Masterarbeit, 2011
90 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Veränderungsmanagement in Organisationen gestalten
2.1 Organisationsbegriff
2.2 Change Management
2.2.1 Definition
2.2.2 Rahmenkonzeption und Phasen
2.2.3 Change Management in der öffentlichen Verwaltung
2.3 Der kontinuierliche Verbesserungsprozess
2.3.1 Wesen und Ziel
2.3.2 Umsetzung und Rollen
2.3.3 Potenziale und Risiken
3 Organisationales Lernen
3.1 Definition
3.2 Lernebenen
3.3 Bedingungen an lernende Organisationen
3.3.1 Wirkung von individuellem und organisationalem Lernen
3.3.2 Führungsverhalten und mentale Modelle
3.3.3 Erzeugung von Lernprozessen
3.4 Lernsystem einer lernenden Organisation
3.4.1 Modelle handlungsleitender Theorien
3.4.2 Organisationsstruktur
3.4.3 Verhaltenswelt
4 Wissenschaftliches Vorgehen und Forschungsdesign
4.1 Ansatz der Praxisforschung
4.1.1 Untersuchungsort
4.1.2 Rolle als Forscher und Praktiker
4.2 Qualitativer Forschungsansatz und Gütekriterien
4.3 Forschungsfrage und Entwicklung von Prozesshypothesen
4.4 Erhebungsverfahren und qualitative Auswertungskategorien
4.4.1 Datengenerierung und Felderschließung
4.4.2 Auswertungskategorien
4.4.3 Vorgehensweise und Dokumentation
5 Projekt: „KVP-Einführung in einem Ministerium“
5.1 Ziele und Konzeption
5.2 Projektdurchführung
6 Empirische Untersuchung
6.1 I. Hypothese: Jüngere bzw. kürzlich eingestellte Mitarbeiter sind offener und aufgeschlossener gegenüber Veränderungsprozessen als die etablierten Mitarbeiter.
6.1.1 Jung oder Alt - Der fehlende Kausalbezug
6.1.2 Abwehrroutinen begrenzen Aufgeschlossenheit
6.2 II. Hypothese: Der Lernerfolg zeichnet sich durch den Grad an Intersubjektivität der Rolleninhaber zum KVP aus.
6.2.1 Die Projektleitung gibt KVP ein Gesicht
6.2.2 Der Moderator in unterschätzter Schlüsselfunktion
6.2.3 Der Koordinator als Bindeglied und Informationsvermittler
6.2.4 Die Mitarbeiter in besonderer Verantwortung
6.3 III. Hypothese: Ausgeprägte personale und organisationale Hierarchieebenen begünstigen begrenzte Lernsysteme.
6.3.1 Auswirkungen auf handlungsleitende Modelle
6.3.1.1 Zurückgehaltene Informationen
6.3.1.2 Handlungen werden zum Teil einseitig entschieden
6.3.1.3 Inneres Engagement und unterdrückte Gefühle
6.3.1.4 Defensive Denkmuster
6.3.2 Auswirkungen auf die Organisationsstruktur
6.3.2.1 Räumliches Umfeld
6.3.2.2 Wissen
6.3.2.3 Neue Wege der Kommunikation
6.3.2.4 Einführung von Anreiz-Systemen
6.3.2.5 Lenkende Maßnahmen und Verfahren
6.3.3 Auswirkungen auf die Verhaltenswelt
6.4 Ergebnisse im Bezug auf die Forschungsfrage
6.4.1 Wirkungen der Hypothesen auf die Forschungsfrage
6.4.2 Lernebenen und organisationale Lernprozesse
7 Zusammenfassung und weiterführende Forschungsfragen
Diese Arbeit untersucht den Implementierungsprozess des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) in einem Landesministerium. Ziel der empirischen Untersuchung ist es, auf Basis kognitiver Lerntheorien nach Argyris und Schön zu analysieren, wie die untersuchte Verwaltung durch diese Einführung lernt und welche Faktoren den organisationalen Lernprozess innerhalb hierarchischer Strukturen begünstigen oder hemmen.
6.2.2 Der Moderator in unterschätzter Schlüsselfunktion
Die Moderatoren nehmen als leitende Führungskräfte im Ministerium eine Schlüsselfunktion wahr. Dies impliziert, dass Führungskräfte qua Definition als „kleine“ Personalentwickler tätig sind. Sie verfügen als IR-Moderatoren über kreative Gestaltungsmöglichkeiten und können entscheidende Aspekte der Personalentwicklung einfließen lassen.310
Dies führt unter Umständen zu einem Widerspruch zwischen dem Führungshandeln einerseits und der neutralen Rolle als Moderator und IR-Leiter andererseits. Bereits bei Schulungsmaßnahmen wurde dieser mögliche Rollenkonflikt thematisiert. Diese Problematik wurde angesprochen, wobei auf die notwendige Sensibilität bei der Gesprächsführung sowie im Umgang mit Vorschlägen und Ideen hingewiesen wurde.311
In der untersuchten Einheit gab es jedoch diesbezüglich keine ausgeprägten Rollenkonflikte.312 Dies war unter Umständen darin begründet, dass viele Ideen auf formale und organisatorische Verbesserungen abzielten und weniger die inhaltlichen Arbeitsanforderungen betrafen.313 Der KVP fand sich auf einer Ebene, auf der Änderungen in diesem Bereich bisher nicht aufgegriffen wurden.314
Die Vertretung der Moderation sollte dynamisch und durch die IR selbst organisiert werden.315 Jedoch wurde dies von den verschiedenen Organisationseinheiten nur bedingt umgesetzt. Besonders in der Urlaubszeit führte dies zu Brüchen, weil IR abgesagt wurden. Der Prozess geriet dadurch ins Stocken. Eine Organisationseinheit entschärfte die Problematik durch die Einführung eines Rotationsmodells, indem jede IR2 von einem anderen Moderator geleitet wurde.316
Die Moderationsrolle umfasste darüber hinaus die notwendige Rückkopplung von Ideen, die aus anderen IR stammen und Folgewirkungen auf die Abteilungseinheit entfalten.317
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und dessen Auswirkungen auf Organisationen, insbesondere auf die öffentliche Verwaltung, und begründet das Erkenntnisinteresse an organisationalen Lernstrukturen.
2 Veränderungsmanagement in Organisationen gestalten: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Change Managements und des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) mit besonderem Fokus auf die Herausforderungen in der öffentlichen Verwaltung.
3 Organisationales Lernen: Das Kapitel verknüpft die Konzepte des organisationalen Lernens nach Argyris und Schön mit den Rahmenbedingungen in Verwaltungen und analysiert Lernebenen sowie die Bedeutung mentaler Modelle.
4 Wissenschaftliches Vorgehen und Forschungsdesign: Es wird die Methodik der Aktionsforschung begründet, die gewählt wurde, um den KVP-Einführungsprozess in einem Landesministerium empirisch zu untersuchen und die Forscherrolle zu reflektieren.
5 Projekt: „KVP-Einführung in einem Ministerium“: Dieses Kapitel beschreibt die Ziele, die Konzeption und den tatsächlichen Verlauf der KVP-Einführung innerhalb der untersuchten Organisation.
6 Empirische Untersuchung: Die Ergebnisse der Untersuchung werden hier anhand dreier Hypothesen diskutiert, wobei der Einfluss von Hierarchien, Rollenverständnissen und Abwehrroutinen auf den Lernprozess analysiert wird.
7 Zusammenfassung und weiterführende Forschungsfragen: Die zentralen Erkenntnisse über die Begrenztheit organisationalen Lernens in der untersuchten Verwaltung werden zusammengefasst und Ansätze für weiterführende Forschung aufgezeigt.
Organisationales Lernen, KVP, Veränderungsmanagement, öffentliche Verwaltung, Aktionsforschung, Argyris und Schön, Double-Loop-Learning, Change Management, Führungskräfte, mentale Modelle, Hierarchiestrukturen, Wissensmanagement, Abwehrroutinen, Lernsysteme, Organisationsentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie eine öffentliche Verwaltung als organisationale Einheit durch die Einführung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) lernt.
Die zentralen Themen sind Veränderungsmanagement, organisationales Lernen nach den Theorien von Chris Argyris und Donald A. Schön sowie die spezifischen Auswirkungen von hierarchischen Strukturen auf Lernprozesse.
Das Ziel ist es, den Implementierungsprozess des KVP in einem Landesministerium methodisch zu dechiffrieren und zu analysieren, welche Barrieren und Erfolgsfaktoren das organisationale Lernen in diesem Umfeld prägen.
Es wird der qualitative Forschungsansatz der Aktionsforschung (Praxisforschung) nach Heinz Moser angewandt, da der Verfasser selbst Teil der Organisation ist.
Im Hauptteil werden die theoretischen Konzepte des organisationalen Lernens auf die empirischen Daten der KVP-Einführung im Ministerium angewendet, wobei insbesondere Hypothesen zu Altersstrukturen, Intersubjektivität und hierarchischen Lernbarrieren geprüft werden.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Organisationales Lernen, KVP, Aktionsforschung, öffentliche Verwaltung und Change Management beschreiben.
Die Projektleitung fungiert als zentrales Gesicht des Wandels, muss jedoch mit den Herausforderungen der Top-Down-Reorganisation des Hauses und dem Glaubwürdigkeitsrisiko durch skeptische Mitarbeiter umgehen.
Die Studie zeigt, dass Hierarchien häufig defensive Denkmuster fördern, Informationen einseitig entscheiden lassen und offene Diskurse behindern, wodurch das organisationale Lernen auf eine niedrige Lernebene (Single-Loop-Learning) beschränkt bleibt.
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