Masterarbeit, 2011
87 Seiten, Note: 2,15
1 Einleitung
2 Leben im Informationszeitalter
2.1 Lebenswelten im Informationszeitalter
2.1.2 Informationstechnologien als neue Kapitalform
2.1.3 Informationstechnologien als Aufklärungsform
2.1.4 Kritik am Informationszeitalter
2.2 Die Internetkommunikation
2.2.2 Internetkommunikation – kommunikative Grenzen aufheben
2.2.3 Kritik an der Entgrenzung
2.3 Internet und Ethik
2.3.2 Informationsfluss und –ethik heute
2.3.3 Die Cyberspace- Ethik
3 Soziale Netzwerke
3.1 Das Internet und seine Soziologie
3.1.2 Virtuelle Gesellschaft – Eine Theorie
3.1.3 Die virtuelle Gesellschaft
3.1.4 Sozialstruktur der virtuellen Gesellschaft
3.2 Soziale Netzwerke
3.2.2 Definition und begriffliche Abgrenzung
3.2.3 Ansätze zur Erklärung des Phänomens „Soziale Netzwerke“
3.3 Die Entwicklung der Sozialer Netzwerke
3.3.2 Neues Soziales Kapital
3.3.3 Soziale Netzwerke – sozial- und kulturwissenschaftliches Verständnis
3.4 Soziale Netzwerke enger gefasst
4 Facebook
4.1 Facebooks Funktionen
4.2 Durchschnittliche Nutzungsweise von Facebook
4.2.2 Nutzer und Nutzung
4.2.3 Intensität der Facebook- Nutzung – Ergebnisse einer quantitativen Onlinebefragung
4.2.4 Motive der Facebook- Nutzung
4.2.5 Stellenwert der Facebook – Nutzung
4.2.6 Nutzung der Kommunikationstools auf Facebook
4.3 Die Bedeutung von Online- Bekanntschaften
4.4 Interaktionsmuster in Facebook
5 Virtuelle Realität vs. Real Life - ein kritischer Überblick
6 Soziale Kohäsion
6.1 Facebook – ein möglicher Weg zur Auflösung von Regierungsformen?
6.2 Facebook und die Möglichkeit zur Integration und Anerkennung
6.3 Facebook als Möglichkeit zur Partizipation
6.4 Facebook und Möglichkeit der Solidarität und sozialen Integration
6.5 Facebook als Gatekeeper
6.6 Facebook und der Kampf um Anerkennung
6.7 Facebook als Möglichkeit der ständigen politischen Partizipation
6.8 Versuch einer eigenen Definition von Soziale Kohäsion
7 Möglichkeiten und Grenzen von Facebook für den sozialen Zusammenhalt
8 Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen des sozialen Netzwerks Facebook im Hinblick auf die Förderung der sozialen Kohäsion und des Gemeinschaftsgefühls innerhalb der Gesellschaft.
2.1 Lebenswelten im Informationszeitalter
Grundsätzlich gibt es eine Unterscheidung von zwei Lebenswelten, der privaten und öffentlichen. Lebenswelten werden von den Menschen subjektiv und individuell erfahren, da sie sich aus der menschlichen und räumlichen Umwelt zusammensetzen. Die private Lebenswelt wird bestimmt durch persönliche Eigenschaften wie zum Beispiel Sprache, Charakter und Stimmung. Andere Menschen können diese Welt miterleben, doch sie gestaltet sich von Individuum zu Individuum anders.
Die öffentliche Lebenswelt setzt sich aus den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Werten, Normen, Traditionen, Sitten und Regeln zusammen. Doch sie ist somit nicht gleichzeitig objektiv. Jeder zieht seinen eigenen Nutzen daraus, so dass sie ebenfalls subjektiv gestaltet und individuell erfahren wird. Zudem gibt jeder in dieser Welt zur Gestaltung etwas dazu, es lassen sich so immer nur Bruchstücke jedes Einzelnen wieder finden. Vor der Entwicklung des Informationszeitalters war eine Trennung von Öffentlich und Privat möglich, doch die Entstehung der wissenschaftlichen Welt verbindet alle drei Welten. Sie nimmt Einfluss und „dieser Einfluss ist darin begründet, dass Wissenschaft nicht die Welt an sich, sondern die kausal verstehbare Welt vor Augen führt“. Die wissenschaftliche Welt hilft den Menschen beim Verstehen der Beziehung Ursache und Wirkung. Sie hat somit einen hohen Einfluss auf die anderen Lebenswelten, da sie aktiv technisch eingreifen kann. Mit dieser zweckmäßigen Verbindung lassen sich die drei Lebenswelten informationstechnisch gestalten.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Paradigmenwechsel durch Social Media und führt in die Fragestellung ein, inwiefern Facebook zur Steigerung des sozialen Zusammenhalts beitragen kann.
2 Leben im Informationszeitalter: Dieses Kapitel analysiert die Veränderung der Lebenswelten durch Informationstechnologien und diskutiert die kritischen Aspekte der Internetkommunikation und Ethik.
3 Soziale Netzwerke: Es erfolgt eine soziologische Einordnung des Internets und eine Definition sozialer Netzwerke sowie eine Analyse ihrer Bedeutung für die Gesellschaft.
4 Facebook: Dieses Kapitel detailliert die Funktionen von Facebook, die typische Nutzungsweise sowie die verschiedenen Motive und Interaktionsmuster der Nutzer.
5 Virtuelle Realität vs. Real Life - ein kritischer Überblick: Eine Gegenüberstellung von virtuellen Gemeinschaften und realem Leben, um Chancen und Gefahren zu identifizieren.
6 Soziale Kohäsion: Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Facebook und verschiedenen Aspekten der sozialen Kohäsion wie Integration, Anerkennung, Partizipation und Solidarität.
7 Möglichkeiten und Grenzen von Facebook für den sozialen Zusammenhalt: Zusammenfassende kritische Reflexion über das Potenzial und die Limitationen von Facebook für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
8 Ausblick: Ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung mobiler Identitäten und der Verschmelzung von virtueller und realer Welt.
Soziale Kohäsion, Facebook, Soziale Netzwerke, Internetkommunikation, Digitale Identität, Virtuelle Gesellschaft, Sozialkapital, Partizipation, Integration, Anerkennungstheorie, Web 2.0, Informationszeitalter, Kommunikationstools, Solidarität, Gemeinschaftsgefühl
Die Arbeit untersucht, welche Chancen und Risiken das soziale Netzwerk Facebook für den sozialen Zusammenhalt in der modernen Gesellschaft bietet.
Zu den Schwerpunkten gehören der Wandel der Internetkommunikation, die Definition sozialer Netzwerke, Nutzertypologien sowie die Auswirkungen auf politische Teilhabe und soziale Integration.
Die Arbeit geht der Frage nach, welche Möglichkeiten und Grenzen Facebook bietet, um ein Zugehörigkeitsgefühl zu erzeugen und soziale Kohäsion innerhalb der Gesellschaft zu stärken.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert und Ergebnisse bestehender quantitativer Studien, etwa von Kniedinger, integriert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Informationszeitalters, die soziologische Analyse von Netzwerken und eine detaillierte Betrachtung der Facebook-spezifischen Funktionen und Nutzungsmotive.
Begriffe wie soziale Kohäsion, Sozialkapital, Anerkennung nach Honneth, Partizipation sowie der "Kampf um Anerkennung" sind für die Argumentation zentral.
Facebook kann als effizientes Kommunikationswerkzeug für Protestbewegungen dienen, indem es die Organisation erleichtert, auch wenn es nicht als alleinige Ursache für politische Umbrüche betrachtet werden darf.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Facebook zwar Möglichkeiten zur Kontaktpflege und Partizipation bietet, der soziale Zusammenhalt jedoch dynamisch bleibt und nicht als messbarer statischer Zustand betrachtet werden kann.
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