Bachelorarbeit, 2010
47 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Themenfindung
2.1 „Le Parkour“
2.2 David Belle
2.3 Philosophie
2.4 Das Wesen von „Le Parkour“
2.5 Bewegungsmuster im Parkour
3. Verbreitung von „Le Parkour“
3.1 Verbreitung in Frankreich
3.2 Aktuelle Verbreitung
4. Lehrplan
4.1 Vergleiche mit dem Lehrplan Schleswig Holstein für die Sekundarstufe 1
4.1.1 Das Konzept der Grundbildung
4.1.2 Auseinandersetzung mit den Kernproblemen
4.2 Didaktische Begründungen:
4.2.1 Themenbereiche
4.2.2. Sich fit halten
4.2.3. An Geräten turnen
4.2.4 Laufen, Springen, Werfen
5. Le Parkour im Schulsport
5.1 Interne Bedingungen
5.2 Externe Bedingungen
5.3. Hinweise
5.4. Groblernziel der Stunde:
5.5. Feinlernziele der Stunde:
5.5.1 kognitiv
5.5.2 sozial affektiv
5.6 Methodische Begründungen
5.7 Verlaufsskizze:
5.8 Stationsaufbauten
5.8.1 Stationsaufbau der ersten Unterrichtseinheit
5.8.2 Stationsaufbau der zweiten Unterrichtseinheit
5.9 Reflexion
6. Möglichkeiten
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht, wie die Sportart „Le Parkour“ sinnvoll in den Schulsport integriert werden kann, um den Anforderungen des Lehrplans für Schleswig-Holstein für die Sekundarstufe 1 gerecht zu werden. Ziel ist es, durch die Analyse der Ursprünge und Philosophie des Parkour ein pädagogisch fundiertes Unterrichtskonzept zu entwickeln, das sowohl die individuelle Förderung als auch die motorische Ausbildung der Schüler unterstützt.
2.3 Philosophie
Parkour ist nicht nur durch die anspruchsvollen Bewegungen geprägt, denn ebenso zentral ist die Intention des Sports. David Belle beschreibt, dass Parkour eine Körperertüchtigung sei, die einem selbst und anderen Menschen helfen könne (vgl. BAUER 2008, S.15). Der schweizer Parkour-Pionier ROGER WIDMER (zit. in KLINGBACHER 2010, S.31) bestärkt die Meinung, dass der Traceur sich durch die Tugenden Respekt, Bescheidenheit und Voraussicht auszeichnet, was den Sport zu einer Lebenseinstellung werden lässt. Der bewusste und respektvolle Umgang mit der Natur ist obligat, das Eigentum anderer wird geschätzt und geachtet. Man muss lernen sich zurückzunehmen, denn nicht das Wissen über Bewegungen, sondern die Erfahrungen erlauben es einem, das Risiko eines Sprungs zu kalkulieren. Über die Trainingszeit erwirbt der Lernende eine Art taktiles Wissen, welches er auf seine Umgebung anwenden kann und seine Wahrnehmung beeinflussen lässt. „Ein Traceur sieht Wege, wo andere nur Wände sehen. Man folgt nicht den Vorgaben der Architektur und Städteplaner“ (WIDMER, 2010, zit. in KLINGBACHER 2010, S.28). Jeder muss seinen eigenen Weg finden, deshalb lässt die Philosophie im Parkour keinen Wettbewerb oder Konkurrenzgedanken zu. Entscheidend ist, dass man sich an sich selbst und an seiner Umgebung misst.
Der Konkurrenzgedanke in der heute vorherrschenden „Ellenbogengesellschaft“ wirkt sich stark auf viele der Jugendlichen aus. Den Konkurrenzgedanken in diesem Sport abzulegen ist zwingend notwendig, um „unüberlegtes und destruktives Verhalten zu vermeiden“ (vgl. LUKSCH 2009, S.14). Anhand der Philosophie gelingt es auch, das wahre Parkour von artverwandten Sportarten abzugrenzen wie beispielsweise das Freerunning, welches Salti und spektakuläre Aktionen in den Run integriert oder Parcouring, das auf Wettkampf ausgelegt ist.
1. Einleitung: Stellt die Entstehung von Parkour durch David Belle vor und formuliert die Fragestellung, wie die Sportart in den Schulsport integriert werden kann.
2. Themenfindung: Behandelt die Ursprünge, die Philosophie sowie die grundlegenden Bewegungsmuster, die für das Verständnis von Parkour essentiell sind.
3. Verbreitung von „Le Parkour“: Beschreibt die historische Entwicklung der Sportart, von den Anfängen in Frankreich bis hin zur aktuellen globalen Verbreitung und Wahrnehmung.
4. Lehrplan: Vergleicht die Anforderungen des Lehrplans Schleswig-Holstein für die Sekundarstufe 1 mit den Möglichkeiten, die Parkour zur Erfüllung dieser pädagogischen Ziele bietet.
5. Le Parkour im Schulsport: Erläutert die praktischen Rahmenbedingungen, Feinlernziele und methodischen Ansätze zur Durchführung von Unterrichtseinheiten, inklusive konkreter Stationsaufbauten.
6. Möglichkeiten: Diskutiert langfristige Perspektiven wie die Gründung einer Parkour-AG und die Vorteile des Trainings in einer gesicherten Hallenumgebung.
7. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Integration von Parkour in den Sportunterricht als pädagogisch wertvoll und erfolgreich.
Le Parkour, Sportunterricht, Schulsport, David Belle, Traceur, Bewegungsfluss, Grundbildung, Lehrplan, Didaktik, Hindernisüberwindung, Körperwahrnehmung, Unterrichtseinheit, Bewegungsrepertoire, Selbstkompetenz, Präzisionssprung
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzbarkeit der Sportart „Le Parkour“ als Bestandteil des schulischen Sportunterrichts.
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie und Philosophie von Parkour, der Analyse motorischer Bewegungsmuster sowie der didaktischen Einbettung in den Lehrplan.
Ziel ist es zu erörtern, ob und wie „Le Parkour“ sinnvoll in den Schulsport integriert werden kann, um den Vorgaben des Lehrplans Schleswig-Holstein gerecht zu werden.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur sowie auf ein praktisches Erprobungsprojekt in Form von sechs Unterrichtseinheiten an einem Gymnasium.
Im Hauptteil werden neben der pädagogischen Begründung insbesondere die schulspezifische Planung, methodische Hinweise sowie konkrete Stationsaufbauten für den Sportunterricht detailliert dargestellt.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Le Parkour, Schulsport, Didaktik, Lehrplan-Konformität und motorische Kompetenzentwicklung definieren.
Die Philosophie von David Belle lehnt den Konkurrenzgedanken ab; es geht nicht um den Wettbewerb gegen andere, sondern um die individuelle Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umgebung.
Sicherheit wird durch eine angeleitete, strukturierte Umgebung in der Turnhalle und die Auswahl geeigneter Hindernisse gewährleistet, wobei der Fokus auf korrekter Technik statt auf waghalsigen Aktionen liegt.
Die Roulade dient dazu, Energie flüssig zu transferieren und Sturzrisiken zu minimieren; sie wird im Unterricht als Zusatztechnik erklärt, ist aber für den Basis-Run nicht zwingend erforderlich.
Die Aufbauten dienen als strukturierte Gerätekombinationen, die es den Schülern ermöglichen, selbständig und effizient verschiedene Bewegungsformen wie Klettern, Balancieren und Springen zu erproben.
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