Diplomarbeit, 2003
110 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
1.1 KONTEXT DIESER ARBEIT
1.2 PROBLEMSTELLUNG
2. THEORETISCHER RAHMEN
2.1 ANMERKUNGEN ZUR LITERATURRECHERCHE
2.2 KLÄRUNG ZENTRALER BEGRIFFE
2.2.1 Pflegeleistungen, Pflegeinterventionen und Pflegeaktivitäten
2.2.2 Pflegeaufwand
2.2.3 Pflegebedarf
2.2.4 Case- Mix und Case- Mix- Index
2.2.5 Low- Care- Cases
2.3 PATIENTENKLASSIFIZIERUNG
2.4 PFLEGEKLASSEN NACH SGB XI
2.4.1 Vorstellung des Verfahrens
2.4.2 Klassifizierung des Verfahrens
2.4.3 Wissenschaftliche Güte dieses Verfahrens
2.5 DIE RUG-III- KLASSIFIKATION
2.5.1 Vorstellung der Klassifikation
2.5.2 Klassifizierung des Instruments
2.5.3 Wissenschaftliche Güte des Instruments
2.6 FRAGESTELLUNG
3. METHODE
3.1 FORSCHUNGSDESIGN
3.2 POPULATION UND STICHPROBE
3.3 MESSUNGEN
3.4 DATENQUALITÄT
3.5 DATENANALYSE
4. DATENQUALITÄT
4.1 PROBLEMSTELLUNG UND FRAGESTELLUNG
4.2 METHODE
4.2.1 Design und Stichprobe
4.2.2 Messungen
4.2.3 Datenanalyse
4.3 ERGEBNISSE
4.4 INTERPRETATION
5. ETHISCHE ASPEKTE DIESER STUDIE
5.1 DAS PRINZIP DER WOHLTÄTIGKEIT
5.2 DAS PRINZIP DES RESPEKS VOR DER MENSCHLICHEN WÜRDE
5.3 DAS PRINZIP DER GERECHTIGKEIT
6. ERGEBNISSE
6.1 FORSCHUNGSFRAGE NR.1
6.2 FORSCHUNGSFRAGE NR.2
6.3 FORSCHUNGSFRAGEN NR. 3 UND NR. 4
6.4 WEITERE ERGEBNISSE
7. DISKUSSION
7.1 GRENZEN DIESER ARBEIT
7.2 INTERPRETATION UND EINORDNUNG DER ERGEBNISSE
8. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
8.1 ZUSAMMENFASSUNG
8.2 EMPFEHLUNGEN FÜR WEITER FÜHRENDE FORSCHUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, inwieweit die Pflegeklassen nach SGB XI mit verschiedenen Elementen des international validierten RUG-III-Systems korrelieren, um die Angemessenheit der pflegebedarfsorientierten Vergütung in deutschen Pflegeheimen kritisch zu hinterfragen.
2.5 Die RUG-III- Klassifikation
Die RUG-III- Klassifikation kennt 44 einzelne Pflegebedarfsgruppen (RUGs). Sie entstand in den USA als Antwort auf die DRGs und bildet im Gegensatz zu diesen keinen medizinischen sondern pflegerischen Bedarf ab. Eine Darstellung der Klassifikation zeigt Abbildung 6.
Eine Eingruppierung kann nach zwei unterschiedlichen Verfahren erfolgen, zum einen nach dem hierarchischen Verfahren, zum anderen nach dem Verfahren des „Index Maximizing“ (vgl. Health Care Financing Administration 2002) 2.
Die folgenden Erläuterungen zur Eingruppierung in eine RUG beziehen sich auf den Worksheet zur manuellen Eingruppierung der HCFA (vgl. Health Care Financing Administration 2002). Eine Eingruppierung in eine RUG erfolgt in drei Schritten. In einem ersten Schritt (primärer Split) wird der betreffende Bewohner zunächst einer von sieben Hauptgruppen zugeordnet (die Hauptgruppen sind aus Abb. 6 und Tab. 18 ersichtlich). Diese Zuordnung erfolgt nach definierten Einschlusskriterien, die in jedem Fall erfüllt sein müssen. Diese Einschlusskriterien basieren zum größten Teil auf Patientenzuständen, zu einem geringeren Teil auch auf erbrachten Pflege- und Therapieinterventionen, wie sie aus dem zuletzt kodierten MDS- Assessment („recent assessment“) hervorgehen.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Bedeutung der Bewohnerstrukturerfassung für die leistungsgerechte Vergütung und Einführung in die Problematik des bestehenden Vergütungssystems.
2. THEORETISCHER RAHMEN: Klärung zentraler Begrifflichkeiten und detaillierte Einführung in die Pflegeklassen nach SGB XI sowie die international genutzte RUG-III-Klassifikation.
3. METHODE: Erläuterung des explorativen Studiendesigns, der Stichprobenwahl und der Datenerhebung zur Sekundärdatenanalyse.
4. DATENQUALITÄT: Bewertung der Datenbasis durch eine ergänzende Messung der Inter-Rater-Reliabilität sowie methodische Einordnung der Ergebnisse.
5. ETHISCHE ASPEKTE DIESER STUDIE: Diskussion der Einhaltung ethischer Grundsätze bei der Datennutzung, insbesondere hinsichtlich Datenschutz und Informed Consent.
6. ERGEBNISSE: Präsentation der statistischen Korrelationen zwischen den SGB XI-Pflegeklassen und den RUG-III-Elementen (ADL-Index, CPS, Hauptgruppen).
7. DISKUSSION: Kritische Reflexion der Untersuchungsgrenzen und Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf die Hypothesenbildung.
8. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse und Empfehlungen für den zukünftigen Forschungsbedarf.
Pflegeversicherung, SGB XI, RUG-III, Pflegebedarf, Pflegeaufwand, Patientenklassifikation, ADL-Index, Cognitive Performance Scale, Ressourcenverbrauch, Personalbemessung, explorative Studie, Pflegequalität, Demenz, Case-Mix, Reliabilität.
Die Arbeit analysiert kritisch, inwieweit das deutsche System der Pflegeklassen nach SGB XI die tatsächlichen Pflegebedarfe von Bewohnern in Langzeitpflegeeinrichtungen adäquat abbildet, verglichen mit dem US-amerikanischen RUG-III-System.
Die Schwerpunkte liegen auf der Patientenklassifizierung, der leistungsgerechten Vergütung, der Messung von Pflegebedarf mittels MDS und der Frage nach der wissenschaftlichen Validität der aktuellen Einstufungspraxis.
Das Ziel ist es, erste explorative empirische Daten zu liefern, um zu prüfen, ob die Pflegeklassen nach SGB XI kognitiv beeinträchtigte Personen ausreichend berücksichtigen und ob sie klinisch homogene Gruppen bilden.
Es handelt sich um eine explorative Studie mit einem retrospektiven Korrelationsdesign, basierend auf einer Sekundärdatenanalyse von MDS-Datensätzen aus einem bayerischen Pflegeheim.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Vergleich von SGB XI und RUG-III, die Darstellung des methodischen Vorgehens, die Auswertung der Inter-Rater-Reliabilität sowie die statistische Korrelationsanalyse der erhobenen Daten.
Pflegeversicherung, RUG-III, Pflegebedarf, Patientenklassifikation, ADL-Index, Cognitive Performance Scale und Ressourcenverbrauch sind die prägenden Begriffe.
Die Studie deutet darauf hin, dass die Pflegeklassen nach SGB XI die speziellen Pflegebedarfe kognitiv beeinträchtigter Personen, insbesondere bei sogenannten Low-Care-Cases, nur unzureichend erfassen.
RUG-III gilt als international validiertes, pflegerisches Instrument, das im Gegensatz zum SGB XI-Verfahren klinisch homogenere Bedarfsgruppen bilden kann und somit eine objektivere Vergleichsbasis für die Ressourcensteuerung bietet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

