Bachelorarbeit, 2010
76 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Einführung
2.1. Ein theoretischer Überblick zur Dissonanzentstehung
2.1.1. Grundgedanken
2.1.2. Die Größe der Dissonanz
2.1.3. Bedingungen für kognitive Dissonanz
2.1.4. Das Verhalten im dissonanten Zustand
2.1.5. Nachentscheidungsdissonanz
2.1.6. Dissonanz im menschlichen Erleben
2.2. Ein theoretischer Überblick zur Dissonanzreduktion
2.2.1. Grundgedanken
2.2.2. Voraussetzungen für Dissonanzreduktion
2.2.3. Dissonanzreduktion im intrapersonellen Bereich
2.2.4. Dissonanzreduktion im interpersonellen Bereich
2.2.4. a) Einflussfaktoren auf die Entstehung von Dissonanz durch Mitmenschen
2.2.4. b) Dissonanzreduktion im sozialen Kontakt (Addition konsonanter Elemente)
2.2.4. c) Dissonanzreduktion im sozialen Kontakt (Subtraktion dissonanter Elemente)
2.3. Zur Wichtigkeit der Kognitionen in der Entstehung kognitiver Dissonanz
3. Die Untersuchung
3.1. Definition des Untersuchungsgegenstandes
3.2. Wahl der Methode
3.4. Aufbau des Interviews
3.4.1. Der Leitfaden
3.4.2. Die Interviewpartner
3.4.3. Durchführung der Interviews
3.4.4. Auswertungsmethodik
3.5. Ergebnisse
3.5.1 Hinzufügen Positiver Kognitionen
3.5.2. Subtraktion dissonanter Kognitionen
3.5.3. Aufwerten der konsonanten Elemente
3.5.3. a) Aufwerten der Vorteile des Mac
3.5.3. b) Aufwerten der Nachteile von Windowscomputern
3.5.4. Abwerten der dissonanten Elemente
3.5.4. a) Abwerten der Nachteile bei Mac
3.5.4. b) Abwerten der Vorteile des PCs
3.5.5. Relativierung der dissonanten Kognitionen
3.5.6. Nachentscheidungsdissonanz in den Interviews
3.6. Diskussion der Ergebnisse
3.6.1. Zusammenfassung der Ergebnisse
3.6.2. Betrachtung der Verteilung der einzelnen Dissonanzreduktionsmechanismen
3.6.3. Weitere Widersprüche zur Dissonanztheorie
4. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht auf explorativer Ebene, wie Mac-Neukäufer mit kognitiver Dissonanz umgehen, die nach dem Kauf eines Apple-Computers entstehen kann. Ziel ist es, durch leitfadengestützte Interviews zu analysieren, welche psychologischen Strategien genutzt werden, um die Spannung zwischen dem Markenimage und auftretenden technischen Unzulänglichkeiten oder anderen Herausforderungen zu bewältigen.
1. Einleitung
Computer haben lange den Status reiner Arbeitsgeräte verlassen. Die Wahlmöglichkeiten zwischen Marken, Farben, Größen befähigen die einstigen grauen Rechenmaschinen inzwischen einen modischen Stil zu kommunizieren. Jedoch darüber hinaus kann durch die Wahl des Betriebssystems auch der kognitive Stil nach außen getragen werden. (Turkle, 1984 in Lam, 2001) Ein Computer hat folglich nicht nur Kontaktpunkte mit dem äußeren Erscheinungsbild einer Person, sondern auch mit inneren. Besonders die Marke Apple, ein leuchtendes Beispiel geschickter Markenführung, integriert den Nutzer in die Marke. Das Image des smarten Klassikers scheint nicht nur an den Mann, sondern auch in ihn integriert zu werden. Menschen absorbieren den Apple-Lifestyle, identifizieren sich mit ihm und Verkaufszahlen schießen für Apple seit Jahren stetig in die Höhe. Trotzdem bleibt ein Computer ein elektrotechnisches Gerät, von Menschen erschaffen und weit entfernt von Perfektion.
Wer einen Computer besitzt wird früher oder später mit Problemen konfrontiert werden. Was passiert also, wenn ein Markenimage in das Selbst integriert wurde, jedoch die Hard- und Software die Nerven auf die Zerreißprobe stellen. Auf der einen Seite steht das Wissen, "diese Marke ist intelligent" auf der anderen Seite stehen die Erfahrungen mit den Unzulänglichkeiten des Geräts. Eindeutig stehen sich dann zwei sich widersprechende Kognitionen gegenüber. Leon Festinger nannte das aus zwei sich widersprechenden Kognitionen resultierende Gefühl "kognitive Dissonanz" und fand heraus, dass Personen motiviert sind, diese Spannung aufzulösen. Das Interesse der vorliegenden Arbeit wird es sein mit dem Hintergrund der kognitiven Dissonanz-Theorie, auf explorativer Ebene zu betrachten, wie diese innere Spannung bewältigt wird. Dazu werden leitfadengestützte Interviews mit Mac-Neukäufern geführt, welche mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der kognitiven Dissonanz bei Mac-Erstkäufern ein und begründet die Forschungsfrage sowie die methodische Herangehensweise der explorativen Studie.
2. Theoretische Einführung: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte theoretische Basis zu Entstehung und Reduktion kognitiver Dissonanz sowie deren Wichtigkeit für das Selbstbild und die Markenbeziehung.
3. Die Untersuchung: Hier werden das Forschungsdesign, die Methode des Experteninterviews, die Zusammensetzung der Stichprobe sowie die methodische Auswertung der Interviews dargelegt und die Ergebnisse diskutiert.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die eingesetzten Dissonanzreduktionsmechanismen zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Forschungsschritte.
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Die Arbeit untersucht, wie Nutzer, die erstmals einen Mac von Apple gekauft haben, mit kognitiver Dissonanz umgehen. Dabei wird analysiert, wie die Nutzer innere Spannungen bewältigen, wenn ihre Erwartungen an die Marke durch technische Probleme oder andere Faktoren enttäuscht werden.
Die zentralen Themen sind die Dissonanztheorie nach Leon Festinger, die Bedeutung von Markenidentität für das Selbstbild des Nutzers, der Einfluss des sozialen Umfelds sowie Strategien zur Reduktion von Dissonanz.
Das primäre Ziel ist es, auf explorativer Ebene zu betrachten, wie innere Spannung bei Mac-Neukäufern bewältigt wird. Es soll illustriert werden, welche Dissonanzreduktionsmechanismen von den Probanden eingesetzt werden.
Es wurde eine qualitative Untersuchung mit leitfadengestützten Experteninterviews durchgeführt, welche mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung und den empirischen Teil. Im theoretischen Teil werden die Konzepte der Dissonanzentstehung und -reduktion erarbeitet. Der empirische Teil dokumentiert die Analyse der Interviews bezüglich Strategien wie Hinzufügen, Subtrahieren, Aufwerten und Relativieren von Kognitionen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie kognitive Dissonanz, Dissonanzreduktion, Apple, Markenbindung, Selbstkonzept und qualitative Inhaltsanalyse aus.
Durch die starke Identifikation mit dem Apple-Image wird die Marke zum Bestandteil des Selbstbildes. Ein Versagen des Geräts wird somit nicht nur als technisches Problem wahrgenommen, sondern als ein Konflikt mit der eigenen Kompetenz oder Identität, was Dissonanz auslöst.
Das soziale Umfeld dient sowohl als Quelle für zusätzliche Dissonanz (z. B. Sticheleien von Windows-Nutzern) als auch als notwendige Hilfe bei der Dissonanzreduktion, indem sich Nutzer mit Gleichgesinnten austauschen oder andere von der Marke überzeugen, um das eigene Handeln zu legitimieren.
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