Bachelorarbeit, 2011
91 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Tourismus
2.1.1 Definition
2.1.2 Klassische Vertriebsstrukturen und Wertschöpfungsketten
2.1.3 Aktuelle Bedeutung der Tourismusbranche
2.2 Web 2.0
2.2.1 Begriffserklärung und Abgrenzung
2.2.2 Grundlegende Prinzipien und Treiber des Web 2.0
2.2.3 Darstellung von Plattformen
2.2.3.1 Soziale Netzwerke
2.2.3.2 Weblogs
2.2.3.3 Foto- und Videosharing-Plattformen
2.2.3.4 Bewertungs- und Empfehlungsportale
2.2.3.5 Wikis
2.2.3.6 Social Bookmarking
2.2.3.7 Weitere Erscheinungsformen
2.3 Social Web im Tourismus
2.3.1 Kommunikationswandel
2.3.2 Status Quo
3 Tourismus 2.0 – Verknüpfung vom Tourismus und Social Web
3.1 Tourismusrelevante Social Web Plattformen
3.1.1 Facebook am Beispiel von Fanpages
3.1.2 YouTube am Beispiel vom Brand Channel
3.1.3 Reiseblogs am Beispiel von Corporate Blogs
3.1.4 Bewertungs- und Empfehlungsportale am Beispiel von HolidayCheck
3.1.5 Reise-Communities und Online-Reiseführer
3.1.6 GeoWeb
3.2 Einfluss des Social Web auf den Reiseentscheidungsprozess
3.2.1 Inspirationsphase
3.2.2 Informationsphase
3.2.3 Buchungsphase
3.2.4 Reisephase
3.2.5 Nachbereitungsphase
4 Lösungsansätze und Analyse für den Umgang mit Social Web im Tourismus
4.1 Handlungsempfehlungen
4.1.1 Strategie und Ziele
4.1.2 Organisation von Zuständigkeitsbereichen
4.1.3 Richtlinien
4.1.4 Grundvoraussetzungen
4.1.5 Social-Media-Monitoring
4.1.6 Partizipieren und „Mitreden“
4.1.7 Unterstützen und Verstärken
4.1.8 Von der Webseite zur Webpräsenz
4.1.8.1 Auftrittsmöglichkeiten in bestehenden Social Web-Portalen
4.1.8.2 Bilden eigener Communities
4.1.8.3 Soziale Erweiterungsmodule
4.2 Chancen, Potentiale und Herausforderungen
4.2.1 Kundengewinnung und -beziehungsmanagement
4.2.2 Kundennähe durch den Dialog
4.2.3 Imagesteigerung und verstärkte Wahrnehmung
4.2.4 Innovationen durch Kundenintegration
4.2.5 Beschwerde- und Qualitätsmanagement durch Feedback
4.2.6 Marktforschung durch Web-Monitoring
4.3 Risiken und Probleme
4.3.1 Verlust der Kommunikationshoheit
4.3.2 Fehlendes Engagement
4.3.3 Negative Kritik & Reputationsverlust
4.3.4 Verstärkter Wettbewerb
4.3.5 Schwer messbarer Return on Investment
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen der Tourismusbranche die Mechanismen und Potenziale des Social Web strategisch in ihr unternehmerisches Handeln integrieren können, um den Herausforderungen durch den Kommunikationswandel zu begegnen.
1.1 Problemstellung
Das Internet stellt für die Tourismusbranche ein wichtiges Informations- und Kommunikationsmedium dar. Neben der Möglichkeit das touristische Produkt mithilfe von Bildern und Videos zu erweitern und zu emotionalisieren, erwachsen durch das Social Web neue Wege der Kommunikation. Zunehmend orientieren sich immer mehr Kunden an Bewertungen und Empfehlungen anderer Reisender, die in verschiedenen sozialen Portalen - wie TripAdvisor oder HolidayCheck - veröffentlicht werden. Dies führt mittlerweile dazu, dass „kaum eine Reiseentscheidung [...] ohne vorherige virtuelle Inspiration und Internetrecherche getroffen [wird].“ Die Evaluation von anderen Kundenmeinungen verhilft dem Konsumenten zu einer Reduktion von Informationsasymmetrien und führt zu mehr Transparenz.
Durch den Dialog mit dem Kunden erhält das Unternehmen neben neuen Impulsen wichtige Informationen sowie Kundenmeinungen, die für eine Verbesserung und Weiterentwicklung der touristischen Leistung von großer Bedeutung sein können. Die Kenntnis und Anwendung der Mechanismen unterschiedlicher Plattformen bzw. Tools – in Verbindung mit einer geeigneten Social-Media-Strategie – ist für Tourismusanbieter unverzichtbar und kann bei richtigem Einsatz zu erfolgreichen Ergebnissen führen.
Auf Basis der Fragestellung „Mit welchen pragmatischen Ansätzen, Konzepten und Handlungsempfehlungen können Praktiker der Tourismusbranche die Mechanismen des Social Web erfolgreich in das unternehmerische Handeln einbinden?“ werden in dieser Arbeit verschiedene theoriegeleitete Lösungsansätze kritisch diskutiert und durch Beispiele illustriert. Die Frage, wie Tourismusanbieter mit den Anforderungen des Social Web richtig umgehen und im Kundendialog angemessen reagieren können, soll herausgearbeitet werden. Des Weiteren soll verdeutlicht werden, wie die Chancen und das Potential des Web 2.0 ausgeschöpft und zielgerichtet für das Unternehmen eingesetzt werden können.
Derzeit ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Social Web und Tourismus noch überschaubar. Zwar besteht eine Vielzahl an Literatur zum Thema Web 2.0 mit Handlungsempfehlungen, Richtlinien und Lösungsvorschlägen zum Einstieg in das Social-Media-Marketing, jedoch fehlt die Verbindung zum Tourismus. Das immaterielle touristische Produkt – die Dienstleistung – hat andere Anforderungen an die Kommunikation als ein materielles Produkt z. B. der Sportwarenindustrie.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Internets und Web 2.0 für die Tourismusbranche ein und definiert das Forschungsziel sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Kernthemen Tourismus und Web 2.0 theoretisch fundiert und verknüpft, inklusive einer detaillierten Vorstellung gängiger Plattformen.
3 Tourismus 2.0 – Verknüpfung vom Tourismus und Social Web: Dieses Kapitel synthetisiert die Bereiche und analysiert den Einfluss des Social Web auf die einzelnen Phasen des Reiseentscheidungsprozesses.
4 Lösungsansätze und Analyse für den Umgang mit Social Web im Tourismus: Es werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Unternehmenspraxis abgeleitet sowie Chancen und Risiken kritisch diskutiert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Social-Media-Integration.
Social Web, Tourismus, Web 2.0, Reiseentscheidungsprozess, Social-Media-Marketing, Social-Media-Monitoring, User Generated Content, Kundenbindung, Unternehmenskommunikation, Online-Community, Bewertungsportale, Online-Reiseführer, Dialogmanagement, Innovationsmanagement, Destinationsmanagement
Die Arbeit untersucht, wie tourismuswirtschaftliche Akteure die Mechanismen des Social Web für ihre Kommunikation und Kundenbindung nutzen können, um in einem dynamischen digitalen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.
Zu den zentralen Themen gehören der Wandel des Reiseentscheidungsprozesses, der Einsatz verschiedener Web-2.0-Plattformen sowie die strategische Implementierung von Social Media in die Unternehmenspraxis.
Das Ziel ist es, Praktikern der Tourismusbranche pragmatische Ansätze und Konzepte aufzuzeigen, wie sie Social-Media-Anwendungen erfolgreich in ihr Tagesgeschäft einbinden können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Literaturquellen, ergänzt durch die Analyse von Branchenstatistiken und die Illustration mittels Best-Practice-Beispielen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Verknüpfung mit dem Tourismus unter Berücksichtigung des Reiseentscheidungsprozesses sowie die Darstellung konkreter Lösungsansätze, Strategien und Risiken.
Schlüsselbegriffe sind Social Web, Tourismusmarketing, User Generated Content, Kundenbeziehungsmanagement und Social-Media-Monitoring.
Da das touristische Produkt eine immaterielle Dienstleistung ist, die hohe Anforderungen an Vertrauen und emotionale Ansprache stellt, unterscheidet sich die Kommunikation stark von materiellen Gütern.
Sie ist die erste Stufe im Entscheidungsprozess, in der potenzielle Reisende durch Suchmaschinen, sozialen Austausch oder nutzergenerierte Inhalte Interesse für Reiseziele entwickeln.
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