierens bedingt. Das Gespräch zielt immer auf eine Förderung von Selbstreflexion und -wahrnehmung, Bewusstsein und Verantwortung, um Unterstützung zur Selbsthilfe (-management) zu geben.
Coaching arbeitet mit transparenten Interventionen nach dem Prinzip des öffentlich Machens und dem impliziten Vermeiden manipulativer Techniken, die der Entwicklung der Eigenkompetenz und Selbstreflexion entgegenwirken würden. Der Prozess baut auf die ressourcen- und lösungsorientierten Kompetenzen des Kunden, die gefördert und aktiviert werden können. Der Berater entwickelt gemeinsam mit und nicht für den Kunden individuell angemessene Lösungen in Anpassung an das System. Coaching ist ergebnis- und lösungsorientiert und braucht daher evaluierbare Kriterien für das Erreichen konkreter Ziele und explizit formulierter operabler Aufträge für Inhalte, Rahmen und Interventionen. (Rauen/Tomaschek, 2000)
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung interkultureller Kompetenz durch Globalisierung und führt in die Beratungsform des interkulturellen Coachings ein.
2 GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Basisbegriffe wie Kultur, Kulturstandards und interkulturelle Kompetenz sowie Modelle des interkulturellen Lernens.
3 INTERKULTURELLES COACHING: Der Hauptteil definiert interkulturelles Coaching, grenzt es vom Training ab und analysiert den Coaching-Prozess sowie die Anforderungen an Coachs.
4 ERFOLGSFAKTOREN UND GRENZEN: Hier werden die wesentlichen Gelingensbedingungen und Restriktionen im Coaching-Prozess auf Basis von Experteninterviews und psychologischer Forschung dargestellt.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Komplexität und Interdependenz der Prozesse sowie die Bedeutung einer synergetischen Herangehensweise zusammen.
Interkulturelles Coaching, Interkulturelle Kompetenz, Kulturstandards, Kulturdimensionen, Akkulturation, Coaching-Prozess, Interkulturelles Lernen, Erfolgsfaktoren, Prozessberatung, Systemische Perspektive, Selbstreflexion, Organisationskultur, Interkulturelle Kommunikation, Führungskräfteentwicklung, Expertenwissen.
Die Arbeit untersucht die speziellen Anforderungen, Prozesse und Erfolgsbedingungen der Beratungsform "interkulturelles Coaching" bei der Begleitung von Fach- und Führungskräften in globalen Unternehmen.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen von Kultur, interkulturelles Lernen, die Abgrenzung zum Training, die drei Coaching-Dimensionen (Person, Kultur, Funktion) sowie konkrete Coaching-Methoden.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Wirksamkeit interkulturellen Coachings zu entwickeln und spezifische Erfolgsfaktoren sowie Grenzen dieses Beratungsansatzes zu definieren.
Der Autor stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse und führt qualitative Experteninterviews mit erfahrenen interkulturellen Coachs und Trainern durch.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse des interkulturellen Coachings, den Zielgruppen, den Phasen des Coaching-Prozesses, den Anforderungen an den Coach sowie der Ausbildung in diesem Bereich.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie interkulturelle Kompetenz, systemische Prozessberatung, Kulturstandards, Akkulturation und die drei Dimensionen Kultur, Person und Funktion geprägt.
Die Interviews bieten praxisnahe Einblicke und Fallbeispiele, die als Basis für die Ableitung von Erfolgsfaktoren und die Abgrenzung zur theoretischen Literatur dienen.
Interkulturelles Coaching integriert neben der klassischen Prozessberatung eine stärkere Gewichtung von Expertenwissen bezüglich kultureller Theorien und erfordert eine explizite Berücksichtigung der "Kulturbrille" des Klienten.
Die Dimension "Funktion" ist entscheidend, da der Klient nicht isoliert agiert, sondern in komplexe organisatorische Strukturen eingebettet ist, die den Handlungsspielraum maßgeblich bestimmen.
Als Grenzen werden unter anderem die kognitive Aufnahmefähigkeit des Klienten, mangelnde zeitliche Ressourcen, kulturelle Ignoranz der Organisation und unrealistische Zielsetzungen genannt.
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