Masterarbeit, 2011
103 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Das Basel II-Regelwerk und seine Schwachstellen im Lichte der Finanzmarktkrise
2.1 Zielsetzung, Grundkonzept und Geltungsbereich von Basel II
2.2 Die Schwachstellen von Basel II
2.2.1 Prozyklizität im Finanzsystem
2.2.1.1 Die Mindesteigenkapitalanforderungen
2.2.1.2 Risikomessungen in Basel II
2.2.1.3 Anzuwendende Bewertungspraktiken
2.2.2 Systemrisiken im Finanzsystem
2.2.2.1 Konzentrationen zusammenhängender Engagements
2.2.2.2 Die Systemrelevanz von Instituten
2.2.2.3 Das Leverage- und Liquiditätsrisiko
3 Der makroprudenzielle Ansatz
3.1 Bedeutung und Merkmale
3.2 Der Kern des makroprudenziellen Ansatzes
3.3 Das makroprudenzielle Instrumentarium
3.3.1 Instrumente unter dem Aspekt der Prozyklizität
3.3.2 Instrumente unter dem Aspekt des Querschnittsrisikos
4 Basel III – Finanzmarktregulierung unter Berücksichtigung makroprudenzieller Elemente
4.1 Der Weg zu Basel III
4.2 Das Basel III-Regelwerk
4.3 Makroprudenzielle Elemente in den Eigenkapitalvorschriften
4.3.1 Elemente im Umgang mit dem aggregierten Risiko im Zeitverlauf
4.3.1.1 Kapitalhaltungspolster
4.3.1.2 Antizyklische Kapitalpolster
4.3.1.3 Höchstverschuldungsquote
4.3.2 Elemente im Umgang mit dem Querschnittsrisiko
4.3.2.1 Der Umgang mit Kontrahentenrisiken und Vernetzungen
4.3.2.2 Aktuelle Reformvorhaben systemischer Finanzinstitute
4.4 Makroprudenzielle Elemente in den Liquiditätsvorschriften
4.4.1 Mindestliquiditätsstandard
4.4.2 Strukturelle Liquiditätsquote
4.4.3 Überwachungsinstrumente
4.5 Zusammenfassende Bewertung der makroprudenziellen Elemente in Basel III
4.6 Umsetzung und Übergangsregelungen von Basel III
4.7 Eine Einschätzung der Auswirkungen von Basel III
5 Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Schwachstellen des Basel II-Regelwerks, die durch die Finanzkrise ab 2008 offengelegt wurden, kritisch zu analysieren und die Erweiterung durch makroprudenzielle Elemente in Basel III zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Basel III in der Lage ist, zukünftige Finanzkrisen zu verhindern.
2.2.1 Prozyklizität im Finanzsystem
Vielen Finanzkrisen liegt ein zeitlich weit verbreitetes Muster zugrunde: Ex post besitzen Finanz- und Konjunkturzyklus tendenziell den gleichen Verlauf. Prozyklizität verweist auf „... the fact that, over time, the dynamics of the financial system and of the real economy reinforce each other, increasing the amplitude of booms and busts and undermining stability in both the financial sector and the real economy.“
Prozyklische Elemente führen zu einer Verstärkung der natürlichen Auf- und Abschwungphasen und begünstigen Finanzinstabilität. Nachfolgend werden in Basel II enthaltene prozyklische Elemente vor dem Hintergrund der Finanzkrise erörtert.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation für die Überarbeitung der internationalen Bankenregulierung nach der Finanzkrise von 2008 dar und führt in die Thematik des Übergangs von Basel II zu Basel III ein.
2 Das Basel II-Regelwerk und seine Schwachstellen im Lichte der Finanzmarktkrise: In diesem Kapitel werden die Grundprinzipien von Basel II sowie dessen Unzulänglichkeiten bezüglich der Prozyklizität und systemischer Risiken während der Finanzmarktkrise analysiert.
3 Der makroprudenzielle Ansatz: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Konzept des makroprudenziellen Ansatzes, der zur Schließung der Lücke zwischen makroökonomischer und mikroprudenzieller Aufsicht beitragen soll.
4 Basel III – Finanzmarktregulierung unter Berücksichtigung makroprudenzieller Elemente: Hier wird das neue Regelwerk Basel III detailliert diskutiert, insbesondere die Einführung von Kapitalpuffern, Liquiditätsstandards und die Überwachung systemischer Risiken.
5 Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Herausforderungen sowie die Notwendigkeit einer möglichen Weiterentwicklung zu einem künftigen Basel IV-Regelwerk.
Basel II, Basel III, Finanzmarktregulierung, Finanzstabilität, Makroprudenzielle Aufsicht, Systemrisiko, Prozyklizität, Eigenkapitalanforderungen, Liquiditätsstandards, LCR, NSFR, SIFI, Leverage Ratio, Kapitalpolster, Bankenaufsicht.
Die Arbeit analysiert den regulatorischen Wandel in der internationalen Bankenaufsicht, ausgehend von den Schwachstellen des Basel II-Regelwerks, die während der Finanzkrise deutlich wurden, hin zu den neuen, makroprudenziellen Ansätzen von Basel III.
Die Arbeit fokussiert auf Finanzmarktregulierung, Systemstabilität, Bankenkapitalisierung und die Kontrolle von Liquiditätsrisiken innerhalb des globalen Finanzsystems.
Ziel ist es, die Effektivität der in Basel III eingeführten makroprudenziellen Elemente zu bewerten und zu hinterfragen, ob diese Maßnahmen zukünftige Finanzkrisen tatsächlich verhindern können.
Es handelt sich um eine regulatorische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung von Fachliteratur, Berichten des Basler Ausschusses (BCBS) sowie makroökonomischen Studien zur Finanzmarktregulierung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Diagnose der Fehler von Basel II (insbes. Prozyklizität und Systemrisiken), die theoretische Herleitung des makroprudenziellen Ansatzes und die detaillierte Vorstellung der neuen Basel III-Instrumente wie Kapital- und Liquiditätspuffer.
Zu den prägenden Begriffen gehören Basel III, Finanzstabilität, Systemrisiko, Prozyklizität, Liquiditätsstandards (LCR/NSFR) und Eigenkapitalregulierung.
Systemrelevante Finanzinstitute (SIFI) werden in Basel III durch spezifische Anforderungen adressiert, da ihr Ausfall aufgrund ihrer Größe und Vernetzung (Too-big-to-fail) verheerende Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft hätte.
Während der mikroprudenzielle Ansatz (Basel II) das Risiko einzelner Institute isoliert betrachtet, zielt der makroprudenzielle Ansatz (Basel III) darauf ab, Risiken innerhalb des gesamten Finanzsystems als Gesamtheit zu adressieren, um makroökonomische Schocks abzufedern.
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