Examensarbeit, 2011
104 Seiten, Note: 1,5
1. EINLEITUNG
1.1. EINSTIEG IN DAS THEMA
1.2. ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.3. PERSÖNLICHER ANREIZ
1.4. AUFBAU DER WISSENSCHAFTLICHEN ARBEIT
I THEORIETEIL
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES AUSDAUERTRAININGS
2.1. SPORTLICHE LEISTUNG
2.2. SPORTMOTORISCHE AUSDAUER
2.3. DEFINITION AUSDAUER
2.4. ABGRENZUNG DER AUSDAUERLEISTUNGSFÄHIGKEITEN
2.4.1. Allgemeine und spezielle Ausdauer
2.4.2. Ausdauer nach Umfang der eingesetzten Muskulatur
2.4.3. Ausdauer nach vorrangigen Art der Energiebereitstellung
2.4.4. Ausdauer nach dem Zeitfaktor
2.4.5. Ausdauer nach der Arbeitsweise der Skelettmuskulatur
2.4.6. Ausdauer nach den motorischen Hauptbeanspruchungsformen
2.4.7. Zusammenfassung der unterschiedlichen Betrachtungsweisen
2.5. MECHANISMEN DER ENERGIEBEREITSTELLUNG UND VO2 MAX
2.5.1. Anaerober Energiestoffwechsel
2.5.2. Aerober Energiestoffwechsel
2.5.3. Aerobe und anaerobe Schwelle
2.5.4. VO2 max
2.6. DER BEGRIFF TRAINING
2.7. AUSDAUERTRAINING
2.8. TRAININGSWIRKUNG DURCH AUSDAUERTRAINING
2.9. ALLGEMEINE GESETZMÄßIGKEITEN DES TRAININGS
2.9.1. Qualitätsgesetz
2.9.2. Homöostase und Superkompensation
2.9.3. Reizschwellengesetz
2.9.4. Verlauf der Leistungsentwicklung
2.9.5. Anpassungsfestigkeit
2.9.6. Trainierbarkeit
2.10. TRAININGSPRINZIPIEN
2.10.1. Prinzip des trainingswirksamen Reizes
2.10.2. Prinzip der progressiven Belastungen
2.10.3. Prinzip der optimalen Relation von Belastung und Erholung
2.10.4. Prinzip der unvollständigen Erholung
3. AUSDAUERFÄHIGKEIT IM KINDES- UND JUGENDALTER UND TRAINING IM RAHMEN DES SCHULSPORTS
3.1. LEGITIMATION DES KINDER- UND JUGENDTRAININGS
3.2. SPORTBIOLOGISCHE GRUNDLAGEN VON KINDERN UND JUGENDLICHEN
3.2.1. Aerobe Leistungsfähigkeit
3.2.2. Anaerobe Leistungsfähigkeit
3.2.3. Geschlechtsspezifische Unterschiede
3.3. METHODIK DES AUSDAUERTRAININGS IM KINDER- UND JUGENDALTER
3.4. AUSDAUERTRAINING IN DER SCHULE
3.4.1. Aufgaben des Schulsports
3.4.2. Praktische Umsetzung für die Sportstunde
3.4.3. Bezug zum Bildungsplan
4. ZWISCHENFAZIT
II EMPIRISCHER TEIL
5. DIE STUDIE
5.1. FORMULIERUNG DER FORSCHUNGSFRAGE
5.2. BILDUNG DER HYPOTHESEN
5.3. DAS UNTERSUCHUNGSSDESIGN
5.4. FESTLEGUNG DER STICHPROBEN
5.5. DIE UNTERSUCHUNG
6. TREATMENT
6.1. ABLAUF UND WICHTIGE HINWEISE
6.2. TRAININGSBAUSTEINE
6.2.1. KW 18 „Die Eisenbahn“
6.2.2. KW 19 „Zeitschätzläufe“
6.2.3. KW 19 „Figurenlauf mit Musik“
6.2.4. KW 20 „Blindenhund“
6.2.5. KW 20 „Vierecks- bzw. Quadratläufe“
6.2.6. KW 21 „Hindernislauf“
6.2.7. KW 21 „Laufen mit Lösen von Denkaufgaben“
6.2.8. KW 22 „Umkehrläufe“
6.2.9. KW 22 „Dauerlauf“
6.2.10. KW 23 „Wiederholung“
6.3. SPORTSTUNDEN DER KONTROLLGRUPPE
7. DIE DATENERHEBUNG
7.1. DURCHFÜHRUNG SPORTMOTORISCHER TESTS
7.2. GÜTEKRITERIEN DER VERSCHIEDENEN TESTVERFAHREN
7.3. TESTS ZUR ERMITTLUNG DER DATENERHEBUNG
7.3.1. Cooper-Test
7.3.2. Conconi-Test
7.3.3. Shuttle-Run
7.4. TECHNIKEN UND MITTEL DER DATENERHEBUNG
7.4.1. T-Test und Signifikanzniveau
7.5. ORGANISATION UND DURCHFÜHRUNG DER DATENERHEBUNG
7.5.1. Messzeitpunkte
7.5.2. Durchführung des Shuttle-Run-Test
7.5.3. Schwierigkeiten
8. ERGEBNISSE BEI DER DATENAUSWERTUNG
8.1. .. DESKRIPTIVE STATISTIK
8.2. .. AUSGANGSNIVEAUS DER TG UND KG ZU BEGINN DES TREATMENTS
8.3. .. T-TEST BEI ABHÄNGIGEN STICHPROBEN
8.3.1. Vergleich Prä- und Posttest
8.3.2. Vergleich Post- und Nachhaltigkeitstest
8.4. ÜBERPRÜFUNG DER AUFGESTELLTEN HYPOTHESEN
8.5. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
9. INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
10. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit eines intentionalen Ausdauertrainingsprogramms im Sportunterricht der Sekundarstufe. Ziel ist es, anhand einer empirischen Studie mit zwei fünften Klassen der Realschule und des Gymnasiums zu klären, ob durch ein sechswöchiges, in den Sportunterricht integriertes Trainingsprogramm von 15 Minuten pro Einheit eine signifikante Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit erzielt werden kann und ob diese Effekte nach einer Trainingspause von zwei Wochen (Pfingstferien) nachhaltig messbar bleiben.
2.3. Definition Ausdauer
„Im Sport versteht man unter Ausdauer die physischen und psychische Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei relativ lang dauernden Belastungen und die rasche Wiederherstellungsfähigkeit nach der Belastung“ (Blum und Friedmann, 2002, S. 20).
Diese Prozesse der Ermüdung betreffen nicht nur die physische Funktion der Muskulatur, sondern gleichermaßen die psychischen Bereiche wie Sinneswahrnehmung, Konzentration und Motivation (Blum und Friedmann, 2002, S. 20).
Laut Frey und Hildenbrandt versteht man unter Ausdauer eine Fähigkeit, einem Reiz so lang als möglich widerstehen zu können, obwohl dieser einen zum Abbrechen oder Reduzierung einer Belastung auffordert (2002).
Das sportwissenschaftliche Lexikon versteht wiederum die Ausdauer erstens als eine Fähigkeit, möglichst lange eine Belastung ohne Ermüdungsanzeichen aushalten zu können. Zweitens ist hier die Rede von der Fähigkeit, diese sportliche Arbeit bis zur persönlichen Beanspruchungsgrenze, im Extremfall bis zur totalen Erschöpfung weiterhin zu verrichten, obwohl eine deutliche Ermüdungserscheinung eintritt und drittens als Fähigkeit, in Phasen geringerer Belastungsintensität, während Pausen oder nach einem bestimmten Wettkampf oder Training sich schnell regenerieren zu können (Röthig und Prohl, 2003, S. 60).
Wenn also eine Person eine sportliche Arbeit über einen möglichst langen Zeitraum verrichtet, wird es ihm große Mühe bereiten, dieses gewisse Leistungsniveau permanent auf einer Ebene zu halten. Wenn dieses Leistungsniveau nicht aufrecht erhalten werden kann und nach einer gewissen Zeit nach unten fällt, dann spricht man von der Ermüdung. Diese Ermüdung ist auf wiederholte Beanspruchung zurückzuführen und gilt als wesentliches Merkmal der Ausdauerfähigkeit (Thoß, 2007, S. 94).
1. EINLEITUNG: Der Autor führt in das Thema ein, erläutert seine persönliche Motivation für die Arbeit und skizziert den Aufbau der wissenschaftlichen Untersuchung.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES AUSDAUERTRAININGS: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, differenziert verschiedene Ausdauerformen und erläutert die Mechanismen der Energiebereitstellung sowie trainingswissenschaftliche Gesetze.
3. AUSDAUERFÄHIGKEIT IM KINDES- UND JUGENDALTER UND TRAINING IM RAHMEN DES SCHULSPORTS: Es werden die biologischen Grundlagen der Zielgruppe analysiert und methodische Ansätze für ein kindgerechtes Ausdauertraining in der Schule aufgezeigt.
4. ZWISCHENFAZIT: Eine Zusammenfassung des theoretischen Teils, die die Diskrepanz zwischen theoretischen Anforderungen und der schulischen Praxis beleuchtet.
5. DIE STUDIE: Dieses Kapitel beschreibt das Design des Quasi-Experiments, die Hypothesenbildung, die Auswahl der Stichproben und den Ablauf der Untersuchung.
6. TREATMENT: Der Autor stellt das konkrete Trainingsprogramm mit seinen spezifischen Bausteinen vor und erläutert die praktische Umsetzung in den Sportstunden.
7. DIE DATENERHEBUNG: Darstellung der verwendeten Testverfahren (Shuttle-Run), der methodischen Kriterien sowie der Organisation der Messzeitpunkte.
8. ERGEBNISSE BEI DER DATENAUSWERTUNG: Eine detaillierte quantitative Auswertung der erhobenen Leistungsdaten mittels statistischer Verfahren inklusive der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
9. INTERPRETATION DER ERGEBNISSE: Kritische Auseinandersetzung mit den Daten unter Einbezug möglicher Störfaktoren wie Motivation, Tagesform oder Testvalidität.
10. FAZIT: Abschließende Reflexion über die Ergebnisse, die Grenzen der Untersuchung und ein Ausblick auf die Bedeutung des Ausdauertrainings im Schulsport.
Ausdauertraining, Schulsport, Shuttle-Run, Leistungsfähigkeit, Grundlagenausdauer, aerobe Belastung, anaerobe Schwelle, Trainingsmethodik, Kindesalter, Jugendalter, Motivationsförderung, Quasiexperiment, Datenerhebung, Trainingseffektivität, Sportpädagogik.
Die Arbeit untersucht, ob ein gezieltes, intentionales Ausdauertraining im Sportunterricht der Sekundarstufe zu einer messbaren Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit bei Schülern führt.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Ausdauer, die biologischen Voraussetzungen von Kindern und Jugendlichen, Trainingsmethodik im Schulsport sowie die empirische Überprüfung mittels sportmotorischer Tests.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob eine signifikante Verbesserung der Ausdauer innerhalb eines sechswöchigen Programms von jeweils 15 Minuten zu Beginn der Sportstunde erreicht werden kann.
Es handelt sich um eine quantitative, quasiexperimentelle Studie mit Treatment- und Kontrollgruppen, bei der die Laufleistung über Shuttle-Run-Tests zu drei Zeitpunkten erhoben und statistisch mittels T-Tests analysiert wird.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung zu physiologischen Grundlagen und Trainingsgesetzen als auch den empirischen Teil mit der detaillierten Beschreibung des durchgeführten Treatments und der statistischen Auswertung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Ausdauertraining, Schulsport, Shuttle-Run, Leistungsfähigkeit und sportmotorische Tests.
Der Autor identifiziert die Motivation als zentralen Störfaktor, da die Schüler bei den wiederholten Testungen unterschiedliche Bereitschaften zeigten, sich anzustrengen, was die Vergleichbarkeit der Daten beeinflusst hat.
Obwohl der Autor die Validität hinsichtlich der reinen aeroben Ausdauer kritisch hinterfragt, erachtet er den Shuttle-Run aufgrund seiner einfachen Durchführbarkeit und der kontrollierten Laufgeschwindigkeit als sehr gut geeignet für den Schulalltag.
Der Nachhaltigkeitstest, der nach den Pfingstferien durchgeführt wurde, zeigte eine signifikante Reduktion der erreichten Rundenanzahl, was auf eine nachlassende Anpassungsfestigkeit hindeutet, wenn das gezielte Training aussetzt.
Die Verbesserung der Kontrollgruppe wird durch allgemeine sportliche Aktivitäten, eine hohe intrinsische Sportbegeisterung dieser speziellen Klasse und mögliche Trainingseffekte durch andere sportliche Inhalte in deren Sportunterricht interpretiert.
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