Masterarbeit, 2011
106 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Entstehungshintergrund
1.2. Aufbau und Ziel der Arbeit
1.3. Voraussetzungen zum Verständnis der Arbeit
2. Wie werden Wörter gelernt und gelehrt?
2.1. Theorie der Wortschatzarbeit
2.1.1. Rezeptiv vs. produktiv
2.1.2. Kriterien der Wortschatzbeherrschung
2.1.3. Wortschatzarbeit = Kollokationsarbeit?
2.1.4. Mentale Leistung beim Wortschatzerwerb
2.2. Wortschatzarbeit im Englischunterricht
2.2.1. Lehrwerkgebundene Wortschatzarbeit
2.2.2. Lehrwerkunabhängige Wortschatzarbeit
3. Womit beschäftigt sich die Korpuslinguistik?
3.1. Grundsätze der Korpuslinguistik
3.1.1. Anfänge und Entwicklung von Korpora
3.1.2. Das linguistische Korpus
3.1.3. Arten von Korpora
3.1.4. Digitale Verarbeitungsmöglichkeiten
3.2. Angewandte Korpuslinguistik
3.2.1. Korpusbasierte Schul- und Wörterbücher
3.2.2. Korpora im Klassenraum
3.2.2.1. Monolinguale Korpora
3.2.2.2. Bilinguale Korpora
3.2.3. Ein kleiner Exkurs in weitere Anwendungsbereiche
4. Satzpaarbasierte Wortschatzarbeit
4.1. Was leistet der satzpaarbasierte Ansatz?
4.2. Möglichkeiten satzpaarbasierter Wortschatzarbeit
4.2.1. Einsatz im Unterricht
4.2.2. Entwurf eines „idealen“ Vokabeltrainers
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Effektivität der Wortschatzarbeit im Fremdsprachenunterricht und stellt den satzpaarbasierten Ansatz als Optimierungsmethode vor. Ziel ist es, durch die Verknüpfung von Fremdsprachendidaktik und Korpuslinguistik eine praxisorientierte Lernstrategie zu entwickeln, die über das isolierte Vokabellernen hinausgeht.
2.1.3. Wortschatzarbeit = Kollokationsarbeit?
In Bezug auf Tabelle 1.1 zu den Methoden der Wortschatzarbeit wird nun der Einzelwortansatz verlassen. Stattdessen wird die Wortschatzarbeit mit Hilfe von Mehrwortausdrücken (z. B. „drive a car“) eingeführt und zwischen verschiedenen Stufen der Gebundenheit dieser Ausdrücke unterschieden (freie Verbindungen, Kollokationen und Idiome). Damit wird ein wichtiger Schritt zur satzpaarbasierten Wortschatzarbeit gemacht, da Wörter nun nicht mehr einzeln, sondern in Worten betrachtet werden.
Unter Linguisten und Sprachdidaktikern besteht bis heute keine Einigkeit über die Terminologie des komplexen Phänomens lexikalischer Kollokationen [Rössler 2010, S. 55]. Im Lexikon der Sprachwissenschaft [Bussmann 2008] ist z. B. folgende, eher grobe Definition zu finden: Kollokation [lat. collocatio − Anordnung]. (1) [...] Terminus für charakteristische, häufig auftretende Wortverbindungen, deren gemeinsames Vorkommen auf der Regelhaftigkeit gegenseitiger Erwartbarkeit beruht, also primär semantisch (nicht grammatikalisch) begründet ist: Hund : bellen, dunkel : Nacht.[...] (2) Im weiteren Sinne: Synonyme Verwendung für syntaktisch-semantische Verträglichkeitsbedingungen.
Allgemein anerkannt wurde diese Definition aber bisher nicht. Woolard [2000, S. 28 ff.] macht sich in seiner Rolle als Fremdsprachenlehrer sogar je nach Lernsituation eigene Definitionen von Kollokationen. Damit seine Schüler in einem Text wichtige Wortverbindungen verinnerlichen, behandelt er nur die Kollokationen, welche er wie folgt definiert: „groups of words [...] which I think my students will not expect to find together“, also Verbindungen, die ein Muttersprachler nahezu unbewusst benutzt, welche dem Lerner jedoch zunächst fremd erscheinen.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit, vom traditionellen isolierten Wörterlernen zu einem satzpaarbasierten Ansatz überzugehen, um den Fremdsprachenerwerb effektiver zu gestalten.
2. Wie werden Wörter gelernt und gelehrt?: Dieser Abschnitt analysiert theoretische Modelle des Spracherwerbs und zeigt auf, warum der Fokus auf Wortverbindungen (Kollokationen) sowie die kritische Betrachtung aktueller Lehrwerke für den Lernerfolg essenziell sind.
3. Womit beschäftigt sich die Korpuslinguistik?: Hier werden die Grundlagen korpuslinguistischer Methoden sowie deren digitale Anwendungsmöglichkeiten und das Potenzial für den direkten Einsatz im Unterricht (Data-Driven Learning) erläutert.
4. Satzpaarbasierte Wortschatzarbeit: Dieses Kapitel synthetisiert die vorangegangenen Theorien und präsentiert konkrete, praxisnahe Anwendungsbeispiele sowie Anforderungen an zukünftige digitale Lernsysteme.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird die Notwendigkeit einer engen Kooperation zwischen Fachdidaktik und Computerlinguistik betont, um den Wortschatzerwerb nachhaltig durch korpusbasierte Ansätze zu modernisieren.
Satzpaarbasierte Wortschatzarbeit, Korpuslinguistik, Kollokationen, Fremdsprachenerwerb, Data-Driven Learning, Mehrwortausdrücke, Mentales Lexikon, Sprachproduktion, Sprachrezeption, Lehrwerk, Wortschatz, Konkordanz, Digitales Lernen, Linguistik, Englischunterricht
Die Arbeit untersucht, wie der Wortschatzerwerb im Englischunterricht durch einen satzpaarbasierten Ansatz optimiert werden kann, der auf den Erkenntnissen der Korpuslinguistik basiert.
Der Fokus liegt auf der Unterscheidung zwischen Wörtern und Worten, der Bedeutung von Kollokationen, der Rolle des mentalen Lexikons sowie der praktischen Anwendung von Korpora im Klassenzimmer.
Das Ziel ist es, den Nutzen von authentischen, kontrastiven Satzpaaren für den L2-Lerner nachzuweisen und Ansätze für eine modernere Wortschatzdidaktik zu liefern.
Die Arbeit stützt sich auf eine Synthese aus fachdidaktischer Literaturanalyse und korpuslinguistischer Methodik, um die Vorzüge von datengestütztem Lernen (Data-Driven Learning) herauszuarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Wortschatzlernens, eine Einführung in die Korpuslinguistik und eine praktische Implementierung satzpaarbasierter Wortschatzarbeit.
Die zentralen Konzepte sind Kollokationen, authentischer Sprachgebrauch, satzpaarbasiertes Lernen, elektronische Wörterbücher und die Integration korpuslinguistischer Analysen in den schulischen Kontext.
Der Autor nutzt diese Differenzierung, um den Unterschied zwischen isoliertem Vokabellernen und dem Erwerb von kontextualisierten, sinnvollen Wortverbindungen zu verdeutlichen.
Moderne elektronische Wörterbücher wie das CASIO EW-G6000C fungieren laut Autor quasi als „Taschen-Korpora“, da ihre Beispielsuche dem Lerner direkten Zugang zu kontrastiven Satzpaaren und Kollokationen ermöglicht.
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