Bachelorarbeit, 2011
54 Seiten, Note: 2,0
1. Einordnung und Zielsetzung
1.1. Motiv und Ziel der Arbeit
1.2. Verlauf der Arbeit
2. Hybridkapital
2.1. Definition Hybridkapital
2.2. Hybride Kapitalinstrumente
2.2.1. Die stille Beteiligung
2.2.2. Der Genussschein
2.2.3. Die Nachrangverbindlichkeit
2.2.4. Die Wandel- und Optionsanleihe
2.2.5. Die Vorzugsaktie
2.3. Bewertung des Hybridkapitals
3. Basel III
3.1. Basisinformationen zur Entstehung von Basel III
3.2. Inhalt des Basel III-Dokuments
3.3. Die neue Eigenkapital-Definition nach Basel III
3.3.1. Überblick
3.3.1.1. Quantitative Voraussetzungen
3.3.1.2. Kapitalpuffer
3.3.1.3. Übersicht Eigenkapitalklassen
3.3.2. Kernkapital (Tier 1)
3.3.2.1. Hartes Kernkapital (Core-Tier 1)
3.3.2.2. Zusätzliches Kernkapital (Additional Tier 1)
3.3.3. Ergänzendes Kernkapital (Tier 2)
3.3.4. Erweiterte Anforderungen an das zusätzliche Kernkapital und das ergänzende Eigenkapital
3.4. Vergleich der Eigenkapital-Definition durch Basel II und Basel III
3.4.1. Vergleich der Systeme von Basel II und Basel III
3.4.2. Vergleich der Anrechenbarkeit der wichtigsten hybriden Kapitalinstrumente nach Basel II und Basel III
4. Auswirkungen der neuen Eigenkapital-Definition nach Basel III
4.1. Bankenübergreifende Auswirkungen
4.1.1. Entwicklung des Grundkapitals
4.1.2. Studie der Bundesbank
4.1.3. Studie des Basler Bankenkomitees
4.1.4. Studie der Boston Consulting Group
4.1.5. Notwendigkeit der neuen Eigenkapital-Definition
4.2. Analyse ausgewählter Finanzinstitute
4.2.1. Commerzbank AG
4.2.1.1. Anwendung der neuen Eigenkapital-Definition nach Basel III
4.2.1.2. Auswirkungen der Eigenkapital-Definition nach Basel III auf die Commerzbank AG
4.2.2. WestLB AG Konzern
4.2.2.1. Anwendung der neuen Eigenkapital-Definition nach Basel III
4.2.2.2. Auswirkungen der Eigenkapital-Definition nach Basel III auf den West LB AG Konzern
4.2.3. Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG
4.2.3.1. Anwendung der neuen Eigenkapital-Definition nach Basel III
4.2.3.2. Auswirkungen der Eigenkapital-Definition nach Basel III auf die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG
4.2.4. Bewertung der Analysen
5. Abschließende Betrachtung
5.1. Die Rolle von Contingent Convertible Bonds als zukünftiges Hybridkapital
5.2. Zielerreichung der Arbeit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der durch Basel III eingeführten, verschärften Eigenkapital-Definition auf Banken, wobei ein besonderer Fokus auf der regulatorischen Rolle und Anrechenbarkeit von Hybridkapital liegt. Die zentrale Fragestellung zielt darauf ab, wie sich die neuen qualitativen Anforderungen an Kapitalinstrumente auf die Kapitalstruktur ausgewählter Kreditinstitute auswirken.
2.1. Definition Hybridkapital
Hybridkapital wird als Begriff für verschiedene Finanzinstrumente verwendet, die sich weder direkt dem Eigenkapital noch dem Fremdkapital zurechnen lassen.7 Sie nehmen eine Zwischenposition ein, mit deren Hilfe Unternehmen Finanzierungslücken schließen können. In weiten Teilen der Literatur werden sie auch als Mezzanine bezeichnet. Im Rahmen dieser Arbeit werden Mezzanine und Hybridkapital gleichgestellt und synonym als Hybridkapital bezeichnet.
Hybride Kapitalinstrumente lassen sich flexibel gestalten und so je nach Bedarf mit verschied Merkmalen ausstatten. In ihrer Haftung sind sie nachrangig zu den sonstigen Gläubigern, aber vorrangig zum tatsächlichen Eigenkapital. Als Risikoausgleich wird eine höhere Vergütung im Vergleich zum klassischen Fremdkapital gewährt. Zudem beinhaltet Hybridkapital in der Regel eine zeitliche Befristung.8
Die größte Bedeutung im deutschen Bankenmarkt haben hybride Finanzinstrumente wie stille Beteiligungen, Genussscheine, Wandel- oder Optionsanleihen und nachrangige Verbindlichkeiten.9 Die Vorzugsaktie ist das hybride Kapitalinstrument, welches dem Eigenkapital am nächsten kommt und findet im deutschen Bankensektor ebenfalls große Anwendung.10
1. Einordnung und Zielsetzung: Einführung in die Problematik des Hybridkapitals im Kontext der Finanzkrise und Definition der Zielsetzung dieser Arbeit.
2. Hybridkapital: Definition und Charakterisierung verschiedener hybrider Finanzinstrumente sowie deren Bedeutung für das deutsche Bankensystem.
3. Basel III: Detaillierte Darstellung des neuen regulatorischen Rahmens, der Eigenkapital-Klassifizierungen und der geänderten Anrechnungsmodalitäten im Vergleich zu Basel II.
4. Auswirkungen der neuen Eigenkapital-Definition nach Basel III: Empirische Analyse der Auswirkungen der neuen regulatorischen Anforderungen anhand der Fallbeispiele Commerzbank AG, WestLB AG und Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG.
5. Abschließende Betrachtung: Diskussion zukünftiger Instrumente wie Contingent Convertible Bonds und Reflexion über die Zielerreichung der Untersuchung.
Basel III, Hybridkapital, Eigenkapitaldefinition, Kernkapital, Risikogewichtete Aktiva, Stille Beteiligung, Genussschein, Nachrangverbindlichkeit, Commerzbank, WestLB, Apobank, Bankenregulierung, Finanzkrise, Verlustabsorption, Contingent Convertible Bonds
Die Arbeit befasst sich mit den regulatorischen Veränderungen durch das Basel III-Rahmenwerk, speziell im Hinblick auf die Neudefinition des Eigenkapitals und deren Auswirkungen auf deutsche Banken.
Im Zentrum stehen die Anforderungen an die Qualität des regulatorischen Eigenkapitals, die Veränderung der Anrechenbarkeit von Hybridkapital sowie die praktische Umsetzung dieser Regeln bei ausgewählten Bankinstituten.
Das Ziel ist es, die neuen Kriterien für die Anrechenbarkeit von Kapitalinstrumenten darzustellen, diese mit Basel II zu vergleichen und die resultierenden Auswirkungen auf den deutschen Bankensektor zu analysieren.
Neben einer theoretischen Fundierung durch Literatur- und Dokumentenanalyse führt der Autor eine praktische Analyse der Eigenkapitalstrukturen dreier ausgewählter Finanzinstitute (Commerzbank, WestLB, Apobank) durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Basel III-Vorgaben und eine vertiefende, fallstudienbasierte Analyse der Auswirkungen auf die Kapitalausstattung spezifischer Finanzinstitute unter besonderer Berücksichtigung des Hybridkapitals.
Wichtige Begriffe sind Basel III, Hybridkapital, Kernkapital, Verlustabsorption, regulatorische Anforderungen, Umstrukturierung und Kapitalpuffer.
Hybridkapital wurde bisher in erheblichem Umfang zur Stärkung der Kernkapitalquoten genutzt; Basel III verschärft jedoch die Anforderungen massiv, was Banken zu einer grundlegenden Umstrukturierung ihrer Kapitalbasis zwingt.
Die Institute müssen ihr Hybridkapital durch hochwertigeres, hartes Kernkapital ersetzen, was teilweise durch Kapitalerhöhungen, Gewinnthesaurierung oder die Ablösung staatlicher Hilfsmaßnahmen (wie bei der Commerzbank) erfolgt.
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