Diplomarbeit, 2011
69 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Ausdauerleistungsfähigkeit und Indikatoren dafür
1.2 Studienrelevante leistungsphysiologische Variablen
1.2.1 Maximale Kenngrößen
1.2.1.1 Maximale Leistungsfähigkeit (Pmax)
1.2.1.2 Verhalten der Sauerstoffaufnahme (VO2) unter körperlicher Belastung
1.2.1.3 Atemminutenvolumen (VE)
1.2.2 Submaximale Kenngrößen
1.2.2.1 Herzfrequenzverhalten
1.2.2.2 Respiratorischer Quotient (RQ)
1.2.2.3 Laktat
1.3 Regulation metabolischer und spiroergometrischer Parameter bei ansteigender stufenförmiger Belastung
1.4 Ermüdung und Regeneration biologischer Teilsysteme
1.4.1 Ermüdung
1.4.2 Nährstoffversorgung und Regeneration
1.5 Untersuchungsziele und Arbeitshypothese
2 Methodik
2.1 Studiendesign
2.1.1 Probanden
2.1.2 Allgemeiner Untersuchungsablauf
2.2 Messmethodik
2.2.1 Fahrradergometrischer Stufentest
2.2.2 Anthropometrische Daten
2.2.3 Atemgasmessungen
2.2.4 EKG- und Herzfrequenzmessung
2.2.5 Laktatentnahmen und Schwellenbestimmung
2.2.6 Venöse Blutentnahmen
2.2.7 Ernährung
2.2.8 Weitere Methoden
2.3 Berechnung der Kenngrößen
2.4 Statistik
3 Ergebnisse
3.1 Nahrungsaufnahme
3.2 Gewicht
3.3 Testergebnisse der maximalen Kenngrößen
3.3.1 Maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max)
3.3.2 Maximale Leistung (Pmax)
3.4 Ausbelastungskriterien
3.4.1 Maximaler Respiratorischer Quotient (RQmax)
3.4.2 Maximales Laktat (Lamax)
3.4.3 Maximale Herzfrequenz (HFmax)
3.4.4 Maximales Atemminutenvolumen (VEmax)
3.4.5 Borg-Skala
3.5 Submaximale Kenngrößen
3.5.1 Lactate Threshold (LT)
3.5.2 Individuelle Anaerobe Schwelle (IAS)
3.5.3 Herzfrequenz in Ruhe und auf submaximalen Belastungsstufen
4 Diskussion
4.1 Plausibilitätskontrolle
4.2 Ergebnisdiskussion
4.3 Methodenkritik
4.4 Schlussfolgerungen
Die Studie untersucht die Auswirkungen wiederholter maximaler Fahrradergometrien am selben Tag auf leistungsphysiologische Kennzahlen bei trainierten und untrainierten Probanden, um Empfehlungen für die Gestaltung von Belastungstests in der Sportdiagnostik abzuleiten.
1.2.1.2 Verhalten der Sauerstoffaufnahme (VO2) unter körperlicher Belastung
Unter der VO2 versteht man die Aufnahmemenge an Sauerstoff vom Organismus aus der eingeatmeten Umgebungsluft pro Zeiteinheit. Sie wird als das Produkt aus der Konzentrationsdifferenz der Ein- und Ausatemluft mit der VE berechnet. Die Sauerstoffaufnahme wird in l/min angegeben und zur besseren Normierung auf die Körpermasse (KM) umgerechnet [ml/min/kg]. Vor Belastung und in Ruhe beträgt die VO2 ca. 200 - 450 ml/min bzw. 3,5 – 5 ml/min/kg (Scharhag-Rosenberger, 2010). Nach Hollmann et al. (2006, S. 24) vergehen bei submaximalen Belastungen 2 - 6 min bis die O2 - Aufnahme der Arbeitsintensität entspricht und sich ein Steady-State einstellt.
Laut Hollmann et al. (2009b, S. 348) stellt sich ein Steady-State bei trainierten Sportlern schneller als bei untrainierten oder älteren Personen ein. Bei zunehmender Belastung ist eine lineare Beziehung zwischen O2-Aufnahme und Belastungsstufe festzustellen (Hollmann et al., 2006; Scharhag-Rosenberger, 2010). Bei ansteigender Belastung kann schließlich ein Punkt erreicht werden, der trotz weiterer Belastungssteigerung keinen weiteren Anstieg der O2-Aufnahme erkennen lässt, das sogenannte Levelling-Off der Sauerstoffaufnahme.
Die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) stellt das Bruttokriterium der Ausdauerleistungsfähigkeit dar. Da die VO2max alle zur Leistungserbringung beteiligten Mechanismen erfasst, spiegelt sie ganzheitlich die kardiopulmunal-metabolische Kapazität im Organismus wider (Weinek, 2010, S.333). Bei untrainierten Männern beträgt sie im Mittel ca. 40 - 45 ml/min/kg und bei untrainierten Frauen ca. 35 - 40 ml/min/kg.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz von wiederholten Belastungstests in der Leistungsdiagnostik und definiert das Forschungsziel der Studie hinsichtlich der körperlichen Ermüdungseffekte bei aufeinanderfolgenden Tests.
2 Methodik: Hier werden das Studiendesign, die Charakteristika der Probanden, die verwendeten Ergometer, Messgeräte für die Spiroergometrie und Laktatanalyse sowie die statistischen Verfahren detailliert beschrieben.
3 Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die erhobenen Daten zu Nahrungsaufnahme, Gewicht und leistungsphysiologischen Parametern (maximal sowie submaximal) für beide Gruppen über die vier Tests hinweg präsentiert und statistisch ausgewertet.
4 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse, hinterfragt die Plausibilität der Daten unter Einbeziehung des aktuellen Forschungsstands, übt Methodenkritik und formuliert Schlussfolgerungen für die sportmedizinische Praxis.
Fahrradergometrie, Ausdauerleistungsfähigkeit, Laktatleistungskurve, Sauerstoffaufnahme, Ermüdung, Regeneration, Belastungstest, Leistungsdiagnostik, Herzfrequenzverhalten, Glykogenverarmung, Submaximale Kenngrößen, Stoffwechselparameter.
Die Arbeit befasst sich mit den Veränderungen leistungsphysiologischer Parameter bei Sportlern und Untrainierten, wenn sie am selben Tag mehrere maximale Belastungstests auf dem Fahrradergometer absolvieren.
Die Kernbereiche sind Ausdauerleistungsfähigkeit, die Dynamik von Laktat und Herzfrequenz unter Belastung, Regenerationsprozesse nach intensiver körperlicher Anstrengung sowie die Auswirkungen einer Glykogenverarmung.
Ziel ist es zu ermitteln, wie viele aufeinanderfolgende maximale Tests möglich sind, bevor signifikante ermüdungsbedingte Veränderungen der Messgrößen auftreten, um praktische Empfehlungen für die sportmedizinische Leistungsdiagnostik zu geben.
Es werden zwei Probandengruppen (trainiert und untrainiert) über vier Tests mit einer 90-minütigen Pause untersucht. Die statistische Analyse erfolgt mittels ANOVA für Messwiederholungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Leistungsphysiologie, eine detaillierte Beschreibung der Methodik und eine systematische Darstellung sowie Diskussion der Messergebnisse.
Schlüsselbegriffe sind Fahrradergometrie, Laktatleistungskurve, individuelle anaerobe Schwelle, VO2max, Regeneration und Stoffwechselanpassung.
Die IAS dient als submaximaler Parameter zur Bestimmung der Dauerleistungsgrenze. Die Studie beobachtete, dass dieser Wert über mehrere Tests anstieg, was auf Stoffwechselanpassungen oder Ermüdungsphänomene hinweist.
Wenn nur die VO2max gemessen werden soll, sind mehrere Tests am Tag möglich. Bei Fokus auf submaximale Parameter wie Laktatschwellen oder Herzfrequenz sollte hingegen nur ein Test pro Tag durchgeführt werden.
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