Diplomarbeit, 2011
68 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Thema und Zielsetzung
1.3 Aufbau und Vorgehensweise der Arbeit
2. Nonprofit – Organisationen
2.1 Definition von Nonprofit – Organisationen
2.2 Besonderheiten von Nonprofit – Organisationen
2.3 Ziele von Nonprofit – Organisationen
2.4 Geschichtliche Entwicklung des Nonprofit Sektors
3. Finanzierung von Nonprofit – Organisationen
3.1 Definition Finanzierung
3.2 Stellenwert der Finanzierung
3.3 Finanzierungsstruktur
3.4 Innenfinanzierung
3.5 Außenfinanzierung
3.5.1 Sponsoring
3.5.2 Fundraising
3.5.3 Abgrenzung Fundraising und Sponsoring
4. Marketing-Mix
4.1 Definition Marketing
4.2 Geschichte des Marketings
4.3 aktuelles Marketingverständnis
4.4 Der Marketing-Mix
5. Marketing von NPOs
5.1 Besonderheiten von NPO-Marketing
5.2 Ziele von NPO-Marketing
5.3 Monetäre Bedeutung des Marketings bei NPOs
5.4 Maßnahmen von international tätigen Organisationen
5.5 Verbesserungsansätze
6. Projekt: Das neue Städel
6.1 Das Städel
6.2 Thematischer Inhalt des Projekts
6.3 Zielsetzung des Projekts
6.4 Projektpartner
6.5 Maßnahmen
6.6.1 Maßnahmenmix
6.6.2 Online
6.6.3 Print
6.6.4 Event
6.6.5 Sonstige Maßnahmen
6.7 Status Quo
6.8 Resümee und Verbesserungsansätze
7. Fazit
Die Diplomarbeit untersucht Möglichkeiten zur effizienteren Spendergenerierung für Nonprofit-Organisationen durch den gezielten Einsatz des Marketing-Mix. Dabei werden sowohl literarische Grundlagen als auch die konkrete Praxis internationaler Organisationen sowie eines regionalen Projekts analysiert, um Optimierungspotenziale zur Sicherung der Liquidität und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu identifizieren.
1.1 Vorwort
Den Nonprofit-Organisationen kommt in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle zu, da sie sich als dritter Sektor zwischen Markt und Staat bewegen. Neue gesetzliche Rahmenbedingungen und die sich ständig ändernden Wertevorstellungen der Gesellschaft führen auch zu immer neuen Wegen in der Spendergenerierung. Die traditionelle Spenderansprache in Verbindung mit der Selbstverständlichkeit altruistischer Zuwendungen befinden sich zu Zeiten sozialpolitischer Kastrationen im Abwärtstrend. Den damit einhergehenden Mittelkürzungen in sämtlichen Bereichen können sich heutzutage nur neu aufgestellte Organisationen entgegenstellen. Und diese Erkenntnis öffnet den wissenschaftlich definierten Marketingansätzen die Türen der Organisationen. Dabei agieren die Organisationen entweder als Lösung für marktliches und/ oder staatliches Versagen, oder als Sprachrohr für die sozialen, politischen, karitativen, kulturellen oder sonstigen Bedürfnisse der Bevölkerung, die die anderen beiden Sektoren überhaupt nicht oder nur bedingt befriedigen können.
Aufgrund der untergeordneten Gewinnerzielungsabsicht stellt sich dabei auf Organisationsseite die permanente Frage nach der finanziellen Sicherstellung der eigenen Leistungsbereitschaft. Die Einnahmequellen Staat, Spenden und selbst erwirtschaftete Mittel weisen dabei eine ständige Dynamik auf, die eine längerfristige Prognose von Mittelzuflüssen unmöglich machen. Ein weiteres Problem der Finanzierungssicherung stellt der zunehmende Wettbewerb dar. Der Markteintritt privater Anbieter in ehemals geschützte Bereiche zwingt die etablierten Nonprofit-Organisationen zu einer konsequenten Ausrichtung ihrer Tätigkeiten an den Interessen der Anspruchsgruppen. In Verbindung mit der stagnierenden Spendenbereitschaft der Bevölkerung, den Neugestaltungen rechtlicher Rahmenbedingungen und den Kürzungen öffentlicher Mittel erkennen die Organisationen die Notwendigkeit zur Neuorientierung hinsichtlich der Mittelbeschaffung und künftigen Liquiditätssicherung.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Nonprofit-Organisationen in der heutigen Gesellschaft und führt in die Problemstellung der Spendergenerierung ein.
2. Nonprofit – Organisationen: Dieses Kapitel definiert den Nonprofit-Sektor, arbeitet dessen Besonderheiten heraus und skizziert die geschichtliche Entwicklung.
3. Finanzierung von Nonprofit – Organisationen: Hier werden die Finanzierungsstrukturen sowie die Instrumente Sponsoring und Fundraising im Nonprofit-Bereich detailliert analysiert.
4. Marketing-Mix: Das Kapitel bietet eine theoretische Grundlage zum Marketingbegriff und zum klassischen Marketing-Mix.
5. Marketing von NPOs: Hier wird das Marketing spezifisch auf Nonprofit-Organisationen angewendet, inklusive einer Betrachtung international tätiger Organisationen.
6. Projekt: Das neue Städel: Dieses Kapitel analysiert anhand der „Städel-Stiftung“ praxisnah die Umsetzung von Marketinginstrumenten zur Spendengenerierung.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer strategischen Marketingplanung für den Fortbestand von Nonprofit-Organisationen.
Nonprofit-Organisationen, NPO-Marketing, Spendergenerierung, Fundraising, Sponsoring, Marketing-Mix, Finanzierung, Dienstleistungsmarketing, Gemeinnützigkeit, Städel-Stiftung, Stakeholder, Spendenbereitschaft, Kommunikation, Professionalisierung, Zielgruppen.
Die Arbeit analysiert, wie Nonprofit-Organisationen (NPOs) den klassischen Marketing-Mix nutzen können, um in einem zunehmend kompetitiven Umfeld effizientere Spendergenerierung zu betreiben und langfristig ihre Liquidität zu sichern.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen des Nonprofit-Sektors, die spezifischen Herausforderungen der Finanzierung, die theoretischen Ansätze des Marketings sowie deren praktische Anwendung durch NPOs.
Ziel ist es, Optimierungsmöglichkeiten für die Spenderakquise aufzuzeigen, wobei die finanziellen Grenzen der jeweiligen Organisationen stets berücksichtigt werden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Untersuchung von Praxisbeispielen, insbesondere internationaler Organisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“ und „Peta“ sowie des regionalen Projekts der „Städel-Stiftung“.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Marketing und Finanzierung von NPOs) und einen umfangreichen Praxisteil, in dem spezifische Marketingmaßnahmen analysiert und bewertet werden.
Kernbegriffe sind Nonprofit-Organisationen, Fundraising, Sponsoring, Marketing-Mix, Spendengenerierung und Professionalisierung.
Während beim Fundraising die Zuwendungen freiwillig ohne direkte wirtschaftliche Gegenleistung erfolgen, handelt es sich beim Sponsoring um eine vertraglich fixierte Vereinbarung zwischen einem Unternehmen und einer NPO mit dem Ziel eines gegenseitigen Imagetransfers.
Das Projekt wird als gut durchdacht bewertet, wobei der Autor dennoch Potenziale in einer stärkeren zielgruppenspezifischen Differenzierung und einer proaktiveren Kommunikation bei Kostenänderungen sieht.
Der Autor greift dies auf, um zu zeigen, dass Entscheidungen von Spendern niemals rein rational, sondern immer durch emotionale Aspekte geprägt sind, was für die Gestaltung der Marketingkommunikation von großer Bedeutung ist.
Aufgrund der hohen Bedeutung von hauptamtlichen, ehrenamtlichen und freiwilligen Mitarbeitern für die Leistungserstellung ist diese Komponente im NPO-Marketing von zentraler Bedeutung und erfordert eine entsprechende Würdigung.
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