Magisterarbeit, 2005
95 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 PR
2.1.1 Definition
2.1.2 Abgrenzung der PR von Journalismus, Werbung und Marketing
2.1.3 Bereiche der PR
2.1.4 PR in Plattenfirmen
2.1.5 Ziele, Strategien und Instrumente
2.2 Musikjournalismus
2.2.1 Definition
2.2.2 Musikrezensionen
2.2.3 Anfänge und Entwicklung
2.2.4 Funktionen und Kennzeichen
2.3 Die Wechselbeziehung PR - Journalismus
2.3.1 Schnittstelle PR - Musikjournalismus
2.3.2 Theoretische Grundströmungen
2.3.2.1 Determination
2.3.2.2 Intereffikation
3. Stand der Forschung
3.1 Übereinstimmungen zwischen PR und journalistischer Berichterstattung
3.1.1 Übereinstimmungen von Themen
3.1.2 Wörtliche Übereinstimmungen
3.1.3 Übereinstimmungen von Wertungen
3.2 Wertungstendenzen
3.3 Transparenz
3.4 Zusammenhang zwischen Umfang der Berichterstattung und Übereinstimmungen
3.5 Timing
3.6 Addition
3.7 Analytisch begründete und unbegründete Wertungen
3.8 Zusammenhang zwischen Professionalität der Pressemitteilungen und Übereinstimmungen
4. Konkretisierung der Hypothesen und Forschungsfragen
4.1 Übereinstimmungen zwischen Pressemitteilungen und CD-Rezensionen
4.1.1 Übereinstimmungen von Themen
4.1.2 Übereinstimmungen von Sätzen und Teilsätzen
4.1.3 Übereinstimmungen von Wertungen
4.2 Wertungstendenzen
4.3 Transparenz
4.4 Zusammenhang zwischen Länge der Rezensionen und Übereinstimmungen mit den Pressemitteilungen
4.5 Timing
4.6 Addition
4.7 Analytisch begründete und unbegründete Wertungen
4.8 Zusammenhang zwischen Professionalität der Pressemitteilungen und Übereinstimmungen mit den CD-Rezensionen
5. Methode und Konzept der empirischen Untersuchung
5.1 Beschreibung des Untersuchungsmaterials
5.1.1 „Rolling Stone“
5.1.2 CD-Rezensionen im „Rolling Stone“
5.2 Bestimmung von Untersuchungszeitraum und Grundgesamtheit
5.3 Begründung der Methodenwahl
5.4 Durchführung der Analyse
5.5 Erste Analyseschritte
5.5.1 Länge
5.5.2 Übereinstimmungen von (Teil)sätzen
5.5.3 Übereinstimmungen von Wertungen
5.5.4 Wertungstendenzen
5.5.5 Grafischer Bewertungsindex
5.5.6 Übereinstimmungen von Themen
5.5.7 Transparenz
5.5.8 Timing
5.6 Vertiefende Analyse
5.6.1 Addition
5.6.2 Analytisch begründete und unbegründete Wertungen
5.6.3 Zusammenhang zwischen Professionalität der Pressemitteilungen und Übereinstimmungen mit den CD-Rezensionen
6. Ergebnisse
6.1 Länge der Rezensionen
6.2 Übereinstimmungen
6.2.1 Übereinstimmungen von (Teil)sätzen
6.2.2 Übereinstimmungen von Wertungen
6.2.3 Übereinstimmungen von Themen
6.3 Wertungstendenzen
6.4 Grafischer Bewertungsindex
6.5 Transparenz
6.5.1 Kennzeichnung von übernommenen (Teil)sätzen
6.5.2 Nennung der Pressemitteilung als Quelle
6.5.3 Korrekte Zuordnung von Zitaten
6.5.4 Namentliche Kennzeichnung der Rezensionen
6.6 Timing
6.7 Zusammenhang zwischen Länge der Rezensionen und Einfluss der PR auf die Berichterstattung
6.8 Vertiefende Analyse
6.8.1 Addition
6.8.2 Analytisch begründete und unbegründete Wertungen
6.8.3 Zusammenhang zwischen Professionalität der Pressemitteilungen und Übereinstimmungen
6.9 Besonderheiten innerhalb des Untersuchungsmaterials
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht kritisch die Wechselbeziehung zwischen PR der Musikindustrie und dem Musikjournalismus anhand einer Fallstudie der deutschen Ausgabe des Magazins „Rolling Stone“. Ziel ist es, aufzuklären, in welchem Ausmaß PR-Materialien, wie Pressemitteilungen, in redaktionelle CD-Rezensionen einfließen und inwiefern dies die journalistische Autonomie beeinträchtigt.
Die Wechselbeziehung PR - Journalismus
Wie aus den vorangegangenen Erläuterungen ersichtlich, existiert kein einseitiges Abhängigkeitsverhältnis zwischen den Bereichen Musikjournalismus und PR der Plattenfirmen, sondern es lassen sich wechselseitige Anpassungen und Einflüsse zwischen beiden Gebieten beobachten. „Künstler, Autoren, Interpreten und alle übrigen Beteiligten im Unterhaltungsgeschäft brauchen die Medien Rundfunk, Fernsehen und Presse. Aber diese Abhängigkeit beruht auf Gegenseitigkeit“ (Loch 1978: 87).
Interdependenzen zwischen PR und Musikjournalismus in der Praxis werden in den nachfolgenden Absätzen aufgezeigt, bevor in Kapitel 2.3.2 das Verhältnis zwischen Journalismus und PR aus theoretischer Sicht angeschnitten wird.
Zunächst sind Rezensionen die beste Möglichkeit für Plattenfirmen, um einer breiten Öffentlichkeit das Erscheinen einer neuen CD bekannt zu geben: „Im Fall der Musikkritik geht es darum, den öffentlichen Rang von Ereignissen oder auch Produkten (CDs, Platten) zu deklarieren, die ihrerseits einen Anspruch auf öffentliche Anerkennung erheben“ (Thim-Mabrey 2001:62). Da laut Conen (1995: 56) höchstens jede fünfte Pop-Produktion einer großen Plattenfirma Aussicht auf eine erfolgreiche Platzierung am Markt hat, ist die PR auf die Multiplikatorenfunktion der Musikjournalisten angewiesen, um eine große Masse von potenziellen CD-Käufern anzusprechen. „Kein Titel schafft den Sprung in die Charts ohne eine entsprechende Unterstützung der Medien“ (Jahnke 1998: 109).
1. Einleitung: Beleuchtet die brisante Beziehung zwischen PR und Journalismus, betont die Notwendigkeit kritischer Distanz und führt in das Forschungsinteresse ein.
2. Theoretischer Hintergrund: Definiert zentrale Begriffe der PR und des Musikjournalismus und erläutert theoretische Modelle wie das der Intereffikation.
3. Stand der Forschung: Fasst bisherige Studien zusammen, die zeigen, dass PR-Inhalte oft ungekennzeichnet und unreflektiert in die Berichterstattung einfließen.
4. Konkretisierung der Hypothesen und Forschungsfragen: Leitet aus dem Forschungsstand spezifische Hypothesen und Fragen für die Analyse der Rolling Stone-Rezensionen ab.
5. Methode und Konzept der empirischen Untersuchung: Beschreibt das methodische Vorgehen der Inhaltsanalyse, die Auswahl des Untersuchungsmaterials und die Kriterien des Kategoriensystems.
6. Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Befunde zu Übereinstimmungen, Wertungstendenzen, Transparenz, Timing und Addition in den analysierten Rezensionen.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Untersuchungsergebnisse und reflektiert die Rolle des Rolling Stone im Musikjournalismus im Vergleich zur PR.
PR, Öffentlichkeitsarbeit, Musikjournalismus, CD-Rezensionen, Rolling Stone, Intereffikation, Journalistische Autonomie, Pressemitteilung, Inhaltsanalyse, Musikindustrie, Wertungstendenz, Transparenz, Medienberichterstattung, Popkritik, Eigenrecherche.
Die Arbeit untersucht, inwieweit der Musikjournalismus – konkret am Beispiel der Zeitschrift „Rolling Stone“ – durch die Public Relations (PR) der Plattenfirmen beeinflusst wird.
Zentrale Themenfelder sind die Interdependenzen zwischen PR und Journalismus, die Rolle von Pressemitteilungen bei der Erstellung von Rezensionen sowie die Einhaltung professioneller journalistischer Standards.
Das primäre Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob und in welcher Form Redakteure des „Rolling Stone“ PR-Inhalte aus Pressemitteilungen in ihre Rezensionen übernehmen.
Es wird eine Inhaltsanalyse (Input-Output-Analyse) durchgeführt, bei der Pressemitteilungen (Input) mit den entsprechenden veröffentlichten CD-Rezensionen (Output) systematisch verglichen werden.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Auswertung formaler und inhaltlicher Kriterien, darunter Übereinstimmungen von Textphrasen, Wertungen, Themenwahl, Transparenz bei der Quellenangabe und der zeitliche Aspekt (Timing) der Veröffentlichung.
Schlüsselwörter sind unter anderem PR, Musikjournalismus, CD-Rezensionen, Rolling Stone, journalistische Autonomie und Inhaltsanalyse.
Da es sich um die auflagenstärkste monatliche Musikzeitschrift Deutschlands handelt, die durch ihre spezialisierten Redakteure eine Sonderstellung einnimmt und als wichtiger Multiplikator für die PR-Arbeit der Musikindustrie gilt.
Ja, die Untersuchung zeigt, dass kürzere Rezensionen tendenziell einen größeren Anteil an Übereinstimmungen mit den Pressemitteilungen aufweisen als umfangreichere Texte, da bei letzteren mehr Zeit für Eigenrecherche zur Verfügung steht.
Die Untersuchung ergibt ein mehrheitlich positives Bild: 71% der untersuchten Wertungen werden analytisch begründet, wenngleich in kurzen Rezensionen der Anteil an unbegründeten, rein positiven Urteilen höher ausfällt.
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