Bachelorarbeit, 2011
36 Seiten, Note: 13
Diese Arbeit analysiert die Beziehung Franz Kafkas zum Kino und untersucht, inwiefern filmische Schreibweisen in seinen Werken erkennbar sind. Sie verfolgt die These, dass Kafkas Kinobesuche und die neuen Filmtechniken seiner Zeit seinen Schreibstil beeinflusst haben.
Das erste Kapitel befasst sich mit der Entstehung des Kinos und seiner institutionellen Entwicklung. Es beleuchtet die frühen Formen des Kinos, die Wanderkinos und die rasante Entwicklung von Filmtechniken in Frankreich, Italien und den USA.
Im zweiten Kapitel wird Kafkas Interesse am Kino untersucht. Es wird beleuchtet, wie und wann Kafka mit dem Kino in Berührung kam, wie sich seine Leidenschaft entwickelte und warum sie ab 1914 ein abruptes Ende fand.
Das dritte Kapitel widmet sich der filmischen Schreibweise. Es zeigt auf, wie die Entstehung des Films neue Möglichkeiten für die menschliche Gesellschaft und die Literatur eröffnete. Schließlich wird die filmische Schreibweise bei Franz Kafka anhand von „Der Verschollene“ und „Der Process“ untersucht.
Franz Kafka, Kino, Filmische Schreibweise, „Der Verschollene“, „Der Process“, Filmtechniken, Institutionelle Entwicklung, Geschichte des Kinos, Literatur und Film.
Die Arbeit folgt der These, dass Kafka durch seine zahlreichen Kinobesuche und neue Filmtechniken wie Szenenwechsel und Überlappungen einen "filmischen Blick" in seinem Schreiben entwickelte.
Besonders in den Romanen "Der Verschollene" (Amerika) und "Der Process" lassen sich Techniken analysieren, die an die Konzeption von Filmen erinnern.
Die Arbeit untersucht die Gründe für diesen Bruch, der zeitlich mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs und einer Veränderung in Kafkas persönlicher und literarischer Entwicklung zusammenfällt.
Kafka faszinierte weniger der Inhalt der Filme als vielmehr deren formale Konzeption, wie etwa das "Overlapping" oder die rasanten technischen Entwicklungen aus Frankreich, Italien und den USA.
Im Gegensatz zu Peter-André Alt vertritt Zischler die Ansicht, dass Kafka die im Kino gesehenen Bilder bewusst aus seinen Texten fernhalten wollte, anstatt sie zu integrieren.
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