Bachelorarbeit, 2009
91 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen zum E-Government
2.1 Begriff E-Government und New Public Management
2.1.1 Definition E-Government
2.1.2 Anwendungsfelder von E-Government
2.1.3 Akteursperspektiven
2.1.4 E-Government und New Public Management
2.2 Potenziale von E-Government
2.2.1 Zielaspekte von E-Government
2.2.2 Prozesse in der Verwaltung
2.2.3 Nutzen von E-Government
2.3 Gestaltungsfelder für ein wirkungsvolles E-Government
2.3.1 Politik und Verwaltungsführung
2.3.2 Verwaltungs-Engineering
2.3.3 Querschnittaufgaben
3 Prozessoptimierungen in einer Förderbank
3.1 Untersuchungsort und Anwendungssysteme
3.1.1 Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz GmbH
3.1.2 Haushaltsmanagementsystem Web-IRMA
3.1.3 Modul ABAKUS
3.2 Projekt: Einführung von Web-IRMA in einer Förderbank
3.2.1 Prozess: Einrichtung von Haushaltsstellen
3.2.2 Prozess: Mittelauszahlung von Infrastrukturmaßnahmen
3.2.3 Prozess: Rückforderung von Fördermitteln
4 Bewertung
4.1 Analyse der Erfolgsfaktoren
4.1.1 Gestaltungsfeld Politik und Verwaltungsführung
4.1.2 Gestaltungsfeld Verwaltungs-Engineering
4.1.3 Gestaltungsfeld Querschnittaufgaben
4.2 Prozessorientierte Verbesserungsvorschläge
4.2.1 Prozess: Einrichtung von Haushaltsstellen
4.2.2 Prozess: Mittelauszahlung von Infrastrukturmaßnahmen
4.2.3 Prozess: Rückforderung von Fördermitteln
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die Optimierung von Verwaltungsprozessen im Kontext von E-Government am Beispiel der Einführung des Haushaltsmanagementsystems Web-IRMA bei einer Förderbank. Das primäre Ziel besteht darin, Erfolgsfaktoren für die Implementierung digitaler Verwaltungsprozesse zu identifizieren und die praktische Umsetzung sowie deren Auswirkungen auf die Prozessqualität zu bewerten.
2.1.1 Definition E-Government
Von den vielen, in der Fachliteratur diskutierten, Definitionen seien hier exemplarisch die wichtigsten angeführt:
Electronic Government ist eine Organisationsform des Staates, welche die Interaktion und Wechselbeziehungen zwischen dem Staat und den Bürgern, privaten Unternehmungen, Kunden und öffentlichen Institutionen durch den Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien integriert.
Im viel beachteten Memorandum „Electronic Government als Schlüssel zur Modernisierung von Staat und Verwaltung“ wurde folgende Definition veröffentlicht: „Unter Electronic Government wird im Folgenden verstanden die Durchführung von Prozessen der öffentlichen Willensbildung, der Entscheidung und der Leistungserstellung in Politik, Staat und Verwaltung unter sehr intensiver Nutzung der Informationstechnik. Eingeschlossen sind in diese Definition selbstverständlich zahlreiche Hilfs- und Managementprozesse, sowie Prozesse der politischen und finanziellen Rechenschaftslegung.“
Im Sinne der sogenannten Speyerer Definition wird E-Government verstanden als „die Abwicklung geschäftlicher Prozesse im Zusammenhang mit Regieren und Verwalten (Government) mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken über elektronische Medien.“ Der Geltungsbereich reicht von der kommunalen, regionalen oder Landesebene, bis zur nationalen oder Bundesebene sowie die supranationale und globale Ebene. Tangiert ist dabei der gesamte öffentliche Sektor, also neben der Exekutive ebenso die Legislative und Judikative, wie auch öffentliche Unternehmen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des E-Government im Zuge der Verwaltungsmodernisierung ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Thesis.
2 Grundlagen zum E-Government: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, beleuchtet Potenziale, Anwendungsfelder sowie die Einordnung in den New Public Management Reformansatz.
3 Prozessoptimierungen in einer Förderbank: Hier werden der Untersuchungsort, die beteiligten IT-Systeme (Web-IRMA, ABAKUS) sowie die konkreten Prozesse der Mittelbewirtschaftung vorgestellt.
4 Bewertung: Das Kapitel beurteilt die Einführung von Web-IRMA anhand der zuvor entwickelten Erfolgsfaktoren und gibt prozessorientierte Verbesserungsvorschläge.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit ganzheitlicher Ansätze zur weiteren Verwaltungsoptimierung.
E-Government, Verwaltungsmodernisierung, Prozessoptimierung, Förderbank, Web-IRMA, ABAKUS, New Public Management, Haushaltsmanagement, digitale Signatur, Prozessmodellierung, Verwaltungs-Engineering, Kundenorientierung, Prozessorientierung, IT-Infrastruktur, Wirtschaftsförderung
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten zur Prozessoptimierung in der öffentlichen Verwaltung durch E-Government-Lösungen am praktischen Beispiel einer Förderbank.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des E-Government, die Gestaltungsfelder für IT-Projekte in der Verwaltung sowie die konkrete Einführung eines Haushaltsmanagementsystems.
Ziel ist die Beurteilung von Prozessoptimierungsmaßnahmen durch die Entwicklung und Anwendung eines Kriterienkatalogs für ein wirkungsvolles E-Government.
Die Arbeit nutzt eine projektbegleitende Analyse, bei der theoretische Erfolgsfaktoren aus der Literatur auf ein konkretes IT-Einführungsprojekt (Web-IRMA) angewendet und evaluiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Untersuchungsgegenstands (Förderbank, IT-Systeme) und die Analyse/Bewertung spezifischer Prozesse (Einrichtung von Haushaltsstellen, Mittelauszahlung, Rückforderungen).
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie E-Government, Prozessoptimierung, Förderbank, Haushaltsmanagement und Verwaltungsmodernisierung charakterisiert.
Web-IRMA dient als zentrales Untersuchungsbeispiel für eine landesweit eingesetzte Software, die das Haushaltsmanagement bei der Förderbank von papiergebundenen auf elektronische Verfahren umstellt.
Der Autor schlussfolgert, dass die Prozessmodellierung trotz ihrer theoretischen Relevanz in der Praxis der untersuchten Institution nur unzureichend genutzt wurde, um wirkliche Effizienzpotenziale voll auszuschöpfen.
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